Dieser Band fühlt sich wie eine Rückkehr in eine heimelige, wunderbare und warmherzige Umgebung an.

Ein warmes Willkommen
Der Kuchenwettbewerb steht kurz vor der Tür und die Freunde überlegen, was sie backen sollen. Dank der Spionage von Honey wissen sie, was die Vorgabe ist. Doch ihnen will nichts so recht einfallen. Bis Vanille und Schadow die Hexe Urania besuchen, was ihnen schließlich die nötige Idee bringt.
Doch als der Wettbewerb stattfindet, entwickelt er sich nicht so, wie gewohnt. Beim Probieren des Kuchens der Freunde werden die Schiedsrichter krank, weshalb der Wettkampf pausiert wird. Es ist unklar, ob und wer das Gebäck vergiftet hat. Es gibt nur wenige Hinweise und die sind nicht sonderlich aufschlussreich.
Es sind mittlerweile sechs Monate vergangen, seit dem ich den ersten Band von Greenwood rezensiert habe. Und mir gefiel das Album so sehr, dass ich umso mehr darauf freute, als ich endlich die Möglichkeit hatte, den Nachfolger zu lesen. Der Wettstreit fühlte sich für mich wie ein wohliges Wiedersehen an: Ich fühlte mich von Anfang an wie willkommen.
Ein neuer Illustrator
Dabei gab es eine kleine Änderung beim Kreativteam. Denn die Illustrationen der Hauptstory stammen dieses Mal von Jérémie Almanza. Ihn kennt man unter anderem aus der Arbeit an Die Stummen Reiche, wo er begeistern konnte.
Und um es gleich vorwegzunehmen: Der Wechsel bei den Zeichnungen tut der Qualität keinen Abbruch. Im Gegenteil: Almanzas Illustrationen sind äußerst detailliert, ohne sich in Details zu verlieren. Seine Figuren wirken lebendig und die Designs sind großartig.
Dabei fokussiert sich der Plot dieses Mal auf die anderen Mitglieder der Freundesgruppe. Im Zentrum der Handlung stehen dieses Mal vor allem Vanille und Shadow, derweil Cotton ebenfalls einiges zum Handlungsverlauf beiträgt. Die anderen Figuren werden dabei allerdings nicht vergessen. Sie tauchen auch auf und haben teilweise, wie beispielsweise Snow, Wichtiges beizutragen.
Viele verschiedene Figuren, die sich perfekt ergänzen
Es macht eben mit den Charme dieses Comics aus, dass man liest, wie die Figuren agieren und interagieren. Wie diese doch so verschiedenen Wesen ticken und sich teilweise wunderbar ergänzen. Cotton gibt sich kapriziös und als eine Einzelgängerin, liefert allerdings ebenfalls wichtige Denkanstöße. Derweil Vanille in diesem Ensemble die unstreitbare Anführerin ist, die gleichzeitig auch für Frieden sorgt, wenn die unterschiedlichen Charaktere mal aneinanderrasseln.
Dabei entwickelt sich der Plot spannend und unvorsehbar. Was ursprünglich als ein einfacher Kuchenwettbewerb beginnt, wird dann schon fast zu einem Kriminalfall. Es geht um die Frage, wer den Kuchen der Freunde vergiftet hat und ob dies Absicht oder ein Versehen war.
Und um ein wenig zu spoilern: Es gibt in diesem Album keine Auflösung. Stattdessen wird das Mysterium im Laufe der Handlung immer mehr vertieft. Weil es ständig eine neue Entwicklung gibt.
Es wird noch rätselhafter
Wobei auch das Rätsel um die Hexe Urania nicht vergessen wird. Im Gegenteil: Sie taucht in diesem Album ebenfalls auf und ist für die Handlung von essenzieller Bedeutung. Und am Ende des Albums gibt es einige Szenen, in denen sie noch rätselhafter wird. Wer oder was ist sie?
Diese und die Frage nach dem Täter werden nicht geklärt. Sie werden einen im nächsten Band ebenfalls beschäftigten. Weshalb man sich auf diese jetzt schon freuen kann. Denn Greenwood ist ein schöner Feel-Good-Comic, bei dem auch der zweite Band begeistern kann.
Info
Autor: Barbara Canepa, Anais Halard
Zeichnungen: Jérémie Almanza, Giovanni Rigaon
Farbe: Barbara Canepa, Jérémie Almanza
Verlag: Splitter
Sonstige Informationen: Produktseite
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