Ein Streich führt zu einem „Krieg“ zwischen dem Kriegscollege und der Sternenflottenakademie.
Und los geht’s!
Mit zum Ausbildungsprogramm der Sternenflottenakademie gehört auch physische Ertüchtigung. Der Kurs wird parallel zu dem des Kriegscollege durchgeführt. Deren Mitglieder den Akademiekadetten einen ziemlich fiesen Streich spielen.
Wutentbrannt beschließen diese, sich zu revanchieren. Sie fordern die Gegenseite zu einem Spiel heraus. Und bereiten sich darauf vor. Wobei es allerdings vorab zu klären gilt, wer die Gruppe anführt. Es gibt zwei Kandidaten, die beide sehr ehrgeizig sind, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen.
Mit den ersten beiden Episoden ist die Vorarbeit geleistet. Womit mit Vitus Reflux die eigentliche Serie anfangen kann. Das heißt, die Folge kann sich darauf fokussieren, die zuvor eingeführten Figuren weiter auszubauen und bestimmte Plots weiterzuentwickeln.
Hier haben zwei gefunden
Das merkt man auch an dieser Folge. Sie fokussiert sich zwar hauptsächlich auf Darem Reymi und Genesis Lythe. Doch gleichzeitig werden ebenso die anderen Mitglieder der Akademie weiterentwickelt. Womit nicht nur die Kadetten gemeint ist, sondern ebenso die Lehrkräfte.
Der Tonfall dieser Episode ist deutlich humorvoller, als in den letzten beiden Folgen. Was unter anderem daran liegt, dass Jett Reno und Thok deutlich präsenter sind. Und schon allein das auftauchen von Ersterer ist ein Garant für erstklassig trockenen Humor. Weshalb es auch ein pures Vergnügen ist, wenn man mitkriegt, wie sie und die Jem’Hadar/Klingonin-Mischling sich gegenseitig die Bälle zuspielen. Dabei gibt es einige Überraschungen, als man nämlich erfährt, dass die beiden ein Paar sind. Und man muss sagen, dass die beiden sich perfekt ergänzen. Insofern ist dies eine Enthüllung, die passt.
Ansonsten fokussiert sich die Episode auf den Wettbewerb zwischen dem Kriegscollege und der Sternenflottenakademie. Das College wurde in der letzten Folge Betatest eingeführt und ist eine direkte Konsequenz des Brands gewesen. Es ist ein interessantes Konzept und dass es hier dazu führt, dass es zu Reibereien kommt, ist nicht verwunderlich. Einfach schon deshalb, weil die philosophischen Ansichten der jeweiligen Gruppen komplett unterschiedlich sind.
Es ist schön, wenn die Figuren sich weiterentwickeln
Was diese Episode auch gut zeigt, ist, dass der Versuch, die Gegenseite mit ihren eigenen Mitteln zu schlagen, keine gute Idee ist. Zwar gelingt es der Akademie, ein paar Achtungstreffer zu landen. Aber die reichen nicht aus, um in dem Konflikt zu bestehen. Was vermutlich auch den Anführern liegen könnte.
Sowohl Darem wie ebenso Genesis werden als zwei sehr ehrgeizige Personen präsentiert. Man erfährt ihre jeweiligen Gründe dafür, die beide zwar sehr unterschiedlich ausfallen, jedoch gleichzeitig auch für sorgen, dass ihr Ehrgeiz nicht nervig ausfällt. Vor allem Darem macht im Laufe der Folge eine erstaunliche Entwicklung durch, so das eine Entscheidung von ihm am Ende absolut glaubwürdig wirkt.
Auch Caleb erhält seine Momente. Er steht in dieser Folge zwar nicht so sehr im Vordergrund, wie es bei den letzten beiden Episoden der Fall war. Er hat allerdings genügend Momente, damit er sich ebenfalls weiterentwickeln kann. In diesem Fall ist es so, dass man mitkriegt, wie er, der einsame Wolf, zwangsläufig zu einem Teamplayer wird.
Der Humor zündet nicht
Eigentlich müsste dies eine großartige Folge sein. Jede Menge stimmige Charakterisierungen, viel Humor, alles bestens? Nicht wirklich.
Vor allem der Humor ist es nämlich, der stellenweise sehr erzwungen wirkt. So manch lustiger Moment wirkt forciert und mag nicht überzeugen. Erstaunlicherweise trifft dies auf einen Großteil der Szenen von Holly Hunters Charakter, deren Manierismen und Exzentrizitäten hier stellenweise wie aufgesetzt wirken. Was insofern schade ist, als dass die Figur bislang immer ein Highlight war.
Auch wirkt der gesamte Konflikt zwischen Akademie und Kriegscollege stark gestreckt. So manche Wendung hätte nicht sein müssen, weil sie die Laufzeit künstlich verlängert. Eine viertel Stunde weniger hätte dem Plot und damit ebenso der Episode selbst gut getan.
Trotzdem ist dies weiterhin eine gute Folge.
Info
Regie: Doug Aarniokoski
Drehbuch: Kiley Rossetter & Alex Taub
Showrunner: Alex Kurtzman, Noga Landau
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