Der Schlüssel muss in The Defenders in Sicherheit gebracht haben.

Was ist da eben passiert?

Es wird immer deutlicher, dass die Hand hinter Danny Rand (Finn Jones) her ist, den sie als Schlüssel für etwas brauchen. Er selbst will in den Kampf ziehen, seine Rolle als Waffe erfüllen. Doch die anderen wollen ihn lieber erstmal aus dem Verkehr ziehen, während sie versuchen, anderweitig der Hand auf die Schliche zu kommen. Nach einem harten Kampf gelingt es Stick (Scott Glenn), Matt Murdock (Charlie Cox), Luke Cage (Mike Colter) und Jessica Jones (Krysten Ritter) ihn bewusstlos zu schlagen und zu fesseln. Und während die Privatdetektivin und der Teufel von Hells Kitchen sich aufmachen, Hinweisen nachzugehen, passen der blinde Mentor des Anwalts und der Ex-Sträfling auf die Iron Fist auf.

Parallel dazu hat Alexandra (Sigourney Weaver) immer mehr mit Unruhe unter ihren Kollegen zu kämpfen. Sie sind über den Tod Sowandes unglücklich, und beginnen, hinter ihrem Rücken zu intrigieren. Zum Glück kann sie auf die Unterstützung des Black Skys (Élodie Yung) setzen, wobei diese immer mehr die Erinnerungen an ihr früheres Leben als Elektra Natchios zurückerlangt. Etwas, was Alexandra möglichst unterbinden will.

Am Ende von Der Schlüssel sitzt man erst mal da und ist geschockt. Weil es in den letzten Minuten der Episode gleich zwei prominente Todesfälle gibt, davon einer, mit dem man nicht gerechnet hat. Rückblickend wird einem dabei klar, dass diese Toten nicht einfach nur wegen dem Shockvalue entstand, sondern weil das Ganze perfekt zum Fortlauf der Geschichte passt.

Erhitzte Gemüter sind niemals gut

Doch ehe es so weit ist, geschieht natürlich einiges. Den Anfang macht die Auseinandersetzung zwischen den verschiedenen Helden. Dabei kann man alle Seiten verstehen. Sowohl Danny Rand, der, in seiner Rolle als eingeschworener Feind der Hand, endlich gegen die Organisation vorgehen möchte. Aber auch die anderen, die erstmal auf Nummer sicher gehen wollen. Und da die Gemüter immer noch von den Geschehnissen von „Schutzsuche“ erhitzt sind, ist es verständlich, wenn dann auf einmal die Fäuste und Füße fliegen.

Dabei zeigt Der Schlüssel, dass Danny Rand lernfähig ist. Dass er in der Lage ist, auch mal einen anderen Weg zu gehen, als nur mit der Faust durch die Wand oder ständig davon zu berichten, welche Rolle er hat. Das Gespräch mit Luke Cage ist besonders interessant, weil man sieht, wie die Iron Fist seine aggressive Art nach und nach ablegt und dann ein schon fast freundschaftliches Verhältnis zu ihm aufbaut.

Gleichzeitig wird immer wieder zur Hand umgeblendet, wo man merkt, dass Alexandra langsam die Felle davon schwimmen. Ihre Kollegen widersprechen ihr öffentlich oder beginnen hinter ihrem Rücken zu agieren. Und auch, wenn sie versucht, dies wegzulächeln, merkt man doch, wie das alles an ihr zu nagen beginnt. Wie sehr sie deshalb auf den Black Sky hofft, weshalb sie ja sogar die ehemalige Elektra zu dem Grab führt, wo sie angeblich begraben liegt. Um ihr dort zu sagen, dass dieser Part nicht mehr lebendig ist, dass sie jetzt aufeinander angewiesen sind. Hier versucht die Anführerin der Hand ihre stärkste und beste Waffe noch mehr an sich zu binden. Wobei der Erfolg zunächst offenbleibt.

Eine Tour de Force zum Ende hin

Man sieht in Der Schlüssel, dass sich Elektra immer mehr und mehr an ihre Vergangenheit erinnert. Was sie zunächst verunsichert, wird anschließend bald zur Gewissheit. Wobei es dann gegen Ende der Folge so erscheint, als ob sie sich aus ihrer Black-Sky-und ihrer Elektra-Persönlichkeit eine komplett neue zusammenbaut, und sie für ihre eigenen Ziele nutzt.

Wobei die Folge natürlich nicht Matt Murdock und Jessica Jones vergisst. Beide bilden ein Team und werden auf eine Mission geschickt. Hier muss man honorieren, dass die Reihe hier zwei Plots aufgreift, die sowohl in der Daredevil-Serie, wie auch zu Beginn dieser Defenders-Serie liefen und geschickt miteinander verwebt. Hier wird ebenfalls eine Bombe an Enthüllung gezündet, deren Konsequenz zum jetzigen Zeitpunkt noch absolut unüberschaubar ist.

Das Finale von Der Schlüssel ist eine Tour de Force. Wo es einen vermeintlichen Verrat gibt, gefolgt von einem exzellenten Kampf und den bereits erwähnten zwei Todesfällen. Als Zuschauer wird man ständig von neuen Entwicklungen überrumpelt und ist, als der Abspann läuft, erstmal fertig mit den Nerven, weil man all das, was geschehen ist, noch gar nicht richtig verarbeitet hat.

Aber so hat die Serie am Ende, mit nur noch zwei Episoden, die kommen, die Bühne für ein Finale bereitet, das viel verspricht. Mal schauen, ob es das Potential auch einhalten kann.

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Götz Piesbergen
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