Passend zur Halbzeit der Staffel geschieht in dieser Folge so einiges, was das Geschehen auf den Kopf stellt.
Erstmal tief Luft holen
Hiroshi (Takehiro Hira) hat von der Affäre seiner Mutter Keiko (Mari Yamamoto) mit Lee Shaw (Kurt/Wyatt Russell) erfahren. Dementsprechend wütend ist er auf sie. Erst nach und nach schafft er es, mit dieser Enthüllung fertig zu werden und seiner Mutter zu verzeihen.
Unterdessen reist die Gruppe nach Santa Soledad, weil dort Titan X das nächste Mal auftauchen soll. Apex ist bereits vor Ort und will das Programm von May (Kiersey Clemons) austesten, um so den Titanen unter Kontrolle zu bringen. Bedenken von May, dass ihre Arbeit noch nicht ganz ausgereift ist, werden einfach beiseite gewischt. Und auch Monarch ist unterwegs zu dem Dorf, brauchen allerdings noch ein Weilchen. Unterwegs treffen sie dabei auf Titan X.
Als die Credits von Furusato über den Bildschirm flimmerten, musste ich erst mal tief Luft holen. Die 46 Minuten, die diese Folge dauert, haben sich als eine Tour de Force entpuppt. Bei der so einige Plots abgeschlossen werden, aber gleichzeitig auch die Entwicklungen für die kommenden Episoden vorbereitet werden. Und an deren Ende es heißt, Abschied zu nehmen von einem Charakter, der die Serie geprägt hat.
Nicht Soaplastig
Vorab waren meine Bedenken, dass die Folge wieder arg soaplastig werden würde. Schließlich endete die letzte Episode damit, dass Hiroshi von der Affäre seiner Mutter erfuhr. Weshalb auch meine Befürchtung war, dass daraus jetzt ein großes Thema gemacht werden würde und da die ganze Zeit drauf herumgeritten wird. Obwohl er selbst bezüglich der ehelichen Treue ja ebenfalls kein Waisenknabe ist.
Doch diese Furcht wurde nicht bestätigt. Weil, vielleicht zum ersten Mal in dieser Serie, die Figuren sich wirklich als Erwachsene benehmen. Und über ihre Probleme reden, anstatt sich wie beleidigte Leberwürste aufzuführen. Genau dies macht diese Folge dann auch im Vergleich zu den anderen so großartig.
Natürlich geht es hier nicht nur allein um die Gefühle der Protagonisten. Schließlich ist diese Serie immer noch Teil des „Monsterverse“. Also müssen auch Titanen auftauchen.
Eine gute Idee
Und das bedeutet in diesem Fall, das Titan X wieder seine Aufwartung macht. Hier muss man die Macher von „Monarch: Legacy of Monsters“ wirklich loben. Ursprünglich hatte ich ja vermutet, dass diese Staffel King Kong gehören würde. Doch das ist ja nicht der Fall. Dadurch, dass sie Titan X eingeführt haben, konnten sie diesen Titanen in jeder Folge auftreten lassen, ohne dass es forciert wirkt. Sie können so eine Geschichte erzählen, die nicht Gefahr läuft, sich mit den chronologisch gesehen späteren Filmen zu beißen.
Und sie können so auch den Konflikt zwischen Apex und Monarch weiter thematisieren. Die Sympathien sind dabei klar auf der Seite von letzterer Gruppierung. Einfach, weil man mittlerweile weiß, dass Apex Dreck am Stecken hat. Ihre bisherigen Taten in dieser Season sprechen da ja einige eindeutige Sprache. Und Tim als Repräsentant von Monarch ist ebenfalls eindeutig sympathischer.
Diese Verteilung der Sympathien wird auch in dieser Folge weiter vorangetrieben. Weil man sieht, mit welcher Arroganz Apex auftritt. Mit welchen Mitteln sie vorgehen und wie wenig die Verantwortlichen auf die Meinung der Experten, in diesem Fall May, geben. Was sich dann natürlich am Ende rächt.
Es wird alles auf den Kopf gestellt
Das Finale der Folge stellt gleich in mehrfacher Hinsicht alles auf den Kopf. Zunächst schlägt der Versuch von Apex, Titan X zu kontrollieren, komplett fehl. Der Titan greift daraufhin wütend den Außenposten an und nur durch Glück können alle in diesem überleben.
Rückblenden können helfen
Es ist eine grandiose Folge. Ein großartiger Höhepunkt passend zur Halbzeit der zweiten Season. Und mal sehen, wie es jetzt weitergehen wird.
Informationen
Regie: Jeff F. King
Drehbuch: Andrew Colville
Showrunner: Chris Black
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