Mit dieser Episode zeigt die Serie sich wieder von ihrer sehr blutigen und brutalen Seite.
Es wird wieder blutig
Frank Castle (Jon Bernthal) und Amy (Giorgia Whigham) verstehen sich mittlerweile deutlich besser. Daher weiht der Punisher sie teilweise in seine Pläne ein. Dass er nämlich jemanden eine Falle stellen möchte, um so an mehr Informationen zu kommen. Genauer gesagt will er von den Russen herauskriegen, wieso die Fotos, die Amy und ihre Freunde gemacht haben, so sehr von Bedeutung sind.
Billy Russo (Ben Barnes) trifft derweil in einer Bar auf einen Veteranen aus Curtis Hoyles (Jason R. Moore) Therapiegruppe. Währenddessen wird John Pilgrim (Josh Stewart) von seinen Gönnern nach New York geschickt. Er geht allerdings nur äußerst ungerne, da seine Frau bereit ist, zu sterben. Und er sie in dieser Zeit nicht alleine lassen möchte.
Besessen ist wieder eine Episode, die genau zeigt, was die The Punisher-Serie unter anderem ausmacht. Es ist dabei vor allem die detailliert dargestellte, teilweise sehr blutige Action. So sieht man in dieser Folge, wie sich Frank Castle mit der Russenmafia in einem Fitnessstudio eine Schlägerei liefert und hierbei auf allerlei Trainingsgeräte zur Meinungsverstärkung zurückgegriffen wird. Und so schlägt der Vigilant einem Angreifer mit einer Gewichtsscheibe beinahe den Schädel ein.
Ein harmloser Beginn
Für jemanden, der die Serie nicht kennt, ist dies natürlich ein extremer Schock. Dabei ist diese detaillierte und blutige Darstellung von Gewalt und ihren Konsequenzen nichts Neues. In der ersten Staffel gab es jede Menge solcher Momente. Und am Ende beweist diese Szene, dass Frank Castle viel einstecken kann, aber ebenso viel austeilen kann.
Dabei fängt die Episode harmlos an. Es wird gezeigt, dass sich Frank und Amy mittlerweile sehr gut verstehen. Sogar so gut, dass sie ihm einen Kartentrick zeigt. Wobei sie ihn jedoch auch davor warnt, dass seine Methode, Dinge zu lösen, nicht immer funktionieren wird. Eine Warnung, die er allerdings in den Wind schlägt.
Schließlich sieht man in dieser Folge, dass seine Art vorzugehen immer noch zu einem Erfolg führt. Er sorgt dafür, das Dritte für ihn unbeabsichtigt eine Falle aufstellen, taucht dann auf und sorgt mit Gewalt dafür, dass er das Gewünschte erhält. Noch gibt es keine Anzeichen, dass er mit seiner Methode nicht mehr weiterkommt. Aber vielleicht wird dies noch später geschehen.
Traumatisiert und immer noch gefährlich
Es ist schön, das Curtis Hoyle und seine Therapiegruppe wieder auftauchen. Die Tatsache, dass er Madani einlädt, an einer solchen Sitzung teilzunehmen, ist dabei ebenfalls eine gewisse Art von Respekt, die er ihr gegenüber aufbringt. Auch wenn die Agentin sich dann erst mal gegen den Sexismus und die Arroganz einiger anderer Teilnehmer erwehren muss. Was sie aber großartig macht.
Dabei ist eine andere Figur aus dieser Gruppe das Bindeglied zu Billy Russo. Denn der frühere Söldner spricht den Charakter an. Er lädt ihn zu Drinks ein, so das er irgendwann anfängt, sich auszukotzen und sich hierbei als drogenkonsumierendes Arschloch erweist. Also perfekt geeignet für welchen Plan auch immer Billy Russo jetzt ausheckt.
Es ist wunderschön, wie die Serie zeigt, dass dieser trotz der Traumata, die er erfahren hat, immer noch gefährlich ist. Er ist und bleibt hochintelligent und gerissen. Wobei die Albträume, die er hat, darauf hindeuten, dass die Ereignisse aus dem Staffelfinale ihre Spuren hinterlassen haben. Entsprechend sehnt man sich schon fast danach, dass es zu einer ersten Konfrontation zwischen ihm und Frank Castle kommt. Wo man wirklich darauf gespannt ist, wie diese dann ablaufen wird.
Ein Grund, sich zu freuen
Auch ist es schön, dass John Pilgrim nicht vergessen wird. Einmal mehr zeigt sich, wie extrem er in seinem Glauben ist. So geißelt er sich, weil er beim letzten Mal gescheitert ist und seine Gönner enttäuscht hat. Dass er dies jedoch mit einem Knebel im Mund und hinter verschlossenen Türen tut, zeigt dabei, dass er diese Seite seines Lebens vor seiner Familie geheimhalten möchte. Was wieder für die Figur spricht, die ja ohnehin schon bislang großartig dargestellt wurde.
Am Ende wird er nach New York geschickt. Und seine Präsenz dürfte die Gemengelage, die bereits jetzt vorhanden ist, noch mal gehörig durcheinanderwirbeln. Noch ein Grund, sich auf die kommenden Folgen zu freuen.
Es ist eine großartige Episode.
Info
Regie: Stacie Passon
Drehbuch: Dario Scardapane
Showrunner: Steve Lightfoot
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