Cate Blanchett

Spotlight: Cate Blanchett

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Dia australisch-amerikanische Schauspielerin gehört zu den großen Namen Hollywoods. Ihr Weg führte sie nicht nur ins historische England, sondern auch nach Mittelerde und Asgard.

Cate Blanchett wurde am 14. Mai 1969 in Melbourne unter dem Namen Catherine Élise Blanchett geboren. Ihre Mutter June arbeitete als Lehrerin und ihr Vater war bei der US Navy. Das Kennenlernen der beiden war fast schon filmreif. Sie trafen sich in Melbourne, als das Schiff von Robert DeWitt Blanchett Jr. mit einem Schaden in den Hafen einlaufen musste. Er blieb und fasste später im Bereich Marketing Fuß. Cates älterer Bruder Bob wurde 1968 geboren und ihre jüngere Schwester Genevieve kam 1971 zur Welt. Leider verstarb der Vater bereits früh an einem Herzinfarkt als Cate gerade mal 10 Jahre alt war.
Zunächst begann sie ein Studium der Wirtschaftswissenschaften und Kunst an der University of Melbourne. Nach einem Jahr brach sie das Studium jedoch ab und begann zu reisen. In Ägypten wurde sie als Statistin für den Film Kaboria (1990) angeworben und kam auf den Geschmack der Schauspielerei. Zurück in Melbourne spielte sie zunächst Theater und zog dann nach Sidney. Dort schloss sie 1992 das National Institute of Dramatic Art mit einem Bachelor in Bildenden Künsten ab.

Die Reise beginnt

Bereits kurz nach ihrem Abschluss erhielt Blanchett Auszeichnungen für ihre Leistungen auf der Bühne. Neben ihrer Arbeit am Theater trat sie erfolgreich in verschiedenen australischen Fernsehserien auf. An der Seite von Glenn Close und Frances McDormand spielte sie 1997 in ihrem ersten Kinofilm Paradise Road. Ihren endgültigen Durchbruch schaffte Blanchett 1998 mit der Darstellung von Königin Elisabeth I. im Drama Elizabeth, für die sie den Golden Globe erhielt und für den Oscar nominiert wurde.
Ab hier ging es Schlag auf Schlag. 2001 übernahm sie zum ersten Mal die Rolle der Elbenherrscherin Galadriel in den Verfilmungen von Der Herr der Ringe unter der Regie von Peter Jackson. An der Seite von Matt Damon und Jude Law war sie im selben Jahr in Der talentierte Mr. Ripley zu bestaunen. Für ihre Arbeit an den Filmen Die Liebe der Charlotte Gray (2001) und Die Journalistin (2003) erhielt sie weitere Auszeichnungen. Unter der Regie von Martin Scorsese brillierte sie als Katharine Hepburn in Aviator (2004).

Ehrungen

Insgesamt wurde Cate Blanchett sechs Mal für den Oscar nominiert. Im Jahr 2005 wurde sie als beste Nebendarstellerin für ihre Rolle in Aviator ausgezeichnet und 2014 als beste Hauptdarstellerin für Blue Jasmine. Nominiert wurde sie zudem für Elizabeth (1999), Tagebuch eines Skandals (2007), Elizabeth – Das goldene Königreich (2008), I’m not There (2008) und Carol (2016). Für den Golden Globe erhielt sie sogar elf Nominierungen und ging bislang drei Mal mit der Trophäe nach Hause, 1999 für Elizabeth, 2008 für I’m not There und 2014 für Blue Jasmine.
Natürlich erhielt Blanchett weitere Auszeichnungen für ihre Arbeit und wird in der Zukunft sicher noch öfter Dankesreden halten.
Eine große Ehre wurde Blanchett 2008 zu Teil, als sie einen Stern auf dem berühmten Walk of Fame in Los Angeles erhielt. Steven Spielberg sagte in seiner Ansprache über sie, es gäbe keine Grenzen, für das, was Cate kann.

Cate Blanchett

Weitere Stationen

Im Frühjahr 2006 gab Blanchett mit der Sydney Theatre Company ein erfolgreiches Bühnendebut mit Henrik Ibsens Hedda Gabler an der Brooklyn Academy of Music. An der Seite von Brad Pitt spielte sie in Alejandro Gonzáles Inarritus Babel. Für ihre Rolle in Tagebuch eines Skandals erhielt sie weitere Nominierungen und Auszeichnungen. Es folgte 2008 die Fortsetzung Elizabeth – Das goldene Königreich. Besonders anerkennenswert ist auch ihre Darstellung Bob Dylans in Todd Haynes’ Filmbiographie I’m not There. Blanchett ist eine wahrlich wandelbare Schauspielerin.
Besonderen Spaß bereitete ihr die Rolle der russischen Agentin in Steven Spielbergs Indiana Jones und der Kristallschädel. Weitere erwähnenswerte Stationen sind Der seltsame Fall des Benjamin Button (beide 2008) und Blue Jasmine (2013) unter der Regie von Woody Allen. Im Jahr 2017 konnte Kevin Feige sie für das Marvel Cinematic Universe gewinnen. Als ältere Schwester von Thor und Loki stürzte sie als Hela, Göttin des Todes, Asgard ins Verderben. Nur der Feuerdämon Surtur konnte sie aufhalten, nachdem Thor und Loki Ragnarök heraufbeschwört hatten.
Zuletzt konnte man Blanchett in der Netflix-Produktion Don’t look up (2021) sehen, wo sie die Rolle der Journalistin Bree Evantree übernahm. Unter der Regie von Guillermo del Toro spielte sie neben Bradley Cooper auch in Nightmare Alley, der Verfilmung des Buches Der Scharlatan von William Lindsay Gresham.

Privatleben

Cate Blanchett und Andrew Upton gaben sich 1997 das Jawort. Sie und der Drehbuchautor lernten sich 1996 bei Dreharbeiten kennen. Zuerst kamen sie nicht miteinander aus bis der Funke schließlich bei einer Party übersprang. Nur drei Wochen später beschlossen sie zu heiraten. Im Jahr 2001 kam Dashiell John zur Welt, 2004 folgte Roman Robert und 2008 Ignatius Martin. Das Paar adoptierte 2015 eine Tochter namens Edith Vivian Patricia.
Die Familie lebt abseits des Glamour-Daseins von Hollywood. Cate und Andrew führen eine stabile Beziehung, was im Business durchaus eine Seltenheit darstellt.

Cate Blanchett im Web

Melanie Frankl

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