Man erfährt in dieser Folge einiges über die Vergangenheit von bestimmten Personen.
Die Figuren stehen im Vordergrund
Billy Russo (Ben Barnes) ist auf freien Fuß. Er hat die Erinnerungen an das verloren, was zu seinem vernarbten Gesicht geführt hat. Er kann sich allerdings noch sehr gut an seine Kindheit erinnern und macht sich daher auf, eine bestimmte Rechnung zu begleichen.
Frank Castle (Jon Bernthal) und Rachel (Giorgia Whigham) kommen derweil in Madanis (Amber Rose Revah) Appartment unter. Frank ist nicht gerade entzückt, als er erfährt, dass sein früherer Freund geflohen ist, hilft aber der Agentin widerwillig. Währenddessen erleidet Rachel einen kleinen Zusammenbruch und trauert um ihre ermordeten Freunde.
Nachdem es in den ersten drei Folgen der zweiten The Punisher-Staffel immer wieder zu guten Actionszenen kam, ist Scar Tissue weitestgehend actionfrei. Stattdessen wird sich hier der Figuren angenommen und diese werden entsprechend ausgebaut.
Ein sympathischer Mann, trotz schlimmer Vergangenheit
Einer der Charaktere, die davon besonders profitieren, ist Billy Russo. Eigentlich müsste man ja meinen, dass er schon in der ersten Season viel Profil erhalten hat. Doch damit irrt man sich. Man lernt in dieser Folge neue Seiten an ihm kennen und Geheimnisse aus der Vergangenheit, die ihn sympathisch wirken lässt.
Zu Beginn sieht man ihn das erste Mal ohne Maske. Und sein Gesicht ist wirklich von jeder Menge Narben gekennzeichnet. Nach und nach erfährt man, dass er immer wieder Albträume von einem schwarzen Shirt mit einem Schädel hat, was man als Zuschauer sofort als Punisher-Kostüm identifizieren kann. Und dass seine Vergangenheit nicht immer schön war. Er wuchs in einem Waisenhaus auf und musste miterleben, wie einer der Erzieher einen anderen Jungen misshandelte. Ebenso wird erklärt, dass das Militär das war, was für ihn einer Familie am nächsten kam.
Es ist erstaunlich. Dass man sowohl viel von ihm erfährt, aber ebenso, dass er dabei sehr sympathisch rüberkommt. Man muss sich erst noch mal in Erinnerung rufen, dass er gegen Ende der letzten Folge einen gewaltsamen Ausbruch durchführte. Und dass er in der ersten Season sich mehrere Sachen geleistet hat, die ihn damals eindeutig zu einem Antagonisten machten. Weshalb man sich schon fragt, was die Serie damit bezwecken will?
Traumata kommen zu Tage
Nicht minder interessant ist der Zusammenbruch von Rachel. Hier zeigt sich, dass sie einige traumatische Erinnerungen hat. Und auch das sorgt dafür, dass sie sympathischer wirkt. Zudem erhält sie endlich und zum ersten Mal mehr Profil und ist nicht mehr der rebellische Teenie, die bei jeder Gelegenheit fliehen will.
Es sind die kleinen Momente, wie, als sie nach einer Dusche auf dem Bett nicht einschlafen kann und stattdessen unter dieses kriecht, die dafür sorgen, dass man Sympathien für sie entwickelt. Wo sie dann anfängt, laut zu weinen, weil sie sich an ihre toten Freunde erinnert.
Wobei man zwar erfährt, dass sie welche hatte. Aber nicht, wie und wieso die ums Leben kamen. Die finale Szene deutet daraufhin, dass sie sich endlich Frank Castle öffnet und ihm so einiges erzählt. Was im Grunde genommen lange überfällig ist.
Jeder profitiert
Frank Castle zeigt sich dabei in dieser Folge wieder von seiner üblichen charmanten Seite. Er macht keinen Hehl draus, dass er auf Madani sauer ist, da sie ihn nichts über die Flucht von Billy Russo erzählt hat. Und macht sich dann doch auf die Jagd nach seinem früheren Freund. Einfach weil er ihn ein für alle Mal erledigen möchte.
Auch Madani selbst profitiert von dieser Folge. Es zeigt sich, dass sie, um an ihr Ziel zu kommen, bereit ist, allen und jeden anzulügen. Wie beispielsweise Frank Castle, als dieser sie darauf anspricht, dass sie seinen ersten Anruf einfach wegdrückte. Aber an diesen Aktionen merkt man, wie sehr die Bundesagentin von dem Wunsch angetrieben ist, Billy Russo festzunehmen oder zu töten. Was auch kein Wunder ist, schließlich hatte er ihr am Ende der ersten Season ja eine Kugel in den Kopf gejagt.
Dies ist eine ruhige und charakterintensive Folge. So muss es sein, so stimmt es.
Info
Regie: Iain B. MacDonald
Drehbuch: Angela LaManna
Showrunner: Steve Lightfoot
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