Diese Folge fokussiert sich auf zwei der nervigsten Plots der bisherigen Season.
Wieder nur zwei Plots
Bruder Morgens (Cassian Bilton) Beziehung zu der Gärtnerin Azura (Amy Tyger) entwickelt sich immer weiter. Eines Tages deutet Bruder Dämmerung (Terrence Mann) an, dass er davon weiß. Was seinen jüngeren Klonbruder dazu bringt, aus dem Palast zu fliehen. Nach einigen Irrungen und Wirrungen kommt er bei Azura an. Doch dann stellt sich heraus, dass sie etwas anderes will als er.
Die Terminus hat den Sprung dank des Opfers von Lewis Pirenne (Elliot Cowan) überstanden. Salvor Hardin (Leah Harvey) trifft danach auf ihren Geliebten Hugo (Daniel MacPherson) wieder und gemeinsam begeben sie sich auf die Planetenoberfläche. Wo das Nullfeld, das von dem Artefakt ausgeht, die ganze Welt eingeschlossen hat. Weshalb es jetzt auf Salvor ankommt.
Die erste Krise heißt diese Folge. Und es ist seit langem wieder eine Episode, in der „nur“ zwei Plots thematisiert werden. Genauer gesagt werden hier die Affäre von Bruder morgen zu der Gärtnerin und die Ereignisse auf Terminus weiter entwickelt und teilweise auch zu einem Abschluss gebracht.
Schwache Plots stehen im Mittelpunkt
Das ist insofern eine interessante Wahl, als dass ausgerechnet dies die beiden schwächsten Plots der ganzen Staffel waren. Die sich entwickelnde Liebesbeziehung zwischen dem jüngsten Cleon und der Gärtnerin war stellenweise eher peinlich als spannend. Und auf Terminus nervten die Anacreoner, vor allem wegen ihrer Anführerin Pharon. Dass jetzt diese beiden Handlungen eine Folge bestimmen, ohne dass ein anderer Plot noch mit dabei ist, ist… spannend.
Und leider muss man sagen, dass der Endeindruck dieser Folge nicht ganz so gut ausfällt wie bei den letzten Episoden. Sie ist zwar, so viel sei schon vorweggenommen, kein Reinfall. Aber sie ist auch nicht so gut geworden, wie noch die vorherige Folge.
Das liegt vor allem daran, dass beide Plots über weite Teile das tun, was sie schon vorher getan haben: Sie nerven. Und erst die entsprechend Enden reißen vieles wieder aus.
Eine Enthüllung wie aus dem Nichts
Bei der Story um Bruder Morgen und seine Affäre zu Azura wirken seine Reaktionen übertrieben. Wobei alles, was seine Flucht betrifft, noch halbwegs akzeptabel ist. Aber alles, was danach geschieht, ist einfach nur hanebüchen.
Das fängt schon damit an, dass die Enthüllung der wahren Pläne von Azura und wie sie Bruder morgen manipuliert hat, zu sehr wie aus dem Nichts kommen. Es wirkt so, als ob die Gärtnerin von jetzt auf gleich durch eine andere Person ausgetauscht wurde. Und dass dann auch noch der Klon eines Klons aus dem Hut gezaubert wird, führt zu genervtem Augenrollen.
Immerhin endet diese Handlung mit einem grandiosen Auftritt von Bruder Dämmerung und einer Eliteeinheit unter seinem Kommando. Die Szenen, wo diese die Rebellen nach und nach erledigen und die Reaktion des älteren Cleons auf das Verhalten des jüngeren ist schon fantastisch. Und führt dazu, dass man wirklich gespannt darauf ist, wie der mittlere Cleon auf die Geschehnisse reagieren wird.
Ein nerviger Auftritt
Die Ereignisse auf Terminus fangen insofern gut an, als dass Phara hier über lange Zeit nicht auftritt. Man kriegt nur mit, dass Salvor den Sprung überlebt hat. Und sie dann kurz darauf mit Hugo wieder vereint ist, der Verstärkung mitgebracht hat.
Dass sich das Nullfeld ausgeweitet hat, kriegt man jetzt nicht so sehr mit. Weil man lange Zeit nur Salvor herumlaufen sieht. Die anschließend das Nullfeld ausschalten kann.
Was dann zum nervigen Auftritt von Phara führt. Die natürlich wieder versucht, Tod und Zerstörung zu bringen, ehe sie schließlich von Salvor erschossen wird. Was wiederum in einem Auftritt von Hari Seldon mündet, der allen von seinem Plan erzählt, bei dem die drei Völker, die anwesend sind, eine Rolle spielen.
Es bleiben Fragen offen
Es ist unklar, ob dieser Hari Seldon derselbe ist, der zuletzt mit Gaal gesprochen hat. Ob er lebendig ist oder nur eine Simulation. Das dürfte vermutlich erst in der nächsten Folge angesprochen werden.
Aber in jedem Fall zeigt sich einmal mehr, dass der berühmte Mathematiker schon wieder mit Menschenleben gespielt hat, um sein großes Ziel zu erreichen. Diese Erkenntnis macht ihn nicht unbedingt sympathischer.
Was am Ende bleibt, ist eine Episode, die über weite Teile nervt, nur um dann jeweils zum Finale der Plots hin doch noch mal aufzudrehen. Was einen etwas versöhnlich aufs Staffelfinale blicken lässt.
Informationen
Regie: Roxann Dawson
Drehbuch: Victoria Morrow
Lust, in unserem Team mitzumischen? Dann schaut doch mal auf unsere MITMACHEN Seite.
Warpskala
Warpskala- Foundation – 09 – Die erste Krise - 28. März 2026
- Monarch: Legacy of Monsters – 14 – Unbefugtes Betreten - 27. März 2026
- Lady Trents Memoiren – 3 – Die Reise der Basilisk (Marie Brennan) - 27. März 2026

