Auch wenn diese Folge einige interessante Aspekte hat, kann sie am Ende nicht wirklich begeistern.
Enttäuschend
Madani (Amber Rose Revah) und Hoyle (Jason R. Moore) reagieren auf Franks (Jon Bernthal) Ankündigung, dass er sich um alles kümmern wird, nicht mit Begeisterung. Stattdessen wollen sie mit dabei sein, ihn nicht solo agieren lassen. Was der Punisher widerwillig akzeptiert.
Billy Russo (Ben Barnes) baut und bildet derweil aus den Veteranen eine eigene Armee. Er trainiert sie, er gibt ihnen Disziplin. Und geht dabei rücksichtslos vor. Es scheint so, als ob er sich vor nichts fürchtet.
Nachdem mich ja Nakazet begeisterte, war ich von Ein schlechter Tag enttäuscht. Was daran lag, dass in dieser Folge im Gesamthandlungsfortschritt gefühlt voll auf die Bremse gestiegen wird. Es gibt zwar einige interessante Charakterentwicklungen. Aber insgesamt kann diese Episode einen nicht mitreißen.
Die Narben verstecken
Positiv ist die Rückblende direkt zu Beginn der Folge. Wo man sieht, wie Madani im Krankenhausbett verhört wird und anschließend von ihrer Chefin eine Art schmutziger Deal angeboten wird. Den sie widerwillig annimmt.
Hier kann man gut erkennen, wie sehr der Kopfschuss und die Erkenntnis, dass Billy Russo sie eher ausgenutzt als geliebt hat, verändert haben. Sie gibt sich zwar nach außen hin weiterhin als die harte und toughe Bundesagentin. Aber sie versteckt ihre sichtbaren und unsichtbaren Narben. Was eine Entscheidung ist, die sicherlich noch erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen wird.
Dabei ist sie nicht die einzige Frau, die Billy Russo ausnutzt. Ihre Nachfolgerin ist seine Psychiaterin Krista Dumont. Die ihn anscheinend von Anfang an heimlich geliebt hat. Und diese Liebe gibt er ihr jetzt körperlich zurück, wobei er ihr andererseits klar macht, dass sie keine Macht über ihn hat. So lässt er sie eiskalt in ihrem Apartment/Büro zurück und sie kann ihm nur hilflos hinterherblicken.
Ein Mann mit einer Mission
Er tut dies, weil er weiß, dass er sie in der Hand hat. Dass er darauf vertrauen kann, dass sie ihn trotz allem immer noch so liebt, dass sie nichts gegen ihn unternehmen wird. Das zeigt wunderbar, was für ein Arschloch er ist, trotz der Amnesie, unter der er leidet.
Und Krista Dumont ist ja nicht die einzige Person, die er ausnutzt. Auch die Veteranen sind für ihn nur eine Art Werkzeug. Er trainiert sie, er pocht auf Disziplin. Aber am Ende geht es ihm nur darum, reich zu werden. Und wenn sein Ziel erfüllt ist, würde es nicht wundern, wenn er sich dann seiner Werkzeuge einfach so entledigt. Es würde zu seiner gnadenlosen und egozentrischen Persönlichkeit passen.
Auf der anderen Seite hat man Frank Castle, der unbedingt herausfinden will, was Billy Russo vorhat. Und der wieder einmal beweist, was für ein Arschloch er sein kann. Denn er foltert einen der Veteranen ohne Gnade. Und lässt Madani und Doyle hilflos zuschauen, wobei Letzterer später dann den guten Cop gibt, um an die nötigen Infos zu kommen.
Es wird persönlich
Es wird mit dieser Folge klar, dass die Sache für Frank persönlich ist. Was auch kein Wunder ist, schließlich hat Billy Russo seine Familie umgebracht. Doch durch seinen egozentrischen Kurs stößt er im Prinzip alle anderen vor dem Kopf.
Das Problem an dieser Episode ist, dass man sowohl John Pilgrim wie ebenfalls Amy vermisst. Beide waren in den vergangenen Folgen willkommene Figuren, die die Handlung bereichert haben. Die sie auch interessanter und abwechslungsreicher gestaltet haben. Man würde eigentlich erwarten, dass zumindest John Pilgrim nach seiner Drohung gegenüber Madani wieder auftreten würde. Doch das ist leider nicht der Fall.
Und letzten Endes ist dies auch nicht das Hauptproblem der Folge. Das ist die Tatsache, dass die gesamte Handlung wie gestreckt wirkt. Der Gesamthandlungsfortschritt ist zwar vorhanden. Aber wenn überhaupt nur sehr minimal gegeben. Und das ist schade.
Es ist am Ende immer noch eine gute Folge. Man wird immer noch gut unterhalten. Aber sie kann nicht begeistern, was nach den Vorgängerepisoden schade ist.
Info
Regie: Jet Wilkinson
Drehbuch: Felicia D. Henderson
Showrunner: Steve Lightfoot
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