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Im Labyrinth findet Trevor Belmont nicht nur eine gesuchte Person, sondern ebenso Monster.

Mehr Charaktermomente

Auf der Suche nach der Enkelin des Anführers der Sprecher stößt Trevor Belmont (Richard Armitage) auf eine unterirdische Anlage. Nicht nur gibt es dort künstliches Licht und Statuen, sondern ebenso einen Zyklopen, den er allerdings besiegen kann. Danach erwacht eine der Skulpturen zum Leben und entpuppt sich als die gesuchte Person.

Zurück an der Oberfläche drängt der Monsterjäger die Sprecher ein Mal mehr dazu, die Stadt zu verlassen, ehe er sie dann genervt verlässt. Allerdings lauern ihm die Leute des Bischofs auf und bringen ihn zu dem geistlichen Oberhaupt (Matt Frewer). Dieser stellt dem Belmont ein Ultimatum: Entweder verlässt er die Stadt vor Sonnenuntergang, oder aber er geht mitsamt den Sprechern unter.

Vergleicht man Labyrinth mit Nekropole, dann fällt einem auf, dass hier etwas mehr passiert als noch in der letzten Episode. Es gibt einige interessante Charaktermomente, aber ebenso einiges an netter Action. Dennoch merkt man auch hier wieder die Schwächen der Serie.

Eine interessante Begegnung

In dieser Episode lernt man mit Sypha Belnades die Enkelin des Sprechers kennen. Dabei zeigt sich, dass sie die Sturheit ihres Großvaters geerbt hat und genau wie er nicht bereit ist, die Menschen der Stadt ihrem Schicksal zu überlassen. Auch wenn diese darauf aus sind, sie zu töten. Sie lässt sich, wie ihre Kollegen, nicht einschüchtern, ist immerhin so vernünftig, am Ende der Folge dem Vorschlag Trevor Belmonts zu folgen und sich in Sicherheit zu begeben.

Interessant ist dann in Labyrinth die Begegnung mit dem Bischof. Das Gespräch zwischen ihm und Trevor ist dabei sehr erhellend, weil man viel über die Persönlichkeit des Kirchenoberhaupts erfährt.

Zunächst einmal wird klar, dass er sehr opportunistisch veranlagt ist. Das zeigt sich daran, dass er Trevor anbietet, die Stadt zu verlassen, ehe die Kirche den Mob loslässt. Solange der Vampirjäger ihm sagt, wo die Sprecher sind, natürlich. Seine Argumente, wieso er so agiert, sind dabei sehr verworren und merkwürdig. Wie der Belmont anmerkt, scheint der Bischof seine eigene Propaganda zu glauben, auch wenn diese keinen Sinn ergibt.

Eine für Trevor Belmont wichtige Folge

Was sein wahres Ziel ist, erfährt man dann am Ende der Szene in Labyrinth. Heimlich sagt er, dass er in der Kirchenhierarchie aufsteigen möchte. Dabei wird klar, dass er den Tod Unschuldiger und den Untergang der Walachei bereits einkalkuliert hat, um ans Ziel zu gelangen. Das ist natürlich beunruhigend und macht klar, welche Gefahr dieser machthungrige Kirchenmensch darstellt.

Dabei ist diese Folge für Trevor Belmont essentiell. Er, der sich vorher versteckt hat, der lieber besoffen durchs Leben gelaufen ist, entscheidet sich am Ende der Episode dafür, nicht mehr länger das Erbe seiner Familie zu verstecken, sondern sich glasklar zu den Idealen seines Clans zu bekennen. Es ist ein mächtiger Moment, vielleicht sogar der beste in dieser Folge.

Labyrinth zeigt dabei ein Mal mehr, dass Belmont sich darauf versteht zu kämpfen. Seien es Monster oder die bewaffneten Kirchenleute: Stets bewahrt er einen kühlen Kopf und schafft es, sie zu besiegen oder für die Verteidigung seines Lebens zu nutzen. Dabei zeigt sich auch, wie geübt er im Umgang mit diversen Waffen ist. So nutzt er beispielsweise beim Kampf gegen den Golem seine Peitsche, um eine Klinge aus dem Körper des Gegners zu holen und sie in dessen einzigen Schwachpunkt zu werfen, dem Auge.

Man hat es mit einer charakterintensiven Folge zu tun, deren einziges Manko wieder das schwache Ende ist. Erneut endet sie einfach so, wobei das Bemühen, Spannung aufzubauen, in der Luft zerfasert. Hoffentlich wird dies mit der nächsten Folge, die ja auch das Staffelfinale darstellt, besser.

 

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Götz Piesbergen
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