The Sandman
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Review: The Sandman 07 – Das Puppenhaus

Lesezeit circa: 4 Minuten

Das Puppenhaus markiert den Beginn des nächsten großen Handlungsbogens innerhalb der The Sandman-Serie.

Der nächste Storyarc

Rose Walker (Kyo Ra) ist auf der Suche nach ihrem Bruder Jed, den sie 2011 bei ihrem Vater zurücklassen musste, als sich die Eltern voneinander scheiden ließen. Was sie allerdings nicht weiß, ist, dass sie ein Wirbel ist, und deshalb ihre Existenz große Auswirkungen auf das Traumreich hat.

Dabei ist ihre Existenz das Ergebnis einer Intrige der Endlosen Desire (Mason Alexander Park) und Despair (Donna Preston), die Dream (Tom Sturridge) reinlegen wollen. Der hat derweil andere Probleme: Bei einer Zählung seiner Träume wurde festgestellt, das drei von diesen im Traumreich fehlen. Die Abwesenheit des Korinthers (Boyd Holbrook) ist bereits bekannt. Doch sowohl das Fehlen des Alptraums Gault als auch des Traums Fiddlers Green sind beunruhigend.

Mit Das Puppenhaus fängt der nächste große Storyarc innerhalb der The Sandman-Serie an. Schließlich hat Morpheus jetzt seine drei Objekte der Macht und auch sein Reich ist wieder fast vollständig. Dabei unterscheidet sich der Storyaufbau dieser Episode von dem der vorherigen.

In den Comics kompliziert, in der Serie vereinfacht

Denn dies ist die erste Folge, in der nicht mehr Dream allein im Mittelpunkt des Geschehens steht. Stattdessen ist es vor allem Rose Walker, um die sich alles dreht. Eine Figur, die übrigens schon in 24 Stunden das erste Mal am Rande eingeführt wurde.

Man lernt hier in Das Puppenhaus eine junge Frau kennen, die bereits ein bewegtes Leben hinter sich hat. Sie wird getrieben von dem Wunsch, ihren lang verschollenen Bruder Jed wiederzufinden. Gleichzeitig leidet sie auch darunter, dass ihre Mutter verstorben ist und sie von anderen abhängig ist. Wobei Lyta Hall ihr eine große Hilfe ist.

Lyta Hall ist übrigens eine interessante Figur. Was man in der Sandman-Serie zum Glück nicht mitkriegt, ist ihre komplizierte Hintergrundgeschichte. So war sie in den Comics einstmals die Tochter der Golden Age Wonder Woman und zu einem anderen Zeitpunkt dann einer anderen Heldin. Hier ist sie „nur“ eine hübsche und hilfsbereite Freundin, die Rose zu einer Einladung in Amerika begleitet und in ihren Träumen mit ihrem verstorbenen Ehemann redet.

Wenn Endless intrigieren

Der Plot entwickelt sich in Das Puppenhaus auf eine interessante Art und Weise, als sich herausstellt, dass Rose die Großenkelin von Unity Hall ist. Auch hierbei handelt es sich um keine unbekannte Figur, da sie in Der Schlaf der Gerechten als kleines Mädchen ein Opfer der Gefangenschaft von Morpheus war und für lange Zeit schlief, ohne aufzuwachen. In dieser Zeit wurde sie wohl schwanger und ihr unbekanntes Kind war dann ein Großelternteil von Rose.

Dabei ist dies nur ein Plot in dem Ränkespiel der Unsterblichen Desire und Despair. Hierbei unterscheidet sich die optische Darstellung letzterer radikal von den Comics. Dort ist sie eine nackte, dicke Frau, die sich mit einem Hakenring ständig selbst verletzt. Hier ist sie bekleidet und verletzt sich nicht. Was geblieben ist, dass sie sich ihrem Geschwister Desire verbündet, um gegen Dream zu integrieren.

Wie bereits gesagt, ist der Rose-Plot in Das Puppenhaus derjenige, um den sich auch die anderen drehen. Ihre Funktion als Wirbel will Lord Morpheus nutzen, um die drei flüchtigen Träume aufzuspüren und wieder ins Reich der Träume zu finden. Dass das nicht so einfach wird, wird von Beginn an klargemacht.

Interessant ist, dass hier Lucien, Matthew und Marvin Pumpkinhead gemeinsam arbeiten. Nicht ganz im Rücken von Dream, aber doch nahezu. Ziel ist es, Morpheus davon abzuhalten, dass er wieder in die Wachwelt überwechselt. Mal sehen, was sich hieraus noch entwickeln wird.

Serienmörder unter sich

Der andere Plot in Das Puppenhaus ist der Serienmörderkongress, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Korinther als Stargast einzuladen. Dabei wird diese Handlung eher komisch dargestellt, da die Art und Weise, wie die drei Veranstalter agieren, so merkwürdig ist. Einerseits normal, aber andererseits eben nicht.

Am Ende ist dies übrigens der Ort, zu dem Rose und Lyta ebenfalls eingeladen werden. Und wo auch der Korinther auftaucht. Wodurch dieser Plot auf einmal sehr interessant wird.

Das Puppenhaus ist ein gelungener Auftakt zum nächsten Story-Arc.

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Warpskala

Warpskala
10 10 0 1
10/10
Total Score

Positiv

  • Der Beginn eines neuen Storyarcs
  • Vereinfachte, aber immer noch comicgetreue Darstellung von Layta Hall, Desire und Despair
Götz Piesbergen

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