[Orion 7] Invasion

Lesezeit circa: 4 Minuten

 

Es droht eine Invasion und der GSD hat merkwürdigerweise die Hand im Spiel. McLane will nicht tatenlos zusehen und ermittelt auf eigene Faust.

InvasionHandlung

Ein Notruf des Raumkreuzers Tau trifft ein. Oberst Villa und sein Stab sind mit dem Schiff unterwegs. Dabei geraten sie durch divergierende Gravitationswellen in Lebensgefahr. Villa vermutet einen extraterristischen Angriff. Per Lancet will man versuchen, zu Gordon durchzukommen. Dann bricht der Kontakt ab.

Tage später kehren nur Villa und sein Stab zurück. Die Mannschaft der Tau ist verschollen. Villa bestreitet die Gravitationswellen und weist auf einen natürlichen Lichtsturm hin. McLane wird misstrauisch. Sein Misstrauen wächst, als der GSD sämtliche Starts untersagt und anschließend die Überwachungsstation für Großkampfschiffe übernimmt. Er glaubt, Villa bereite einen Putsch vor.

McLane überzeugt Jagellovsk von seinem Verdacht und setzt sie als Spionin beim GSD an. Dabei wird sie von Villa überrascht und gefangengenommen. Kurz darauf erteilt Villa zu McLanes Erstaunen der Orion eine Starterlaubnis Richtung Gordon. Allerdings besteht er auf die Begleitung durch Kranz, der bei erneut auftretenden Gravitationswellen behilflich sein soll.

Anschließend setzt Villa seine Invasionspläne um. Kurzerhand reißt er die gesamte Kontrolle über Schiffsverkehr und Funk an sich. Jagellovsk schafft es, Villas Pläne an die TRAV zu übermitteln, woraufhin sofort reagiert wird. Dennoch nähern sich die Frogs bedrohlich an.

Während Kranz die Mannschaft der Orion unter Kontrolle hält, fliegt General van Dyke mit der Hydra einen Scheinangriff. Dabei wird der verblüffte Kranz überwältigt. Die Frogs sind auf den Leitstrahl von Gordon angewiesen, sodass McLane Gordon mittels Overkill zerstört. Die Invasion der Frogs wird dadurch vereitelt.

Kritik

„Invasion“ ist mit Abstand die beste Folge der Serie. Sie besticht mit einer beeindruckenden Spannung, welche auch 50 Jahre später nichts von ihrer Überzeugungskraft verloren hat.

Die Menschheit ist in Gefahr

Sicherlich ist das Thema der bedrohten Erde ständig wiederkehrend. Hier fasziniert mich die Art und Weise, wie man die Spannung erzeugt hat. Die Schauspieler agieren mit großem Ernst. Gleichzeitig braucht es extrem wenige Spezialeffekte. Vielmehr wird mit erzählerischer Kunst eine unbehagliche, bedrohliche Stimmung erzeugt. Besonders Friedrich Joloff überzeugt in seiner Rolle als umprogrammierter Oberst Villa. Die für die anderen unverständliche Kaltblütigkeit und der absolute Gehorsam gegenüber dem Feind nehme ich ihm ab. Ebenso wie die emotionslose Durchführung eines nahezu perfekten Invasionsplanes. Nur McLane wird (natürlich) misstrauisch.

Am Ende, als Villa auffliegt, überschlagen sich die Ereignisse. Der schnelle Wechsel der befehlsgebenden Offiziere unterstreicht die Effizienz, mit der Villas Plan vereitelt werden soll. Gleichzeitig scheint jedoch niemand ernsthaft in Panik zu verfallen. Das wiederum passt nicht ganz ins Geschehen, denn normalerweise verliert immer irgendjemand den Kopf. Hundertprozentige Funktionalität ist wohl eher Wunschdenken.

InvasionRettung

Ein zufälliges Zusammenspiel mehrerer Parteien führt zur Rettung. Der Trick, mit dem Leutnant Jagellovsk TRAV von Villas Machenschaften informiert, McLanes Misstrauen gegenüber seinem Passagier und der Vorwand eines beschädigten Wandlers sowie der Handlungsrausch, in den die irdischen Institutionen verfallen. Obwohl keiner von den anderen Beteiligten weiß, passt am Ende alles nahtlos zusammen. Ich überlege gerade, ob ich das so hinnehmen oder ob ich das als zu konstruiert betrachten soll. Die dargestellte Wirkkraft erscheint mir ein wenig zu perfekt, denn es sind sehr viele unberechenbare Variablen darin. McLane kann nicht wissen, was auf der Erde geschieht. Jagellovsk (Eva Pflug) kann nicht davon ausgehen, dass der kleine akustische Schnipsel, den sie auf die Lautsprecheranlage legt, ausreichen wird.

Trotzdem nimmt es nichts von der Spannung, denn das Ganze hätte aufgrund der vielen unbekannten Faktoren durchaus schief gehen können.

Finale

Ich persönlich habe diese Folge sehr genossen.

Deswegen sehe ich ein wenig wehmütig auf das Ende der Serie. Ich hätte mir mehr gewünscht. Eins steht jedoch eindeutig fest. „Raumpoatrouille Orion“ findet mit dieser hervorragenden Episode ein würdiges Ende.

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Kirsten Pevestorf

Kirsten ist Jahrgang 80 und ein totaler TOS-Fan, kein Wunder, dass sie sich bei und auch hauptsächlich darum kümmert. Wenn das nicht reicht, vertritt sie Marco in der Chefredaktion.
Kirsten Pevestorf

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Kirsten Pevestorf

Kirsten ist Jahrgang 80 und ein totaler TOS-Fan, kein Wunder, dass sie sich bei und auch hauptsächlich darum kümmert. Wenn das nicht reicht, vertritt sie Marco in der Chefredaktion.

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