Stranger Things
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Stranger Things 4 – Kapitel 7: Das Massaker im Hawkins Lab

Lesezeit circa: 11 Minuten

 In Kapitel 7 kulminieren die einzelnen Handlungsstränge in einem großen Höhepunkt. Es gibt Antworten aber auch neue Fragen und einige Überraschungen.

Agent Wallace hält so lange wie möglich der Folter stand. Doch er ist am Ende seiner Kräfte. Bevor er jedoch preisgibt, wo sich Elfie mit dem Wissenschaftler befindet, ringt er den Soldaten das Versprechen ab, sie nicht zu töten. Doch werden sie sich daran halten?

Russland

Hopper und Dimitri reden über ihre Kinder und deren Zukunft. Nachdem Hopper mental schon aufgegeben hatte, will er nun für Elfie den Demagorgon töten, denn solange etwas aus Upside-Down in der realen Welt existiert, ist Elfie nicht sicher.

Murray fährt mit der gefesselten Joyce und dem gefesselten und geknebelten Yuri zum Gefängnistor. Dort gibt er sich als Yuri aus, der die beiden Amerikaner ausliefern möchte. Sein Russisch reicht aus, um eingelassen zu werden. Jetzt müssen sie nur noch Hopper finden. Auch der Gefängnisdirektor fällt auf Murray herein. Auf die Frage, wo denn der andere Amerikaner ist, gibt es nur eine Antwort: fast schon tot. Der Direktor führt Murray und die beiden Gefesselten auf die Empore. Unten im Hof kniet Hopper inmitten einer Gruppe anderer Gefangener. Hinter einem Tor erklingt plötzlich unmenschliches Brüllen. Ein Horn ertönt und jeder darf sich eine Waffe greifen. Hopper bastelt eine Fackel mit dem gestohlenen Alkohol und einem Stück Stoff, schafft es zunächst jedoch nicht, diese auch anzuzünden. Der Demagorgon holt sich einen nach dem anderen, bis nur noch Dimitri und Hopper übrig sind. Von der Empore aus schauen Murray und Joyce zuerst entsetzt zu. Murray zieht jedoch nun seine Pistole und bringt den Direktor dazu, sie in den Kontrollraum zu bringen.

Dort fordert er den Diensthabenden auf, das Tor zu öffnen. Dies weigert sich, da das den sicheren Tod aller bedeuten würde, sollte das Monster entkommen. Verzweifelt schaltet Murray alle russischen Beamten aus. Joyce beginnt planlos, alle Knöpfe zu betätigen. Im Hof ist es Hopper schließlich doch gelungen, die Fackel anzuzünden und drängt das Wesen etwas zurück. Mit Glück findet Joyce nun den richtigen Hebel und öffnet das Tor. Dimitri und Hopper entkommen. Joyce schließt die Tür wieder, allerdings dauert es zu lange und fast wäre das Monster entkommen. Mit letzter Kraft können Dimitri und Hopper es aufhalten. Plötzlich geht eine andere Tür auf und Joyce steht vor Hopper. Die beiden fallen sich in die Arme.

Teamwork in Hawkins

Im Upside-Down ist Steve am Boden, attackiert von mutierten Fledermäusen. Sie reißen an seinem nackten Oberkörper. Kurz bevor er droht, das Bewusstsein zu verlieren, lassen die Wesen von ihm ab. Nancy, Robin und Eddie schlagen sie mit den Rudern des Bootes in die Flucht.

Die von der Polizei aufgegriffenen Jugendlichen werden nicht aufs Revier gebracht, sondern finden sich im Haus der Wheelers wieder. Nicht nur der Sheriff und sein Deputy drängen auf sie ein, auch alle Elternpaare inklusive Erica sind anwesend. Die gemeinsame Befragung endet in einem großen Tohuwabohu, als Erica sie alle der Lüge bezichtigt. Letztendlich werden die Jugendlichen einzeln befragt. Zuerst ist Max dran, die beiden Beamten verschwinden mit ihr in ein Nebenzimmer. Die beiden Jungs und Erica werden zunächst sich selbst überlassen. Erica zwingt ihren Bruder und Dustin, sie in die Vorgänge einzuweihen.

Auf der anderen Seite von Hawkins sammeln sich Nancy, Robin, Eddie und der verletzte Steve. Die Fledermauswesen sind nicht besiegt, sie machen sich für einen neuen Angriff bereit. Die Jugendlichen fliehen zunächst planlos. Robin bringt die Notwendigkeit von Waffen ins Spiel, woraufhin Nancy einfällt, dass sie ja welche in ihrem Zimmer aufbewahrt – sehr zur Überraschung von Eddie. So machen sie sich auf den Weg zu den Wheelers. Eddie gibt gegenüber Steve zu, außerhalb von DND zu keinen Heldentaten fähig zu sein. Er wäre nicht hinterher gesprungen, hätten die Mädels es nicht getan. Nancy hat keine Sekunde gezögert. Im Haus der Wheelers angekommen, finden sie allerdings keine Waffen. Das Upside-Down von Hawkins ist zeitverschoben, dort ist nach wie vor der Tag von Wills Verschwinden von vor zwei Jahren. Während die anderen mit Nancy hadern, glaubt Steve, ganz leise Dustins Stimme zu vernehmen. Dieser erklärt offenbar gerade irgendetwas. Nur wie sollen sie sich bemerkbar machen? Will hat damals über die Lichterkette mit Joyce kommuniziert. Als Nancy bemerkt, dass die Lampen von mehr Partikeln umgeben sind, versuchen sie es und haben Erfolg. Die Deckenleuchte in der Küche des realen Hawkins fängt an zu leuchten und dank Eddie gelingt es den Verschollenen, so SOS zu morsen.

Dustin, Lucas und Erica nehmen der kleinen Holly ihr elektronisches Steckspiel ab. Obwohl es dieses im Upside-Down noch nicht gibt, werden die elektrischen Lichtströme dort empfangen. So können die Jugendlichen wieder kommunizieren. Das Wassertor kann nicht zur Rückkehr passiert werden, da dort die Fledermäuse warten. Dustin kombiniert, dass wenn an einem Tatort ein Tor ist, dies vielleicht auch bei den anderen so ist. Sie verabreden sich bei Eddies Wohnwagen. Als die Polizisten, den Nächsten zur Befragung abholen wollen, sind die Jugendlichen bereits verschwunden.

Beide Gruppen von Jugendlichen fahren gleichzeitig auf ihren Rädern zum Wohnwagen. Die Einstellung mit der selben Straße oben und unten gleichzeitig mit Rädern befahren, ist sehr gut gelungen. Dort angekommen starren Nancy, Robin, Eddie und Steve die rotblühende Membran an der Decke an, wo Chrissy starb. Plötzlich wird diese Membran durch einen Besenstiel durchstossen und die Jugendlichen sehen sich gegenseitig in die Augen. Schnell holen Dustin und Lucas eine Matratze während Erica ein Seil aus zusammengeknoteten Laken bastelt. Physikalisch unmöglich hängt dieses plötzlich durch die Decke. Zuerst zieht sich Robin nach oben, um auf der anderen Seite auf die Matratze herabzufallen. Eddie folgt ihr. Als nächste ist Nancy an der Reihe, auch sie zieht sich hoch, nur kommt sie nicht auf der realen Seite des Wohnwagens an. Sie findet sich auf dem Boden des ausgelassenen Pools wieder, in dem damals ihre Freundin Barb starb. Vecna hat sie erwischt. In Wirklichkeit hat sie nie das Seil ergriffen, sondern steht in Trance neben Steve, der sie nicht wecken kann.

Elfies Wahrheit

Erfolglos versucht Elfie, eine leere Cola-Dose zu zerquetschen, eine Übung, die ihr früher keine Schwierigkeiten bereitet hat. Sie glaubt weiterhin, dass sie für den Tod der anderen Kinder verantwortlich ist. Ross wirft Brenner vor, zu wenig Rücksicht gegenüber Elfie zu nehmen. Außerdem läuft Hawkins langsam die Zeit davon. Brenner überredet Elfie, sich erneut ihrer Vergangenheit zu stellen und nicht mehr in Kategorien wie Helden und Monster zu denken. Also legt sie sich erneut in den Tank.

Zurück in Elfies Erinnerung hat Dr. Brenner wieder alle Kinder um sich herum versammelt. Elfie hat sich gerade von der Gehirnerschütterung erholt, die sie im Spielzimmer erlitten hat, behauptet aber, sich nicht an die Vorgänge erinnern zu können. Brenner befragt die anderen und holt schließlich Nummer 2 zu sich. Brenner weiß, dass er lügt. Er legt ihm ein elektronisches Halsband um und traktiert ihn mit Stromstößen.

Im Spielzimmer wird Elfie wieder von den anderen Kindern bedroht, diesmal nur mit Blicken. Der junge blonde Pfleger Peter holt sie heraus. Er spielt mit ihr Schach. Da sie von einer Kamera beobachtet werden, fordert er sie auf, ihre Emotionen zu unterdrücken. Er behauptet, die anderen möchten sie mit Zustimmung Brenners töten, da auch dieser Angst vor ihr hat. Brenner will alles und jeden kontrollieren, schafft er dies nicht, wird derjenige ausgeschaltet. Elfie muss noch heute fliehen. Unter dem Tisch schiebt er ihr eine elektronische Zugangskarte zu. Sie müsse tun, was er ihr sagt, dann wird alles gut.

Dr. Brenner holt nun ein anderes Kind aus dem Spielzimmer. Es ist Nummer 5. Wir Zuschauenden wissen nun, dass wir kurz vor dem Massaker angekommen sind. Wie mit Peter vereinbart, behauptet sie gegenüber der Wache, sich nicht so wohl zu fühlen, damit sie zur Krankenstation gehen kann. Doch dort kommt sie nie an, sie nimmt die Karte und schleicht sich in den Keller, wo Peter auf sie wartet. Er zeigt ihr ein Rohr, durch das sie bis in den Wald hinter dem Begrenzungszaun gelangen kann. Elfie wirft ein, dass es für ihn zu eng ist. Sie möchte ihn nicht zurücklassen. Wieder sagt er, dass er und auch alle anderen Gefangene Brenners seien und ihm ein Chip implantiert wurde, der ein Entkommen verhindert. Elfie möchte ihm helfen und entfernt mit ihren telepathischen Kräften den Chip. Genau in diesem Moment werden sie von den Wärtern entdeckt und abgeführt.

Oben im Flur jedoch setzt Peter seine mentalen Kräfte frei. Er schaltet alle Wärter aus und fordert Elfie auf, hier zu warten. Sie ist überrascht von seinen Fähigkeiten und hört auf, ihn weiterhin für einen Krankenpfleger zu halten. Sie bleibt bei den Leichen der Wärter. Als sie jedoch plötzlich Schreie über ein fallengelassenes Funkgerät hört, folgt sie Peter. In den Fluren findet sie weitere blutüberströmte Körper. Plötzlich findet sie sich vor dem Spielzimmer wieder. Drinnen kämpft Peter gerade mit Nummer 2 bzw. hat er diesen bereits mental an die Wand gedrückt und tötet ihn. Sie will weglaufen, doch Peter knallt die Tür zu. Er versucht, sie davon zu überzeugen, wie ähnlich sie sind und zeigt ihr sein Handgelenk, auf dem 001 tätowiert ist. Gemeinsam könnten sie die Welt neu gestalten. Doch sie erkennt sein wahres Wesen und lehnt ab. Allerdings ist er stärker und sie hat zunächst keine Chance.

Letzter Akt (Nancy und Elfie)

Vecna spricht zu Nancy über ihre Selbstvorwürfe, an Barbs Tod Schuld zu sein. Langsam beginnt der Pool sich mit Blut zu füllen. Es gelingt Nancy jedoch, an der Leiter aus dem Pool zu klettern. Sie findet sich auf einer abgebrochenen Treppe wieder und vernimmt erneut Vecnas Stimme. Vecna erkundigt sich nach Victor Creel, seinem Vater. Auf ein Mal wird alles klar und Nancy befindet sich in der Erinnerung von Henry Creel. Sie sieht, wie die Familie ins Haus einzieht, wie der eigenbrötlerische Junge zunächst auf die Spinnen stößt und von ihnen immer mehr in Bann gezogen wird. Eingeengt von seiner Familie und deren Regel, beginnt er zunächst, kleine Tiere zu quälen. Es gelingt ihm, in deren Köpfe und Gedanken einzudringen. Henry entdeckt ungeahnte Kräfte in sich. Victor denkt an einen Dämon, doch Henrys Mutter ist schnell bewusst, dass ihr Sohn verantwortlich ist. Als er merkt, dass sie bereits Kontakt mit einem Arzt aufgenommen hat, damit er in ein Sanatorium kommt, wird er aktiv und bringt sie und seine Schwester um. Wie geplant, wird sein Vater dafür verantwortlich gemacht. Allerdings kann Henry mit seinen Kräften noch nicht umgehen und fällt ins Koma.

Zur gleichen Zeit, als Nancy im Upside-Down die Wahrheit über Henry Creel und Vecna herausfindet, schwebt Elfie im Tank und ist in ihrer eigenen Erinnerung gefangen. Sie kämpft mit Peter, der ehemaligen Nummer 1, und es sieht so aus, als würde sie verlieren. Er hat sie im Griff und sie schwebt zur Zimmerdecke. Dort beginnen sich, ihre Gliedmaßen zu verdrehen. Kurz bevor die Knochen brechen, erinnert sich Elfie an Brenners Worte über die blockierten Erinnerungen. Sie sieht Brenner bei ihrer Geburt, sie sieht aber auch ihre Mutter. Mit letzter Kraft gelingt es ihr, sich zu befreien. Erschrocken weicht Henry zurück. Das gibt Elfie Gelegenheit, ihn mit ihrer ganzen Kraft an die Wand hinter dem großen Spiegel zu schleudern.

Als der junge Henry aus dem Koma erwacht, findet er sich bei dem Arzt wieder, zu dem seine Mutter ihn schon bringen wollte. Es ist Dr. Brenner und ab jetzt werden Versuche an ihm durchgeführt, bis Brenner merkt, dass er ihn nicht kontrollieren kann. Stattdessen versucht er, mit Henrys Blut und Genen andere Kinder wie ihn zu erschaffen.

Elfie lenkt ihre ganze Kraft und Wut in ihre Hände und pinnt Henry weiter mental gegen die Wand. Die Energie ist so stark, dass sich ein Riss bildet und es sieht so aus, als würde Henry sich von innen auflösen. Doch tatsächlich schleudert Elfie ihn in eine andere Dimension, ins Upside-Down. Auf dem Weg verändert er sich und wird optisch immer mehr zu Vecna.

Fazit

Diese Woche hören wir nichts von Will, Mike, Jonathan und Argyle. Aber auch so wird einem nicht langweilig. Endlich laufen die einzelnen Handlungsstränge thematisch zusammen, auch wenn sich unsere Protagonisten noch an unterschiedlichen Orten befinden. Großartig ist hier wieder Millie Bobby Brown, die Elfies Zerrissenheit und Verzweiflung grandios verkörpert. Aber auch die anderen Darsteller*innen bleiben diesmal nicht zurück. Die Logik bleibt zwar manchmal auf der Strecke, doch das fällt kaum ins Gewicht. Die Erzählung ist so spannend und die schnellen Übergänge und Schnitte stören nicht mehr, sondern zwingen einen, aufrecht auf dem Sofa sitzend der nächsten Szene entgegen zu fiebern.

Mit den Cliffhangern, die diese Episode bereit hält, tut sich Netflix einen großen Gefallen. Aktuell werden immer mehr Stimmen laut, die sich fragen, ob sich das Abo weiterhin lohnt. Die Policy der Plattform, die Folgen einer Serie komplett zu veröffentlichen, birgt das Risiko, dass die Zuschauenden alles auf einmal Bingen und dann das Interesse verlieren. So können die Verantwortlichen weiterhin alle bei der Stange halten. Allerdings stellt sich doch die Frage, ob eine wöchentliche Veröffentlichung nicht geeigneter wäre, die Abonnenten langfristig zu binden.

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Warpskala

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10 10 0 1
10/10
Total Score

Positiv

  • Schauspielerische Darbietungen
  • Gespiegelte Einstellungen Upside-Down / Hawkins
  • Musik-Score
Melanie Frankl
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