Kampfstern Galactica
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Review Kampfstern Galactica 24 – Die große Schlacht

Lesezeit circa: 5 Minuten

Im Staffelfinale, das auch gleichzeitig das Serienfinale der Originalserie ist, setzt Adama alles auf eine Karte. Er hat es satt wegzulaufen und riskiert die Zukunft der Flotte durch einen Frontalangriff auf einen einzelnen Basisstern.

Funkspruch aus der Vergangenheit

Mitten in der Nacht zeigt Apollo Sheba, Cassiopeia und Starbuck die letzte Aussichtskuppel der Galactica. Auf einen Knopfdruck hin öffnet sich die Hülle der Kuppel und gibt die Sicht auf den Sternenhimmel frei. Zu früheren Zeiten wurde die Kuppel zu Navigationszwecken genutzt. Apollo hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die Geräte in seiner Freizeit wieder zu reparieren. Vor allem Sheba ist begeistert von den Gerätschaften. Die Scanner sind ausgerichtet auf Gamma-Frequenzen mit großer Reichweite, die schon lange nicht mehr genutzt werden. Plötzlich bemerkt Sheba, dass ein Signal hereinkommt. Sie können es nur kurz halten, aber sie schaffen es, die kurze Sequenz aufzuzeichnen.

Die vier schleichen sich in das Mannschaftsquartier und wecken Boomer. Schnell können sie sein Interesse wecken. Da Dr. Wilker zur Zeit nicht an Bord ist, sind sie auf sein Wissen angewiesen. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder das Signal ist harmonisch und somit sehr nah oder aber aufgrund der Schwäche intergalaktisch, das könnte bedeuten, dass es schon sehr lange unterwegs ist und viele Jahre alt sein könnte.

Adama beschließt herauszufinden, ob es ein harmonisches Signal sein könnte. Die Scanner der Galactica entdecken ein Planetensystem in Richtung der Übertragung. Da sie zu weit entfernt sind, entsendet Adama eine Patrouille, um Genaueres herausfinden zu lassen. So machen sich Sheba, Apollo und Starbuck auf den Weg, um die fünf Planeten des Systems zu erkunden. Keiner der Planeten ist bewohnt, allerdings entdeckt Starbuck hinter dem dritten einen Basisstern der Zylonen. Die Krieger können geradeso unentdeckt entkommen und erstatten auf der Galactica Bericht.

Ein wagemutiger Plan

Adama nimmt an, dass die Zylonen das Signal gefälscht haben, um die Galactica in eine Falle zu locken. Apollo ist jedoch nicht überzeugt und klammert sich an den Gedanken, dass der Funkspruch doch von anderen Menschen stammen könnte. Offensichtlich haben die Zylonen einzelne Basissterne über die ganze Galaxis verteilt, um die Flotte aufzuspüren. Aufgrund der Platzierung würde die Flotte zu einem großen Umweg gezwungen werden; so beschließt Adama, einen direkten Angriff zu wagen. Es ist ja nur ein einzelner Basisstern. Die Galactica sollte mit ihm fertig werden. Der Plan sieht vor, dass die Viperpiloten die Zylonenjäger weglocken, damit die Galactica den Basisstern aus dem Hinterhalt vernichten kann. Colonel Tigh informiert die Piloten. Jeder Pilot darf sich aus diesem Anlass in der Offiziersmesse zu einem Freigetränk versammeln. Lediglich Apollo bleibt zurück, um gemeinsam mit Adama das Modell des Basissterns zu betrachten. Apollo kommt die Idee, dass die Galactica eine größere Chance hätte, sich unbemerkt zu nähern, wenn die Kommandozentrale ausgeschaltet wäre. Das könnte aber nur von innen geschehen. Starbuck und er könnten mit Baltars Zylonenjäger auf dem Basisstern landen. Jedoch ist Starbucks Erinnerung an seine Gefangennahme zu ungenau, um zu wissen, wo sich die Kommandozentrale befindet.

Adama lässt daraufhin Baltar vom Gefängnisschiff zu sich bringen. Er macht ihm ein Angebot: Im Gegenzug zu den notwendigen Informationen wird er mit Proviant und Unterkunftsmöglichkeiten auf einem bewohnbaren Planeten ausgesetzt und erhält so seine Freiheit zurück. Baltar handelt noch eine Möglichkeit zur Kurzstreckenkommunikation heraus. Freigelassen wird er allerdings erst, wenn der Basisstern erfolgreich zerstört wurde.

Der Angriff

Starbuck erhält von Boomer einen Sender, der ihr Schiff durch einen roten Punkt als von ihnen geflogen identifiziert. Ansonsten laufen sie Gefahr, einfach abgeschossen zu werden. Starbuck sagt im Scherz, dass wenn der Sender nicht funktionieren sollte, sie einfach mit dem Zylonenjäger wackeln würden. Vor dem Abflug bittet Cassiopeia Starbuck noch um ein Gespräch, so bleiben Sheba und Apollo alleine im Zylonenjäger zurück. Sheba möchte zuerst mitfliegen und macht Apollo Vorhaltungen, dass er seit Serenas Tod versucht, sich selbst auf einer halsbrecherischen Mission nach der anderen umzubringen. Sheba versucht ihn davon zu überzeugen, dass auch sie nach dem Verlust der Pegasus einsam ist, und sie es doch zusammen versuchen könnten. Auch Cassiopeia ist wütend auf Starbuck. Die beiden Piloten werden so emotional verabschiedet und hoffen darauf, nach ihrer Rückkehr die Beziehungen weiterführen zu können.

Laut Baltar sollten sie unbemerkt auf dem Basisstern landen können, man würde wohl zuerst von Kommunikationsproblemen ausgehen. Die Kommandozentrale befindet sich unter dem Kern und wird in der Regel nur von einem Zylonen bewacht. In der Tat können die beiden im Schwarm einer zylonischen Patrouille landen und relativ unbemerkt zu ihrem Ziel gelangen. Die Viperstaffeln schaffen es, die übrigen Jäger wieder vom Basisstern wegzulocken. Sie können den einzelnen Zenturio ausschalten und die Sprengladungen entsprechend anbringen. Als ein weiterer Zenturio den Raum betritt, gelingt es Apollo, ihn zurückzudrängen. Auf der Flucht zurück zum Jäger verliert Starbuck jedoch den Sender. Die Sprengladungen zünden und die Galactica kann sich ungesehen nähern. Die Schlacht wird hart geführt. Letzten Endes gelingt es der Galactica, den Basisstern zu zerstören. Allerdings gibt es keine Spur von Starbuck und Apollo. Als sich ein einzelner Zylonenjäger der Galactica nähert, befiehlt Tigh den Abschuss. Allerdings entdeckt Boomer gerade noch rechtzeitig, dass das Schiff wackelt.

Anstatt die Siegesfeier zu besuchen, ziehen sich Apollo und Starbuck erneut in die Aussichtskuppel zurück. Boomer hat einen Signalverstärker gebastelt, da Apollo weiterhin die Hoffnung hegt, ein Signal der Erde zu empfangen. Starbuck überredet Apollo schließlich, doch zur Party zurückzukehren. Beim Verlassen der Kuppel betätigt er aus Versehen einen Knopf und unbemerkt von den beiden Piloten empfängt der Scanner eine weitere Übertragung. Es könnte sich dabei um die Apollo-Mondlandung der uns bekannten Erde handeln. Allerdings bekommt das niemand mit.

Fazit

Die Folge wäre ein gelungenes Staffelfinale gewesen. Das Ende ist durchaus positiv, sowohl die Beziehung von Cassiopeia und Starbuck als auch die erste Annäherung zwischen Sheba und Apollo sind vielversprechend. Dass die Serie hier ihr Ende gefunden hat, ist unter diesen Gesichtspunkten mehr als schade. Vor allem der zeitliche Ablauf mit der Apollo-Mondlandung passt später nicht mehr zur wiederaufgenommenen Fortsetzung Galactica 1980, die ihn Deutschland ebenfalls als Kampfstern Galactica lief.

 

Warpskala

Warpskala
8 10 0 1
8/10
Total Score

Positiv

  • Gelungenes Staffelfinale mit positivem Ausklang
  • Charaktereigenschaften werden geschärft und genauer gezeichnet.

Negativ

  • Ausgang der Schlacht wird sehr schnell erreicht.
  • Weder der Rat der Zwölf noch Boxey werden erwähnt.
Melanie Frankl

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