Dieser Band bringt für Isabella Trent eine enorme persönliche Veränderung mit sich.

Alles normal, oder?
Jahrelang hat Isabella Trent die Drachen erforscht und sich damit einen Namen gemacht. Doch hätte sie es sich nicht träumen lassen, dass sie eines Tages ihr erworbenes Wissen auf eine besondere Art und Weise einsetzen soll. Sie erhält vom Militär den Auftrag, nach Akhien zu reisen, um dort Drachen zu züchten.
Die Mission klingt einfach, entpuppt sich allerdings als sehr schwierig. Weil niemand so genau weiß, wie man diese Wesen züchtet. Also muss sie erst wieder Grundlagenforschung betreiben. Und das in einem fremden Land, dass einer politischen Mine gleicht. Und dann ist da noch die Präsenz von Suhali, dem Mann, dem sie bei ihrer letzten Forschungsreise begegnet ist. Dieser behandelt sie allerdings distanziert. Wieso, wird erst später klar.
Im Labyrinth der Draken ist der vorletzte reguläre Band der Lady Trents Memoiren-Reihe. Was einem allerdings beim Lesen dieses Buches nicht auffällt. Vielmehr liest es sich wie ein normaler Roman der Buchserie.
Erneut auf große Reise
Marie Brennan schickt ihre Titelheldin einmal mehr auf große Reise. Dieses Mal geht es nach Akhien, dass die Autorin als ein sehr trockenes und heißes Land darstellt. Wie üblich verwendet sie sehr viel Zeit darauf, dieses Land und seine Leute näher vorzustellen. Sie betont einmal mehr die fremde Kultur, tut das allerdings wie üblich mit großem Respekt.
Es hilft natürlich, dass ihre Titelheldin einmal mehr kein kulturelles Fettnäpfchen auslassen kann. Einmal mehr sticht sie durch eine gewisse Weltfremdheit hervor. Man merkt, dass sie durch ihren Fokus auf die Drachen eben nur wenig soziale Erfahrungen gesammelt hat. Doch durch ihre freundliche und offene Art sowie dem offenkundigen Respekt gegenüber anderen Kulturen, schafft sie es auch wieder da heraus.
Das klingt jetzt natürlich sehr danach, als ob die Autorin einfach nur den Plot früherer Romane wiederkäut. Dem ist nicht der Fall! Denn ihre Figuren haben sich weiterentwickelt. Isabella Trent ist nicht mehr die Witwe, der es an Geld mangelt. Sie hat sich inzwischen einen gewissen Ruf in der Forschungsgemeinschaft erarbeitet und ist mittlerweile auch vermögend.
Es wird spannend
Was man diesem Roman anmerkt, ist, dass hier zum ersten Mal die ganzen Erfahrungen, die Lady Trent bislang angesammelt hat, zum Tragen kommen. Es ist faszinierend, wie sie aus einem zunächst einfachen Auftrag, Drachen zu züchten, schon bald mehr macht. Und so wichtige Elemente entdeckt, wie welche Spezies entsteht.
Es gibt außerdem in diesem Band ein Wiedersehen mit Suhali. Man hat ja bereits im letzten Roman eine gewisse Chemie zwischen ihm und Isabella Trent gemerkt. Darauf wird in dieser Geschichte weiter aufgebaut. Wobei er sie zu Beginn eher distanziert behandelt, was allerdings später glaubwürdig erklärt wird. Und dann entwickelt sich die Beziehung in eine Richtung, mit der man so nicht gerechnet hat.
Spannend wird dann der zweite Teil des Romans, wo es in das titelgebende Labyrinth geht. Hier kommt es zu einigen überraschenden Entwicklungen. Und ganz am Ende auch zu einer alles verändernden Entdeckung, über die ich nicht zu viel verraten möchte. Nur so viel: Ein Subplot, der die Reihe schon seit Anfang an begleitet, erhält eine dramatische Weiterentwicklung.
Es ist einfach wieder ein grandioser Roman.
Info
Autorin: Marie Brennan
Originaltitel: The Memoirs of Lady Trent 4: In the Labyrinths of Drakes
Übersetzung: Andrea Blendl
Verlag: Cross Cult
Erschienen: 11/2018
Einband: Taschenbuch
Seiten: 390
ISBN: 978-3-95981-806-3
Sonstige Informationen: Produktseite
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