[Game] Star Trek Timelines

Lesezeit circa: 5 Minuten

Mobile Games gibt es wie Sand am Meer und bisher war auch Star Trek nicht verschont geblieben. Dabei ähneln sich viele Mobile Games aber im Schema deutlich. Wie schneidet Star Trek Timelines  ab?

Hersteller: Disruptor Beam
Publisher: Disruptor Beam
System: Mobile, Webbrowser, Steam
Jahr: 2016

Die Story von „Star Trek Timelines“

In einem Mobile Game lässt sich in der Regel die Story auf einem Bierdeckel zusammenfassen. So auch hier – eine temporale Krise entsteht, die sämtliche Zeitlinien durcheinander wirft und alle Universen miteinander verbindet. So sind die Hauptfiguren sämtlicher Serien und der alten Filme mit dabei, Captain Archer kann also mal mit Captain Picard einen Tee beim Wasserball trinken, während Imperator Spock mit Ezri und Jadzia Dax um die Wette philosophiert.
Natürlich entstehen dadurch Konflikte und unsere Aufgabe ist es nun, zumindest zu Beginn, diese zu lösen.

Star Trek TimelinesDas Spielprinzip

Auch das Prinzip eines Mobile Games ist in der Regel schnell zusammengefasst. Entweder man hat ein Puzzlegame wo es im Endeffekt einfach nur darum geht, die Rätsel zu lösen, oder man hat ein Sammelspiel, wo es darum geht, möglichst alle Charaktere oder dergleichen zu bekommen. Timelines ist letzteres. Charaktere brauchen wir, um die Missionen zu schaffen, die nach einem einfach Schlüssel funktionieren. Die Charaktere haben bis zu drei Fähigkeiten aus den fünf verfügbaren Medizin, Kommando, Diplomatie, Sicherheit und Ingenieurswesen. In jeder dieser Fähigkeiten haben sie einen Wert, der durch ihr Level bestimmt wird und die Mission benötigt in einer dieser Fähigkeiten ebenfalls einen bestimmten Wert. Habe ich also einen Charakter mit Medizin 200 und die Mission erfordert Medizin 200, dann wird diese Aufgabe gelöst. Drei Crewmitglieder müssen wir auf eine Mission mitnehmen, die aus 3-6 verschiedenen Aufgaben besteht. Dafür gibt es Erfahrung für den Spieler und für die Crew und Gegenstände, mit denen wir unsere Crew weiter aufrüsten oder sogar ein neues Schiff bauen können. Zu Beginn stecken wir aber doch einige Zeit auf unserem Schiff der Constellation-Klasse fest. Die Missionen gibt es in drei Schwierigkeitsgraden, die man nach und nach freischalten kann.

Dazu gesellen sich Weltraumkämpfe, in denen wir mit unserem Schiff gegen ein anderes antreten, die es ebenfalls in drei Schwierigkeitsgraden gibt. Die Schiffe haben ähnlich wie die Charaktere Fähigkeiten und Kampfstationen, in denen wir unsere Charaktere einsetzen können, die dann weitere Fähigkeiten freischalten. Dazu können wir noch eines unserer Schiffe mit einer kleinen Besatzung auf Entdeckungsreise und auch Shuttles mit einem Teil unserer Crew auf Fraktionsmissionen schicken, bei denen wir unseren Ruf bei einer Fraktion erhöhen können.
Regelmäßig gibt es auch Ereignisse, bei denen epische und legendäre Belohnungen winken und die unterschiedliche Herangehensweisen haben.

Die Anzahl unserer Crew und der möglichen Missionen ist dabei begrenzt, was abhängig von unserem Level ist.

Star Trek TimelinesLangzeitmotivation

Geht es zu Beginn noch darum, die gestellten Aufgaben zu lösen, hat man nach einiger Spielzeit schnell den Bogen raus und eine so große Crew, dass man fast alle Aufgaben mit Bravour meistert. Ab diesem Zeitpunkt entwickelt sich das Star Trek Timelines mehr zu einem Sammelspiel. Alle Charaktere und alle Schiffe im Besitz zu haben dauert seine Zeit, vor allem, da ständig neue Charaktere und Schiffe hinterhergeschoben werden. Abwechslung herrscht ab da leider nicht mehr.

Die Spieler können eine Flotte gründen oder einer beitreten und zusammen an Ereignissen teilnehmen oder durch spezielle Gegenstände die Sternenbasis ausbauen und Vorteile freischalten.
Wem ein bestimmter Gegenstand zur Entwicklung seines Charakters fehlt, der geht zum Replikator und stellt ihn einfach her. Dies ist aber nur begrenzt am Tag möglich.

Technische Umsetzung

Für ein Mobile Game sieht Star Trek Timelines vollkommen in Ordnung aus. Explodiert ein Raumschiff, weil es im Kampf besiegt wurde, bricht es zwar in ein paar Teile, die eine gerade Kante haben auseinander, aber über solche Kleinigkeiten kann man hinwegsehen. Den Großteil des Spieles sieht man eh nur Menüs, die mit Charakterbildern vollgestopft sind. Als Tastenton hat man das typische LCARS-Geräusch genommen, was dem Spiel zu Gute kommt. Wirklich auszusetzen gibt es nur etwas an der Übersetzung. Die ist stellenweise unfertig, so ist die Reise größtenteils auf Englisch und in manchen Menüs oder Missionsbeschreibungen hat man eine seltsame Mischung aus Englisch und Deutsch.

Star Trek TimelinesPay2Win?

Free Games mit Shop stehen schnell im Ruf, Pay2Win zu sein. So gibt es auch etliche Spieler, die dies bei Star Trek Timelines so sehen. Hier kauft man aber vor allem Zeitersparnis mit echtem Geld. Wir können Dilithium käuflich erwerben, mit dem wir Charakterpakete und andere Vorteile kaufen können. Diese bekommen wir aber auch bei Ereignissen, oder fürs reine Spielen und die normalen InGame-Währungen, Ehre, Credits und Verdienste. Auch Dilithium kann über das Erfolgssystem erlangt werden. Einzig die VIP-Stufe, die besondere Vorteile wie Anzahl der Replikatornutzungen, erhöht sich nur, wenn man Echtgeld ausgibt.

Im Prinzip kann man also alles erreichen im Spiel, ohne einen Cent auszugeben – es ist nur sehr viel zeitaufwändiger.

Fazit

Star Trek Timelines macht zu Beginn eine Menge Spaß, das Sammeln aller Versionen von z.B. Picard ebenso. Betrachtet man dieses Spiel mehr als Sammelspiel gibt es hier genügend zu tun, Action kommt nur in den Schiffkämpfen vor und diese Art der Missionen sind eher rar gesät. Netter Zeitvertreib für Zwischendurch, der alleine durch die schiere Masse an Charakteren (auch Charaktere aus Büchern oder Comics kommen vor) zum täglichen Spielen einlädt – wenn man denn auf diese Art des Zeitvertreibs steht.

In der Bildergalerie gibt es noch mehr Infos zu den einzelnen Bereichen des Spiels.

Marco Golüke

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Marco Golüke

Marco ist Jahrgang 78 und mit Star Trek, Star Wars, Galaxy Rangers, Babylon 5 und was es nicht noch alles gibt groß geworden. Er ist der Gründer, Chefredakteur und Herausgeber dieses Magazins und kümmert sich somit auch um alles Organisatorische. Nebenbei schreibt der Familienvater auch noch Kinder- und Kurzgeschichten.

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