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In Zeitklippen kommt es zu interessanten Enthüllungen.

Es geht weiter …

Die progonautische Expedition ist ins All vorgestoßen und hat ein Sonnensystem mit jeder Menge Rätsel entdeckt. Ein Planet wird vermisst und ist vermutlich schon zu einer Zeit verschwunden, die eigentlich nicht möglich sein sollte. Und auf einer anderen Welt werden die Überbleibsel zahlreicher Technokleriker gefunden. Wobei sich schon bald herausstellt, dass dies nicht das einzige Mysterium ist, das auf die Expeditionsmitglieder wartet.

Das Sonnensystem sieht sich derweil wieder einem Angriff ausgesetzt. Ein Kraken-Wächterschiff erweist sich als nahezu unbesiegbar, auch wenn ihm alles entgegengeworfen wird, was die Bewohner des Systems aufzubieten haben. Und die Technokleriker mit ihrer Politik der Gewaltlosigkeit sind keine große Hilfe. Wobei sich bei ihnen etwas Dramatisches entwickelt.

Mit dem achten Nebular Sammelband 8: Zeitklippen schreibt Thomas Rabenstein die aktuelle übergreifende Storyline weiter fort. Er baut immer mehr Elemente ein, die sich um das Thema Zeitparadoxon drehen sowie sich mit Wissen über die Zukunft beschäftigen. Und zeigt dabei, dass selbst einige der größten Verbündeten der Menschheit ein dunkles Geheimnis tragen.

Die Menschheit steht nicht alleine

Wenn es jemanden gibt, der dabei von den Ereignissen dieses Bandes profitiert, dann sind es die Technokleriker. Der Autor zeigt wiederholt, wie mysteriös diese Wesen für Außenstehende sind und wie nervig deren absolute Gewaltlosigkeit sein kann. Doch gleichzeitig fängt er in den hier gesammelten Geschichten immer mehr damit an, auch deren Perspektive einzunehmen, mit einer überraschenden Entwicklung am Ende.

Dabei gefällt, wie Thomas Rabenstein in Zeitklippen beschreibt, wie die Menschheit nicht alleine steht. Dass sie mittlerweile viele verschiedene Alliierte und Mitbewohner haben, die ihr im Kampf ums Überleben zur Seite stehen. Auch wenn diese Bemühungen am Ende im Prinzip umsonst sind, weil sich ihr Gegenspieler als schier übermächtig erweist.

Wobei hier ein Mysterium aufgebaut wird, dass sicherlich noch die nächsten Bände wichtig wird. Es stellt sich nämlich heraus, dass der Aggressor einleuchtende Gründe für sein Verhalten hat. Und dass die Ursachen dafür in der Vergangenheit zu suchen sind.

Und wieder wird das Sonnensystem angegriffen

Trotzdem muss man ebenso sagen, dass es nervt, dass das Sonnensystem in Zeitklippen erneut angegriffen wird. Diesen Plot hat Thomas Rabenstein seit Beginn seiner Nebular-Reihe mittlerweile zu oft verwendet. Auch die Tatsache, dass der Feind selbstverständlich übermächtig ist und nur mit enormer Kraftanstrengung gerade so ansatzweise in die Schranken verwiesen kann, sowie natürlich der einen oder anderen zufällig zeitlich passenden Erfindung, nervt. Es wäre schön, dass, wenn das Sonnensystem dieses Mal endlich befreit wird, die nächste Invasion bzw. der nächste Angriff lange auf sich warten lassen wird.

Ebenso stört auch diese schon fast provozierend vor sich her getragene Gewaltlosigkeit der Technokleriker. Im Prinzip wäre diese technoorganische Spezies ein wertvoller Verbündeter der Menschheit. Doch wann immer diese angegriffen wird, verschanzen sich diese Alliierten hinter ihren Idealen und müssen erst mühsam dazu gebracht werden, sich dennoch einzumischen. Wobei man fairerweise auch sagen muss, das Thomas Rabenstein diese Charaktereigenschaft für die weitere Entwicklung dieser Spezies am Ende seines Bandes nutzt.

Bauchschmerzen bereitet zudem das Zeitparadoxon. Allgemein löst die zunehmende Verwendung von Zeit-Elementen in der Handlung von Zeitklippen nicht eben Begeisterung aus. Das liegt einfach daran, dass sie längst nicht so unterhalten können, wie die Handlungselemente der ersten Bände, mit der Bedrohung der Parasitengalaxie sowie der dunklen Bruderschaft. Von denen man auch schon seit Ewigkeiten nichts mehr gehört hat, obwohl sie im Grunde genommen immer noch existent sein sollten.

Nachdem die letzten Sammelbände durch die Bank weg begeistern konnten, ist dies wieder ein kleiner Flopp, der in einem zwiegespaltene Gefühle auslöst.

Nebular Sammelband 8 Zeitklippen
Cover © Thomas Rabenstein

Autor: Thomas Rabenstein
Titel: Nebular Sammelband 8: Zeitklippen
Verlag: SciFi-World
Erschienen: 01/2021
Einband: eBook
Seiten: 402

 

 

 

 

 

 

 

 

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  • Unterstützung der Menschheit
  • Entwicklung der Technokleriker

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  • Sonnensystem wird schon wieder angegriffen
  • Gewaltlosigkeit der Kleriker nervt
Götz Piesbergen
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