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In Lowak beginnt Maya Lopez ihren Krieg gegen Wilson Fisk.

Glühende Hände, die verbinden

Im Jahr 1200, spielt im heutigen Alabama der Chocktaw-Stamm Stockball gegen einen anderen Stamm. Der Verlierer wird verbannt, weshalb beide Seiten alles versuchen, um zu gewinnen. Doch dann hat die Chocktak Lowak (Dannie McCallum) eine Vision von den ersten ihres Stammes und erhält dadurch außergewöhnliche Fähigkeiten, um den Sieg zu erringen.

In der Gegenwart bereitet sich Maya Lopez (Alaqua Cox) auf den Krieg gegen Wilson Fisk vor. Sie rekrutiert ihren Cousin Biscuits (Cody Lightning) und macht ihn so zum Helfer wider Willen. Sie schleicht sich an Bord eines Zuges und als sie zurück will, wird ihr künstliches Bein zwischen zwei Zugkopplungen eingeklemmt. Daraufhin erhält sie ebenfalls eine Vision von Chafa und Lowak, woraufhin sie ihr Bein wieder rauskriegt. Danach glühen ihre Hände eine Weile, was aber dann auch wieder verschwindet.

Chafa endete damit, dass man sehen konnte, wie Wilson Fisk aus dem Koma erwachte. Womit die Erwartung geweckt wurde, dass er in Lowak seine Wiederkehr feiern würde. Was er aber nicht tut. Stattdessen erlebt man mit, wie Maya Lopez ihren Krieg gegen den einstigen Kingpin eröffnet.

Eine interessante Familie

Es sind diese Szenen auf dem Zug, in dem das Manko des limitierten Gesichtsausdrucks von Alaqua Cox verbessert wird. Denn während dieser Szenen lebt ihr Charakter Echo sichtbar auf. Sie strengt sich an, ist stellenweise erschöpft, aber auch glücklich. Es macht ihr sichtlich Spaß, das, was sie auf dem Zug macht.

Es sind aber auch sehr gut inszenierte Momente in Lowak. Einfach, weil man mit Maya mitfiebert und es feiert, wenn sie zum Beispiel, eine Wache austrickst, als diese kurz abgelenkt ist. Hier zeigt sich die Serie von ihrer besten Seite, hier macht sie Spaß.

Doch gibt es natürlich auch einige Momente davor und danach. Szenen, in denen man ihre erweiterte Familie näher kennenlernt, wie beispielsweise Biscuits, der anscheinend jemand ist, der in den Tag hineinlebt und von Maya problemlos dazu gebracht werden kann, Sachen für sie zu besorgen oder als ihr Fahrer zu dienen. Auch Skully eine Art Ersatz-Großvater wird vorgestellt. Hier lernt man jemanden kennen, der es einerseits faustdick hinter den Ohren hat, aber gleichzeitig ebenso bereit ist, ohne Hinterfragen Verwandten zu helfen.

Eine… fragwürdige Verbindung

Und auch ihre Großmutter Chula taucht in Lowak wieder auf. Hier wird allerdings vieles nur angedeutet. So begegnet dieser eine Bekannte oder ein anderes Familienmitglied – ganz genau weiß man es nicht – mit einer spitzen ironischen Zunge, so als ob hier etwas vorgefallen ist, weshalb sie auf sie böse ist. Gleichzeitig muss aber auch etwas zwischen ihr und Maya geschehen sein, weil Chula von deren Rückkehr überrascht wird.

Hoffentlich erfährt man dann in den noch kommenden Folgen, wieso Maya sehr selektiv agiert, was den Umgang mit ihren Verwandten angeht. Sie hat kein Problem, mit Biscuits oder Skully umzugehen. Den Umgang mit Henry beschränkt sie aufs allernötigste, derweil sie den Kontakt zu Chula und Bonnie meidet. Dabei hat man den Eindruck, dass die Ursachen hierfür völlig unterschiedlich sind.

So ganz weiß man noch nicht, was man von den mythischen Elementen in der Echo-Serie halten soll, die auch jetzt in Lowak wieder auftauchen. Anscheinend soll hier eine Verbindung erschaffen werden zwischen Maya und Chafa, der ersten Anführerin der Chocktaw. Doch ob sie sich wirklich einen Gefallen tun, der Figur besondere Fähigkeiten anzugedeihen, das darf bezweifelt werden.

Ein verzogenes Kind

Denn der Charakter und seine Umgebung sind ja in der Realität verankert. Sie wird ja als eine Art „Street Level“-Figur dargestellt, die vor allem durch ihre Kampffertigkeiten überzeugen kann. Mystische Elemente stören da nur.

Wobei man gleichzeitig aber auch betonen muss, dass es einem in Lokaw allgemein schwerfällt, mit Maya warm zu werden. Denn außerhalb der Zugszenen läuft sie wieder mit einer eintönigen Miene herum. Und erweckt noch dazu den Anschein eines Kindes in Erwachsengestalt, dass seinen Willen durchsetzt und so den Krieg gegen Fisk anzettelt, ohne auf die Warnungen anderer zu hören. Und wenn ihr mal die Meinung gesagt wird, reagiert sie wie ein stures Kind und schießt in ihrem Zorn die Ketten zweier Schaukeln durch.

Weshalb auch diese Episode nicht so sehr überzeugend geraten ist.

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Götz Piesbergen

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