Im Serien-Universum kommt es zu einigen überraschenden Entwicklungen, die für zusätzliche Spannung sorgen.
Probleme im Paradies
Die Herrschaft der Cleons wird bedroht, als bei einer größeren Religion das bisherige Oberhaupt stirbt. Nachfolgerin könnte jemand werden, die die Regeln des Glaubens besonders orthodox auslegt, weshalb sie der Meinung sein könnte, dass die Cleons, da sie Klone sind, keine Seele haben, womit die Herrschaftsgrundlage gefährdet wäre. Aus diesem Grund bricht Bruder Tag (Lee Pace) auf, um die Herrschaft zu sichern.
Derweil wird Terminus von Einheiten der Anacreoner bedroht. Salvor (Leah Harvey) kann zwar dafür sorgen, dass die Foundation einen kleinen Vorteil erhält, doch die Gegenpartei ist nicht bereit, klein beizugeben.
Harmonie gesucht
Mit Barbaren vor den Toren präsentiert sich Foundation wieder zweitgeteilt. Ein Teil spielt im Imperium, bei den Klonimperatoren, der andere auf Terminus, wo Hari Seldons Erbe durch die Anacreoner gefährdet ist. Dabei gibt es in dieser Episode erste Ansätze, eine Verbindung zwischen den beiden Plots herzustellen.
Es zeigt sich, dass das Zusammenleben der Imperatoren nicht immer von Freundlichkeit und Zuneigung geprägt ist. Vor allem der neue Bruder Tag sorgt sich um das Imperium und meint, Zeichen zu sehen, dass die Vorhersagen Hari Seldons eintreffen könnten. Und er beschuldigt Bruder Dämmerung, dass dieser zu leichtfertig die Foundation hat ziehen lassen und allgemein zu impulsiv gehandelt hat. Woraufhin er ihn quasi entmachtet.
Es sind großartige Szenen, in denen vor allem Lee Pace seine ganze Bandbreite an Können zeigt. Die Szene, wo er die imperialen Statistiker zusammenstaucht und einen von ihnen so sehr anbrüllt, dass dieser kollabiert, ist wieder von einer enormen Theatralik geprägt. Wohingegen er, wenn er mit seiner „Familie“ zusammen ist, vollkommen normal agiert. Und das ist schon faszinierend.
Ob er jetzt Schatten an der Wand sieht oder richtig liegt, weiß man nicht. Aber die Gnadenlosigkeit, mit der er vorgeht, ist wirklich beeindruckend. Wobei man sich schon fragt, ob Bruder Dämmerung diese Entmachtung wirklich einfach so über sich ergehen lässt. Als er am Ende den Befehl gibt, dass jemand nach der Foundation gucken soll, wirkt es nicht so, als ob er einfach die Hände in den Schoß legt.
Es wird religiös
Parallel dazu hat Bruder Angehender Morgen seine eigenen Probleme. Seine erste Szene zeigt, wie er versucht, Selbstmord zu begehen. Nur um sich dann in eine einfache Gärtnerin zu verlieben. Allgemein fehlt ihm dieses absolute Selbstbewusstsein, das ja seine älteren Ichs kennzeichnet. Er wirkt schüchtern, zurückhaltend und unsicher. Etwas scheint mit ihm los zu sein, aber was genau, erfährt man noch nicht.
Im Vergleich dazu wirken die Ereignisse auf Terminus nicht ganz so überragend. Es kommt endlich eine religiöse Komponente ins Spiel, weil nämlich die Regel von Hari Seldon und seine Berechnungen von einigen Terminus-Bewohnern zu Glaubenssätzen erhoben worden sind.
Ein interessanter Nebenaspekt: Salvor wirkt ein wenig wie eine Außenseiterin, weil sie eben nicht Teil dieser Berechnungen ist. Dabei zeigt sich, dass sie anscheinend außergewöhnliche Fähigkeiten hat. Irgendwie scheint sie das Schicksal manipulieren zu können, was sich beim Verhör der anacreonischen Anführerin erweist, als sie eine Münze dazu bringt, mehrere Male auf derselben Seite zu landen.
Es plätschert
Doch ansonsten hat man das Gefühl, dass dieser Plot im Vergleich zu dem von dem Imperium vor sich hin plätschert. Es mag einfach keine richtige Stimmung und Spannung aufzukommen. Was unter anderem daran liegt, dass die Bewohner von Terminus noch nicht genügend vorgestellt worden sind. Hier rächt sich, dass die Serie sie erst in der letzten Folge einführte und dafür die Figuren, die es in den ersten beiden Episoden einführte, über Bord warf.
Informationen
Regie: Alex Graves
Drehbuch: Lauren Bello
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