Review: Star Trek Lower Decks 12 – Kayshon, seine Augen offen

Lesezeit circa: 6 Minuten

In Kayshon, seine Augen offen wird der alte Status Quo in Lower Decks hergestellt, ohne, dass die bisherigen Veränderungen negiert werden.

Die neuen stellen sich vor

Die Cerritos soll einem Sammler helfen, die Sammlung eines verstorbenen Rivalen zu untersuchen. Mit dieser Aufgabe werden die Unterdeckler Becket Mariner  (Tawny Newsome ), D’Vana Tendi (Noël Wells) und Sam Rutherford (Eugene Cordero) betreut. Sie werden dabei von dem neuen Sicherheitsoffizier des Schiffes Kayshon (Carl Tart) und einem neuen Unterdeckler namens Jet Manhaver (Marcus Henderson) begleitet. Doch kurze Zeit, nachdem sie an Bord des anderen Raumschiffes angekommen sind, wird ein Sicherheitssystem aktiviert, das ihnen allen nach dem Leben trachtet.

Brad Boimler (Jack Quaid ) und die Titan müssen sich weiterhin mit den Pakleds auseinandersetzen. Dabei ist der ehemalige Unterdeckler von den ständigen Hetzjagden durch diese Spezies extrem gestresst und überfordert. Dennoch erklärt er sich bereit, mit anderen Mitgliedern des Schiffes auf eine Undercovermission zu gehen, die allerdings gewaltig schiefläuft.

Kayshon, seine Augen offen wurde groß mit dem Debüt eines neuen Sicherheitsoffiziers beworben. Der titelgebende Offizier ist ein Tamarianer, eine Spezies, die sich in ihrer Standardsprache nur in Metaphern ausdrückt. Es handelt sich hierbei erst um den zweiten Auftritt eines Vertreters von diesem Volk, die zuvor ihr Debüt in der TNG-Episode Darmok gaben. Deshalb war man als Zuschauer umso gespannter darauf, wie Lower Decks mit der Eigenheit seiner Rasse umgehen würde und ob sie es zu einem Running Gag machen würden.

Ruhekopf trifft Hitzkopf

Am Ende haben sich die Macher eine ebenso einfache, wie naheliegende Lösung einfallen lassen. Sie nutzen den Universalübersetzer, jenes Multifunktionsgerät, dass jeder Sternenflottenoffizier bei sich trägt. Wobei der manchmal Aussetzer hat, die jedoch Kayshon bemerkt und dann nochmal neu ansetzt, um es anschließend entsprechend dieses Mal richtig zu sagen. Gerade diese Aussetzer sind immer ein Quell des Humors, wobei der Einsatz jenes Mittels nie übertrieben daher kommt.

Doch ist dies nicht der einzige Charakter, der in Kayshon, seine Augen offen eingeführt wird. Mit Jet Manhaver wird ein neues Besatzungsmitglied, ein neuer Unterdeckler vorgestellt. Jemand, der mit seiner Vernunft und Nüchternheit sich ständig mit Mariner reibt, die ja wiederholt mit dem Kopf durch den Wand will. Der Kontrast zwischen den beiden Sturköpfen wird sehr schön ausgearbeitet. Gleichzeitig wird ebenso deutlich gemacht, dass es zwischen den beiden auch Gemeinsamkeiten gibt. Genau wie der Sicherheitsoffizier ist er jemand, der für die Zukunft der Serie viel Potential bietet.

Sehr schön ist ebenfalls, dass in der Story auch darauf geachtet wird, Tendi und Rutherford wenigstens ein paar Momente zu geben, in denen sie was zur Handlung beitragen können. Und diese sind für ihre charakterliche Entwicklung wertvoll. Vor allem bei der Orionierin erhält man Eindruck, dass ihr Charakter weiter an Tiefe gewinnt. Gemeint ist hierbei der Moment, wo sie zum ersten Mal Frust verbalisiert, nur um sich sofort zu bremsen und dabei erneut ihre freundlich und höfliche Persönlichkeit aus der ersten Season zeigt. Nur, dass das in diesem Moment wie eine Maske wirkt, die sie nur deshalb aufsetzt, um niemanden wehzutun. Ebenso wird ihre Chemie mit Rutherford betont, als die beiden gemeinsam auf eine Möglichkeit kommen, um mit den anderen aus einer misslichen Lage zu entfliehen.

Herrlicher Humor

Dabei kann der Humor von Kayshon, seine Augen offen bei diesen Szenen besonders überzeugen. Vor allem der Moment, wo der Sicherheitsoffizier in eine Handpuppe verwandelt wird, hat etwas herrlich Absurdes an sich. Genauso, wie dann alle damit umgehen oder wenn die Schiffsärztin T’Ana (Gillian Vigman) schier aus ihrer Haut fährt, als ein anderer Offizier sich nicht an ihre Anweisungen im Umgang mit der Puppe hält.

Doch auch Brad Boimler kommt nicht zu kurz. Hier wird das weiter fortgeführt, was man gegen Ende der letzten Folge „Seltsame Energien“ gesehen hat. Einen Boimler, der von der Action auf der Titan überfordert ist. Was im Laufe dieser Episode ein Mal mehr betont wird. Doch ebenso sieht man, wie er mit der Situation wächst, wie er sich nicht unterkriegen lässt und selbst dann, als er in Panik ist, versucht das Leben seiner Mitoffiziere und sich selber zu retten.

Und was daraufhin geschieht, ist wirklich sehr clever! Daher Spoilerwarnung, da jetzt auf das Ende von Kayshon, seine Augen offen eingegangen wird.

Spoileralarm

Spoiler nach den Punkten
.
.
.
.
.
.
.
Es kommt zu einem Transportervorfall, so dass Brad Boimler wie auch einst William Riker in Riker:2=? oder Captain James T. Kirk in Kirk : 2 gleich? dupliziert wird. Am Ende bleibt das Double zurück auf der Titan, derweil das Original sich zurück auf die Cerritos versetzen lässt, wo ihn seine alten und neuen Kameraden freudig begrüßen.

Auf dieser Weise ist es Lower Decks gelungen, einerseits den alten Status Quo der Serie, dass die Schicksale von vier Unterdecklern auf eine Sternenflottenschiff der zweiten Reihe dargestellt werden, wieder herzustellen. Und doch gleichzeitig alle Veränderungen, die in allen bisherigen Folgen geschehen sind, beizubehalten. Becket Mariner versteht sich immer noch gut mit ihrer Mutter, D’Vana Tendi zeigt mehr Persönlichkeit und ein Brad Boimler dient auf der Titan.

Durch dies und durch die anderen neuen Charaktere, die jetzt in Kayshon, seine Augen offen eingeführt wurden, wurde eine neue Ausgangssituation erschaffen, die viel Spannung und Potential bietet. Damit kann die zweite Staffel richtig losgehen. Und für den Fan wird es garantiert jede Menge spannende und abwechslungsreiche Geschichten geben!

Wir brauchen euren Support!

 

Viele Magazine im Web werden über Werbung finanziert. Wir haben bewusst darauf verzichtet, damit euer Erlebnis auf unserer Seite möglichst ungestört ist. Wir bieten euch News, Reviews, Artikel, Videos und einen Podcast zu mittlerweile fast allen Bereichen der Phantastik. Wir haben keinen Clickbait, keine Fakenews und auch keine Paywall.

 

Die Kosten steigen, die wenigen Einnahmen sinken, auch dank der derzeitigen Situation. Wir wollen uns keine goldene Nase verdienen, aber es wäre schade, wenn wir die Seite irgendwann deswegen einstellen müssten.

 

Es ist auch ganz einfach. Ihr könnt uns regelmäßig ab 1 € monatlich bei Steady unterstützen, einmalig per PayPal oder ihr werft einfach mal einen Blick in unseren warpShop. (Die Shirts sind erste Sahne, Ehrenwort!)

 

Wenn ihr euch für eine Tätigkeit bei uns interessiert, dann ist die Seite MITMACHEN genau richtig.

 

Für den Fall, dass ihr noch mehr Infos haben wollt, findet ihr diese unter SUPPORT US. Dort findet ihr auch unsere Ref-Links.

 

Wir danken euch.

Götz Piesbergen
Letzte Artikel von Götz Piesbergen (Alle anzeigen)

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: