Stranger Things
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Stranger Things 4 – Kapitel 8: Papa

Lesezeit circa: 8 Minuten

Stranger Things 4 – Kapitel 8 ist ein Prolog für das große Staffelfinale. Diesmal liefert die Folge Antworten auf offene Fragen und gibt uns Gelegenheit, noch einmal tief durchzuatmen. Das Spielbrett liegt und alle Figuren werden in die richtige Position gebracht.

Das Upside-Down

Nancy ist gefangen in ihrer Vision. Doch Vecna hat sie zu einem bestimmten Zweck geholt und zwar, um Nachricht von seinem Plan und der Zukunft zu überbringen. Es gibt keine Hoffnung mehr für Hawkins. Zuerst läuft sie durch Creels Villa, das Labor von Hawkins und landet schließlich im Hawkins der Zukunft. Vecna zeigt ihr die Vergangenheit sowie die Zukunft. Er ist Henry Creel, ein hochsensitiver Junge mit mentalen Fähigkeiten, der sich seine eigene Logik geschaffen hat. In der Annahme, der ärztlichen Behandlung zu entgehen, tötet er seine Mutter und Schwester. Wie geplant wird sein Vater dafür verurteilt. Nur endet er doch dort, wo er nicht hinwollte, bei Dr. Brenner im Labor. Er wird zu Nummer 1 und erhält seine Tätowierung. Nur kann Brenner ihn nicht kontrollieren, schafft jedoch mit seinen Genen weitere Kinder wie ihn. Durch Elfies Kraftakt landete er im Upside-Down, wo Henry schließlich seinen Platz gefunden hat und zu Vecna wird. Nancy sieht, wie Hawkins aussehen wird, wenn die Grenzen gefallen sind. Freunde und Familie liegen leblos in den Straßen. Es gibt vier Tore, die immer größer und stabiler werden. Die große Standuhr schlägt genau viermal.

Elfies Auferstehung

Dr. Owens und Dr. Brenner müssen Elfie mit einem Defibrillator ins Leben zurück holen. Doch nun weiß sie die Wahrheit und die unsichtbaren Dämme in ihrem Gehirn sind gebrochen. Das beweist Elfie gleich ganz selbstbewusst, indem sie den Tank mental anhebt und kontrolliert wieder zu Boden sinken lässt. Nun erfährt sie auch von den Vorgängen in Hawkins und von Henrys Plänen, die Grenzen zwischen der Realität und dem Upside-Down einzureißen. Sie ist entsetzt, weil sie um die Sicherheit ihrer Freunde fürchtet. Brenner ist dagegen, dass sie geht, denn sie hat noch nicht ihr volles Potential erreicht. Owens macht jedoch klar, dass es Elfies alleinige Entscheidung ist, ob sie geht oder bleibt, und sie möchte gehen.

Elfies Zorn bricht sich Bahn, sie wirft Dr. Brenner, ihrem Papa, vor, dass er sie nur in die Dunkelheit geschickt hat, um Henry wiederzufinden, und nicht, um die Russen auszuspionieren. Das war nur ein profitabler Nebeneffekt. Elfie war für ihn wohl nur Mittel zum Zweck. Das Band zwischen ihnen scheint gerissen, ein Band, das nie von Zuneigung, sondern von Abhängigkeit geprägt war. Owens sorgt dafür, dass sie in ihrem Zimmer ihre wenigen Sachen zusammenpacken kann.

Das Geheimnis im Keller

Hopper und Joyce sind zwar wieder vereinigt, aber noch ist die Gefahr nicht vorbei. Der Demagorgon wird immer panischer und aggressiver. Letzten Endes schafft er es sogar, nach oben zu klettern und die dort wartenden Soldaten zu töten. Die Maschinengewehrschüsse hatten keinerlei Auswirkung.

Murray und Dimitri suchen panisch nach einem Ausweg. Hopper bricht schließlich eine verschlossene Tür nach unten auf. Dort findet die Gruppe einen weiteren festgebundenen Demagorgon. Dieser ist auf einer Liege gefesselt und sein Brustkorb ist offen. Doch ist er noch am Leben. Als sie weitergehen, finden sie weitere Exemplare, die in großen Glasbehältern konserviert sind. Offensichtlich haben die Russen weitreichende Experimente durchgeführt. Am Ende der Halle findet die kleine Gruppe schließlich sogar ein gesichertes Tor ins Upside-Down. Erleichterung macht sich breit, als Dimitri sie holt und von einem Tunnelzugang berichtet, den er gefunden hat. So können sie nach draußen gelangen.

Doch was nun? Es gelingt Murray, einen Transporter zu stehlen, und gemeinsam durchbrechen sie den Zaun. Das Flugzeug ist Schrott und erst nach langem Drohen macht Yuri das Zugeständnis, sie außer Landes zu bringen. In einem weiteren Unterschlupf zeigt er ihnen einen kleinen Hubschrauber, der bislang allerdings noch nie geflogen ist. Die Skepsis ist groß. Mit einem verzweifelten Geistesblitz beschließen sie, Owens in den Staaten anzurufen, vielleicht kann er ihnen ja irgendwie helfen. Dimitri stellt die Verbindung her und jetzt heißt es warten.

Der Schlachtplan

Robin, Dustin, Lucas, Eddie, Erica und Steve lauschen entsetzt Nancys Schilderungen. Die Entscheidung fällt schnell: Sie müssen Vecna töten, bevor er seinen Plan ausführen kann. Die Erfolgsaussichten sind gering, doch was bleibt sonst? Schnell wird klar, dass sie nur eine Chance haben, wenn sie Vecna eine Falle stellen. Max wird der Köder sein, auch wenn das niemandem gefällt. Doch gibt es bereits drei Tote und drei Tore.

Die Jugendlichen beschließen in einem außerhalb gelegenen Einkaufszentrum für Waffen, eine vernünftige Ausrüstung zu kaufen. Dafür brauchen sie natürlich einen fahrbaren Untersatz und da weiß Eddie eine Lösung. Im Trailerpark stehlen sie einen großen Camper und machen sich auf den Weg. Steve sitzt am Steuer und erzählt Nancy von seinem großen Traum, einmal eine große Familie zu haben und zwar mit sechs Kindern. Er habe schließlich schon Übung im Babysitten, sagt er und wirft einen Blick zurück auf die Bande. Lucas macht sich Sorgen um Max und verspricht ihr, sie in dem Moment, in dem sie wieder zu schweben beginnt, sofort zu retten.

Leider stößt die Gruppe in dem Waffen-Supermarkt auf Jason und seine Teammitglieder. Nancy kann zwar mit ihm umgehen, doch trotzdem machen sie sich schnell auf den Weg zurück. In einer McGyver-artigen Bastelsession präparieren sie ihre Ausrüstung. In Zweiergruppen kommt es zu tiefgreifenden Gesprächen, es wirkt fast so, als müssten alle zwischenmenschlichen Probleme noch geklärt werden. Robin ist wenig optimistisch über ihre Erfolgsaussichten, dies könnte die letzte Verteidigungsaktion für sie in der realen Welt sein.

Showdown in der Wüste

Wir treffen auch wieder auf Will, Mike, Argyle und Jonathan. Mike ist verzweifelt, er glaubt, er habe Elfie im Stich gelassen und wäre sowieso nicht der Richtige für ihn. Will beruhigt ihn und zeigt ihm das Bild, das er für ihn gemalt hat. Er behauptet, Elfie hätte ihn darum gebeten. Man sieht, wie die alte Clique als Ritter verkleidet einen großen Drachen besiegt. Mike ist der Anführer und das Herz der Truppe. Nur Jonathan bemerkt, wie es wirklich um seinen kleinen Bruder steht. Will liebt Mike so sehr, dass er ihm alles sagt, nur damit es ihm besser geht. Als sie schließlich am Ziel ankommen, finden sie nichts. Mit der Straßenkarte überprüfen sie nochmals die Koordinaten, die sie von Suzie bekommen haben. Argyle wandert derweil alleine durch die Gegend. Doch ist er es, der die Reifenspuren direkt in die Wüste entdeckt. Es sieht aus, als ob schwere Militärfahrzeuge in diese Richtung gefahren sind.

Im Bunker wird Dr. Owens vom eigenen Sicherheitspersonal überwältigt und mit Handschellen gefesselt. Entgegen der Vereinbarung möchte Dr. Brenner verhindern, dass Elfie geht, und scheut vor nichts zurück. Elfie, die mittlerweile in den Raum mit dem Tank zurückgekehrt ist, wird von ihm gestellt. Er lässt die Tür verriegeln und als Elfie darauf zustürmt, schafft er es, sie mit einer Spritze zu betäuben. Wieder aufgewacht, trägt sie das Halsband aus ihren Erinnerungen, mit dem Brenner ihr gegebenenfalls Stromschläge verabreichen kann.

Doch nun attackiert das Militär. Sie denken weiterhin, dass Elfie für die Morde verantwortlich ist. Owens wird niedergeschossen, Brenner gelingt jedoch mit Elfie die Flucht. Da sie noch zu benommen ist, um zu laufen, trägt er sie in seinen Armen. Oben in der Wüste angekommen, treffen sie aber auf einen besetzten Hubschrauber, von dem aus auf Brenner geschossen wird. Er stürzt und die Soldaten bekommen die Freigabe, nicht nur ihn, sondern auch Elfie zu erschießen. Elfie denkt, Brenner ist tot, da er sich nicht mehr bewegt. Plötzlich aber taucht Argyles Bus auf und die Soldaten sind abgelenkt. Elfie ergreift die Gelegenheit und holt den Hubschrauber vom Himmel. Brenner versichert ihr, dass er sie immer geliebt hat wie ein Vater und sie alles schaffen kann, auch Henry überwältigen. Mit letzter Kraft betätigt Brenner die Fernbedienung und Elfies Halsband geht auf. Sie und Mike fallen sich in die Arme. Die Jungs sind aber überrascht, als sie ihnen sagt, dass sie nach Hawkins müssen. Schließlich waren sie die ganze Zeit nicht erreichbar.

Fazit

Endlich konnte sich Elfie von ihrem Papa loslösen, auch wenn Brenner von Soldaten getötet wurde, so war es sie, die für den emotionalen Bruch gesorgt hat. Sie hätte ihn sogar getötet, wenn es nötig gewesen wäre. Nun ist Schluss mit der Manipulation durch die gestörte Familienprojektion. Was immer auch passiert, Elfie ist erlöst von ihrer Vergangenheit und kann nach vorne blicken.

Diese Folge, die nach einem längeren Abstand zu Teil 1 gelaufen ist, wirkt fast schon wie der Beginn eines Abschiedes. Die Ausstrahlungspause hatte aber wohl auch noch andere Gründe. Man ist wohl schlicht nicht fertig geworden. Die Spezialeffekte sowie auch die Maske von Vecna sind extrem aufwendig. Aber das Warten hat sich gelohnt. Die letzte Szene, als Max und Erica vor dem verlassenen Haus standen und es langsam betreten, verursacht Gänsehaut und Vorfreude zugleich. Jetzt kann das Finale kommen.

warpshop

Warpskala

Warpskala
9 10 0 1
9/10
Total Score

Positiv

  • Mathew Modine sorgt für einen gelungenen Abgang von Dr. Brenner.
  • Die leisen Zwischentöne fordern alle Akteure und das Publikum wird nicht enttäuscht.
Melanie Frankl
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