Spotlight: Jeffrey Hunter

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Jeffrey Hunter, der als erster den Kommandanten der USS Enterprise verkörperte, starb heute vor 50 Jahren.

Die frühen Jahre

Jeffrey Hunter, eigentlich Henry Herman McKinnies Junior, wurde am 25. November 1926 in New Orleans geboren. Mit seinen Eltern zog er als Kind nach Milwaukee, wo er aufwuchs. Schon als Jugendlicher spielte er beim örtlichen Theater in verschiedenen Stücken mit.
Nach der Schule diente er von 1945 bis 1946 in der US Navy. Anschließend besuchte er die North-Western University, wo er Psychologie und Englisch studierte und einen Abschluss als Bachelor machte. Während seiner Studienzeit arbeitete er als Fotomodel und beim Radio.

Vom Radio zum Film

Während er für den Radiosender UCLA arbeitete, wurde er 1950 durch Talentsucher von Paramount und 20th Century Fox entdeckt. Bei seinem Filmvertrag mit mit 20th Century Fox änderte man seinen Namen in Jeffrey Hunter, unter welchem er später bekannt werden sollte.
Seine erste Rolle spielte er 1950 in dem Film „Julius Cesar“. 1956 brachte ihm die Rolle an der Seite von John Wayne in „The Searchers“ („Der Schwarze Falke“) den ersehnten Durchbruch. Er bekam ausnahmslos sehr gute Kritiken für seine Darstellung.
Es folgten weitere Filme. Unter anderem spielte er mehrmals mit Robert Wagner in verschiedenen Produktionen mit wie „The true Story of Jesse James“ („Rächer der Enterbten“ 1957) oder „The longest Day“ („Der längste Tag“, 1962) mit. Eine weitere sehr bekannte Rolle hatte Hunter als Jesus in dem Film „King of Kings“ („König der Könige“, 1961).

Jeffrey HunterStar Trek

1964 übernahm Hunter die Rolle des Captain Christopher Pike für den ersten Pilotfilm „The Cage“ („Der Käfig“). Den Verantwortlichen des Fernsehsenders NBC war der Film zu anspruchsvoll und sie weigerten sich, ihn auszustrahlen. Aus diesem Grund entschied Produzent Gene Roddenberry sich für einen zweiten Versuch und bot Hunter die Rolle erneut an. Dieser schlug das Angebot aus, da er sich nicht an eine Serie binden wollte. Stattdessen versprach er sich eine Karriere beim Film. Auch Roddenberrys Angebot einer Gastrolle lehnte er ab.

Nach Star Trek

An seine alten Erfolge konnte Hunter nicht mehr anknüpfen. Er sah sich gezwungen, Rollen in billigen europäischen Produktionen anzunehmen, unter anderem in verschiedenen drittklassigen Western. Damals war dies ein klares Zeichen dafür, dass die Karriere eines Schauspielers einen Knick erlitten hatte.

Privatleben

Jeffrey Hunter war dreimal verheiratet. Mit Barbara Hush (1950 – 1955) hatte er einen Sohn, Christopher Hunter. In seiner zweiten Ehe mit Joan Bartlett (1957 – 1967) wurde er Vater von zwei Söhnen, Todd und Scott. Außerdem adoptierte er Bartletts Sohn Steele, welchen sie aus einer früheren Ehe mit in die Beziehung gebracht hatte. Mit seiner dritten Ehefrau Emily McLaughlin war Hunter bis zu seinem Tode verheiratet.

Ein früher Tod

1969 schlug Hunter bei Kampfsport-Übungen unglücklich mit dem Kopf auf, was zunächst keine Folgen zu haben schien. Später traten Lähmungserscheinungen und Sprachstörungen auf, typische Anzeichen für eine Hirnverletzung. Er begab sich sofort in Behandlung und erholte sich völlig. Weniger Glück hatte er später bei einem weiteren Sturz. Er schlug sich abermals heftig den Kopf an und verlor aufgrund der schweren Schädelverletzung und dabei aufgetretenen Hirnblutung das Bewusstsein. Da er zu dieser Zeit alleine gewesen war, fand man ihn erst später.

Jeffrey Hunter starb am darauffolgenden Tag, dem 27. Mai 1969, während der Operation, mit der man versuchte ihn zu retten. Er wurde nur 42 Jahre alt.

Jeffrey Hunter in der IMDb

Kirsten Pevestorf

Kirsten ist Jahrgang 80 und ein totaler TOS-Fan, kein Wunder, dass sie sich bei und auch hauptsächlich darum kümmert. Wenn das nicht reicht, vertritt sie Marco in der Chefredaktion.
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