Review: Perry Rhodan 3124 – Wo die Äonenuhren schlagen

Lesezeit circa: 4 Minuten

Das Wissen der Navakan – zwei Gestrandete suchen einen Rückweg

Perry Rhodan 3124 - Wo die Äonenuhren schlagenTitel: Wo die Äonenuhren schlagen
Autor: Oliver Fröhlich
Zeichner: Dirk Schulz
Erschienen: Freitag, 2. Juli 2021

Worum geht es in diesem Roman?

Tondar der Krieger, die beiden Mutanten Anzu Gotijan und Bounder Haad werden von den nun verbündeten Navakan vor den angreifenden Parxen in einer der Äonenuhren in Sicherheit gebracht. Im Inneren der Äonenuhren enthüllen sich uralte Geheimnisse.

Der Leseeindruck bei Wo die Äonenuhren schlagen

Es mag an Anfang selbst oder an meiner Tagesform gelegen haben, aber direkt am Freitagabend konnte mich der Roman nicht für sich gewinnen. Dafür musste ich erst eine Nacht darüber schlafen. Oliver Fröhlichs Finale dieses Handlungsabschnittes fällt somit in die Kategorie Samstagsroman.

Samstagmorgens dagegen konnte der sich der Roman in seiner ganzen Pracht entfalten und es wurde noch als Einzelroman und als Handlungsabschnitt eines der Highlights des an Highlights nicht armen Zyklus. Der Roman verrät einiges über den Chaoporter und die auf ihm verpflichteten Hilfstruppen. Zudem schließt es die Lebensgeschichte Tondar aus dem 7 Gencluster ab, was dann zum guten Schluss doch eine echte Überraschung für mich war. Diese Wendung mag vielleicht etwas konstruiert wirken, hatte aber etwas poetisches und hinterließ beim Zuklappen des Heftes ein recht befriedigendes und leicht bittersüßes Gefühl.

Die Navakan werden zum Schluss etwas entzaubert und ich hätte da noch die ein oder andere Frage, wie den so der komplette Lebenszyklus der einzelnen Völker im Chaoporter so aussieht.

Keine gute Geschichte kommt ohne Antagonist aus. Dieser Roman ist da keine Ausnahme. Der Parxe Etrex Baibur ist da ein besonders unsympathisches Exemplar. Er geht bei der Erledigung seiner Ausgabe über Leichen, bevorzugt die seiner eigenen Leute. Zudem zeichnet er sich durch ein besonderes Maß an Inkompetenz aus. Das war mir dann fast schon einen Tacken zu realistisch, liefert aber die perfekte Erklärung wie am Schluss unsere Helden ihr Ziel doch noch erreichen.

Anzu Gotijan haftet bei mir noch etwas der Makel des letzten Zyklus und eine gewisse Beliebigkeit und Unglaubwürdigkeit an, scheint aber in diesem Zyklus eine gewichtige Rolle zuspielen. Die beiden neuen Mutanten Shema Ghessow und Damar Feyerlant gefallen mir in ihrer Auslegung ihrer Personen und Kräfte da deutlich besser, aber Anzus „loses Ende“ in Bezug auf höhere kosmische Mächte bietet da doch einen interessanten Ansatzpunkt, mit dem man dann vielleicht doch etwas gegen den Chaotarchen unternehmen kann.
Es bleibt also spannend und in Summe hat mir die Trilogie trotz einiger Schwächen in den Anfängen gut gefallen und Oliver Fröhlichs „Wo die Äonenuhren schlagen“ rundet den Handlungsabschnitt perfekt ab.

Wer neugierig geworden ist, dem sei natürlich neben der Lektüre des Romans selbst noch die YouTube-Version der Rezension empfohlen.

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Markus Gersting

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