Kampfstern Galactica
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Review: Kampfstern Galactica 17 – Der Mann mit den neun Leben

Lesezeit circa: 7 Minuten

Starbuck meint, in einem älteren Spieler seinen Vater wiedergefunden zu haben. Nur ist dieser Chamäleon wirklich der, der er vorgibt zu sein?

Urlaub

Nach dem Treffen mit den Lichtwesen ist einige Zeit vergangen. Die Galactica folgt mit der Flotte den Koordinaten, die sie von ihnen bekommen haben. Keiner weiß, wie lange die Reise noch dauern wird. Adama gibt den Kriegern ein paar Tage frei, um sich erholen und Kräfte für das sammeln zu können, was vor ihnen liegt.

Starbuck und Apollo sind gemeinsam mit anderen Piloten in einem Shuttle unterwegs zur Rising Star. Starbuck erzählt Apollo von einem sicheren System, das er ausprobieren will. Apollo ist sehr skeptisch, zumal er dank Starbucks altem System schon einiges an Geld verloren hat.

Ebenfalls unterwegs zur Rising Star ist Chamäleon. An Bord eines anderen Schiffes verfolgt er ein Unterhaltungsprogramm, in dem Werbung für neue Rekruten gemacht wird. Im Anschluss wird ein Interview mit Starbuck gezeigt. Auf die Frage, wie alt er sei, kann er nicht antworten, da er es nicht genau weiß. Nach dem Angriff auf Umbra in den Dornenwäldern auf Caprica war er eines von unzähligen Waisenkindern, die alleine zurückblieben. Das Gespräch hinterlässt einen nachhaltigen Eindruck auf den älteren Chamäleon. Wir merken bald, dass es sich bei ihm um ein Schlitzohr handelt, da er mit einer List um das Zahlen der Transportgebühr herumkommt. So kann er auch seine Begleiterin, Siress Blassie, schnell um den Finger wickeln.

Auf der Rising Star trennen sich Starbuck und Apollo von Jolly und Boomer, die in der Lounge den Tänzerinnen zusehen, während Starbuck unbedingt im Casino sein neues Spielsystem ausprobieren will. Auch Chamäleon und Blassie betreten die Lounge, kurz nach ihnen stoßen drei grobschlächtige Gestalten, die ihre Gesichter unter Kapuzen verbergen, zur Gesellschaft dazu. Boomer identifiziert diese schnell als borellianische Nomen, diese mischen sich in der Regel nicht unter andere Kolonialisten, es sei denn, sie sind auf Blutrache aus. Chamäleon erschrickt bei ihrem Anblick und taucht in der Menge unter.

Die drei Nomen setzen sich in der Lounge an einen Tisch. Mit einem Mal zieht der Jüngere eine Laserkugel von seinem Gürtel und aktiviert diese. Die Leute fliehen panisch. Boomer versucht, ihn zu beruhigen, und bringt ihn dazu, die Kugel an einem Pfeiler detonieren zu lassen. Der Anführer, Maga, behauptet, dass der Jüngere die Laserkugel nur aus Versehen aktiviert hat, da die übrigen Menschen ihn nervös gemacht haben. Boomer ordnet an, dass die drei mit dem nächsten Shuttle die Rising Star wieder verlassen sollen.

Starbucks Glückssträhne

Am Pyramidentisch hat Starbuck zunächst mit seinem System Erfolg. Zu Apollo und ihm gesellen sich schließlich auch Chamäleon und Blassie. Chamäleon beobachtet das Spiel eine Zeit lang und spricht Starbuck dann auf einen Denkfehler in seinem System an. Mit seinen Einwänden hat er später auch recht. Die beiden scheinen vom selben Schlag zu sein. Unverfänglich verwickelt Chamäleon Starbuck in ein Gespräch über seine Herkunft und lässt einfließen, dass er als Genexperte arbeitet und darauf spezialisiert ist, getrennte Familien wieder zusammenzuführen. Er erwähnt auch, dass er bei einem Angriff auf Umbra Frau und Sohn verloren hat. Starbuck springt direkt darauf an, dass es möglich sei, dass Chamäleon sein Vater ist. Dieser beschwichtigt ihn jedoch, da die Tests kompliziert und langwierig seien. Aber auf der Galactica gäbe es sicherlich die geeigneten Gerätschaften dafür. So lässt er Siress Blassie zurück, um mit Starbuck und Apollo zur Galactica zu fliegen.

In der Abflughalle sitzen immer noch die drei Nomen, die bislang kein Shuttle bestiegen haben. Maga ist wütend auf den jungen Taba, da dieser den Kodex verletzt hat. Dieser entschuldigt sein Verhalten damit, dass er Captain Dimitri erblickt hätte. Nun können sie beobachten, wie Apollo, Starbuck und Chamäleon ein Shuttle in Richtung Galactica besteigen. Boomer und Jolly stellen die Nomen erneut zur Rede, worauf diese antworten, dass das letzte Shuttle schon voll gewesen sein. Als Taba erneut nach seinen Laserkugeln greift, wird er von Maga für sein Verhalten verstoßen. Er wird aus den Listen der Nomen gestrichen und von einem Sicherheitsmann in Gewahrsam genommen. Die Frage, ob sie auf Blutrache seien, verneint Maga und behauptet, dass sie nun zu ihrem Schiff zurückkehren werden. Auf dem Bildschirm in der Abflughalle läuft erneut der Aufruf für interessierte Rekruten.

An Bord des Shuttles freut sich Sheba bereits mit Starbuck darüber, dass dieser wohl seinen totgeglaubten Vater wiedergefunden hat. Apollo ist wieder einmal skeptisch und versucht, den Enthusiasmus zu bremsen. Auf der Galactica beginnt Cassiopeia mit den ersten Tests, die selbst zur Überraschung Chamäleons positiv verlaufen. So stammen die beiden wirklich vom selben Stamm und demselben Planeten. Nun fehlen nur noch die Ergebnisse der Zellbiopsie. Chamäleon erwähnt, dass ihn Cassiopeia sehr an seine verstorbene Frau erinnert. Daraufhin vertraut ihm Starbuck an, dass Cassiopeia die einzige Frau ist, mit der er es sich vorstellen könnte, sesshaft zu werden. Anschließend fügt er noch hinzu, dass er bei einem positiven Endergebnis seinen Dienst quittieren möchte, um gemeinsame Zeit mit seinem Vater verbringen zu können.

Apollo berät sich mit Adama, Boomer und Sheba über die Möglichkeit, dass Chamäleon ein Betrüger ist. Er hält seine Zweifel aber langsam auch selbst für übertrieben. Adama rät ihm trotzdem, Colonel Tigh um eine allgemeine Sicherheitsüberprüfung zu bitten, das könne zumindest nicht schaden.

Ankunft der neuen Rekruten

Auf der Galactica treffen in der Zwischenzeit immer wieder Shuttles mit jungen Rekruten ein. Einem der Shuttles entsteigen auch die Nomen und geben an, an der Ausbildung interessiert zu sein. Doch in Wahrheit sind sie nur auf der Suche nach Chamäleon. Als sich alle schlafen legen sollen, gehen sie auf den Wachmann zu und bitten ihn um einen abgetrennten Raum, in dem sie beten können. Dort überwältigen sie ihn und machen sich auf die Suche nach Starbuck und Chamäleon.

Im Offiziersklub sprechen Apollo und Boomer Chamäleon auf ihren Verdacht an, dass die Nomen möglicherweise hinter ihm her sind. Dieser streitet dies auch gar nicht ab, sondern behauptet, es läge an einem Gentest, der nicht zu ihrer Zufriedenheit ausgefallen sei. Apollo entschuldigt sich daraufhin bei ihm.

Als sie später in einem Gang ohne Chamäleon auf Starbuck treffen, spricht Tigh sie an und erklärt, dass bei dem Sicherheitscheck zu Chamäleon doch etwas herausgekommen sei. Starbuck wird sofort wütend und kündigt den beiden die Freundschaft auf. Als er verschwunden ist, erwähnt Tigh, dass es keine Aufzeichnungen über einen Mann namens Chamäleon gibt. Auf der Brücke finden sie schließlich heraus, dass unter den neuen Rekruten auch die bekannten Nomen sind. Chamäleon versteckt sich wohl tatsächlich vor ihnen. Als auch der Wachmann im Quartier nicht auf Rufe reagiert, machen sie sich auf den Weg.

Der frustrierte Starbuck zeigt Chamäleon in der Zwischenzeit im Hangar seine Viper und erläutert ihm die Funktionsweise. Chamäleon versucht, Starbuck das Vorhaben, seinen Dienst zu quittieren, auszureden, stößt hierbei jedoch auf taube Ohren. Chamäleon möchte Starbuck gerade die Wahrheit über die Blutrache erzählen, als plötzlich die Nomen auftauchen und Starbuck und Chamäleon angreifen. Es kommt zum Schusswechsel und Starbuck muss in Deckung gehen. Als die beiden in der Startrampe stehen, feuert Chamäleon, der in der Viper sitzt, Laserkanonen auf sie ab. Sie überleben und werden von Starbuck und Apollo festgenommen. Die Nomen sind eigentlich auf der Suche nach Captain Dimitri. Als er dies hört, gibt Chamäleon zähneknirschend zu, dass er dies gewissermaßen sei. Während einer seiner vielen Tätigkeiten, hat er sie betrogen und somit die Blutrache auf sich gezogen. Er entschuldigt sich bei Starbuck und dieser schließlich bei Apollo und Boomer.

 

Kurz bevor Chamäleon in Richtung Siress Blassie abreist, berichtet ihm Cassiopeia, dass die Testergebnisse positiv sind. Er ist also wirklich Starbucks Vater! Er bittet sie jedoch, das für sich zu behalten, da Starbuck sonst aufhören würde, ein Kolonialkrieger zu sein. Irgendwann einmal wird er ihm die Wahrheit sagen.

Übrigens …

Fred Astaire spielte in der Serie eine seiner letzten Rollen, in der er sogar kurz mit Anne Jeffreys, die die Siress Blassie verkörperte, tanzte. Hierbei handelt es sich eindeutig um eine Füllfolge, die nach den Erfahrungen mit den Lichtwesen wieder für etwas Auflockerung sorgt. Die borellianischen Nomen tauchen noch vor den Klingonen im SciFi-Universum auf. Das legt nahe, dass sie aufgrund der Ähnlichkeiten wohl als Vorbild dienten.

 

 

Warpskala

Warpskala
7 10 0 1
7/10
Total Score

Positiv

  • Fred Astaire in einer seiner letzten Rollen

Negativ

  • Geschichte sehr vorhersehbar
Melanie Frankl

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