Review: Star Trek TNG 63 – Die alte Enterprise

Lesezeit circa: 4 Minuten

Die Enterprise D trifft auf die Enterprise C – und nichts ist mehr, wie es mal war.

Die alte Enterprise – Yesterday`s Enterprise
Staffel 3 – Folge 15

Inhalt

Die Enterprise stößt auf eine Störung im Raum-Zeitkontinuum, aus deren Inneren sich ihr ein anderes Raumschiff nähert, welches als die Enterprise-C, ihrem Vorgängerschiff, identifiziert wird. Im selben Moment verändert sich auf der Enterprise-D alles: Worf ist plötzlich verschwunden und auf seinem Posten steht die ja eigentlich getötete Tasha Yar. Es stellt sich heraus, dass die alte Enterprise 22 Jahre aus der Vergangenheit gekommen ist, wodurch sich der Lauf der Geschichte komplett verändert hat. Der Krieg mit den Klingonen ist noch immer in vollem Gange und droht, für die Föderation verloren zu gehen. Captain Picard steht nun vor einer schweren Entscheidung: Soll er die Crew der Enterprise-C wieder zurück in die Vergangenheit, mitten in die Schlacht gegen die Klingonen und damit in den sicheren Tod schicken, um die ursprüngliche Zeitlinie wiederherzustellen?

Die alte Enterprise

Rezension

Die alte Enterprise ist gleich in mehrfacher Hinsicht eine bemerkenswerte Episode. Bis zu diesem Zeitpunkt hat man noch nie etwas über das Schicksal der Enterprise-C und deren Crew gehört und nun erfahren wir prompt, dass sie eine enorm wichtige Rolle in der Geschichte der Föderation gespielt hat, denn durch ihr Opfer wurde der Krieg mit den Klingonen beendet, was zu der – mehr oder weniger – friedlichen Koexistenz zwischen der Föderation und dem klingonischen Imperium führte. Doch durch die unfreiwillige Zeitreise der alten Enterprise wurde genau dies verhindert, was zur Folge hatte, dass der Krieg nie endete.
„Die alte Enterprise“ ist eine enorm spannende, gut geschriebene und inszenierte Episode, die von vielen Fans als eine der besten der gesamten Serie gezählt wird, da es ihr gelingt, eine recht komplexe Story innerhalb von 45 Minuten ebenso rasant wie nachvollziehbar zu erzählen. Es ist den Autoren und der Regie hoch anzurechnen, dass die Folge niemals allzu verworren erscheint, auch wenn es beim erstem Mal schauen vielleicht nicht immer ganz einfach ist, der Handlung zu folgen. Aber selbst die Logiklöcher, für die Zeitreisegeschichten ja berüchtigt sind, sind so unbedeutend, dass sie nicht weiter ins Gewicht fallen.

Die alte Enterprise

Zu den interessantesten Handlungssträngen der Folge zählt zweifellos jener über Tasha Yar. Nachdem sie in „Die schwarze Seele“ einen sinnlosen Tod gestorben ist, bietet sich ihr nun die Chance, doch noch ein heldenhafteres Ende zu finden. Der Moment, als sie erfährt, dass sie in der ursprünglichen Zeitlinie nicht mehr am Leben ist und ihre Existenz ausgelöscht werden würde, sollte diese erfolgreich wiederhergestellt werden, bildet den emotionalen Kern der Episode, welcher das Dilemma, vor dem Captian Picard steht, perfekt illustriert. Für alle Fans von Tasha ist es sicherlich befriedigend, zu sehen, dass ihr ziemlich unspektakulärer Tod auf trickreiche Weise wieder rückgängig gemacht wird. Zugleich wird dadurch die Tür für einen zukünftigen Handlungsstrang aufgestoßen, denn später wird sich ja bekanntlich noch herausstellen, dass Tasha das letzte Gefecht der Enterprise-C überlebte und später eine Tochter bekam, welche in der fünften Staffel noch eine wichtige Rolle spielen wird.
Auch im Hinblick auf die Effekte gibt es an „Die alte Enterprise“ nichts zu bemängeln. Der Kampf der Enterprise-D mit den klingonischen Kriegsschiffen am Ende der Folge ist absolut mitreißend und glaubwürdig in Szene gesetzt worden.
Mit ihrer cleveren Geschichte und ihrer rasanten Inszenierung, stellt „Die alte Enterprise“ einen der vielschichtigsten Beiträge zur dritten Staffel dar, der auch nach mehrmaligem Schauen nichts von seinem Reiz einbüßt.


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