Die Tops und Flops der Redaktion: Star Trek – The Next Generation

Nach den Tops und Flops aus TOS geht es nun mit TNG weiter.

Was sind unsere Favoriten der Serie um Captain Picard und der USS Enterprise D? Und welche Folgen mögen wir überhaupt nicht? Hier stellen wir unsere persönliche Auswahl vor. Wie auch zuvor gilt: Wir geben hier unsere eigene persönliche Meinung wieder, abseits von Kritik und Bewertung.

Die Tops und Flops von Kirsten

Top: „Die Auflösung“: Deanna und Lwaxana Troi. Wie kann man die beiden nicht lieben? Dieses wunderbare Gespann aus einer extrovertierten, etwas ausgeflippten Mutter und ihrer etwas bodenständigeren Tochter taucht immer wieder in der beliebten Konstellation auf. Wann immer Lwaxana Troi an Bord kommt, stellt sie das Leben auf dem Schiff auf den Kopf.

Etwas anders ist es in dieser Episode. Ganz im Gegenteil zu sonst, zeigt „Die Auflösung“ eine ganz andere Lwaxana Troi. Sie verliebt sich in einen Wissenschaftler, dessen Volk rituellen Selbstmord begeht, sobald sie 60 Jahre alt sind. Dieses Vorgehen wird „Auflösung“ genannt und besteht aus einer friedlichen Zeremonie im Kreis vertrauter und geliebter Personen, an dessen Ende der schmerzlose Tod steht. Lwaxana lehnt sich dagegen auf und versucht ihren Geliebten zu überzeugen, dies nicht zu tun. Am Ende akzeptiert sie jedoch diesen fremdartigen Brauch.

Gleichzeitig ist dies eine wunderbare Geschichte von unterschiedlichen Betrachtungsweisen, Philosophien und Respekt vor fremden Kulturen.

Flop „Der unmögliche Captain Okona“ : Es ist beileibe nicht einfach eine wirklich schlechte Episode zu finden. „The Next Generation“ ist insgesamt eine so gelungene Serie, dass mir die Auswahl eines persönlichen Flops tatsächlich schwer fiel.
Die Folge um Captain Okona, der zwischen die Fronten zweier Parteien gerät und sowohl des Raubes als auch einer Entehrung beschuldigt wird, hat mich nicht mitgerissen. Das ganze Drama, in dessen Mittelpunkt eine Art Hallodri und Schürzenjäger steht, der sich (zu recht, wie sich herausstellt) keiner Schuld bewusst ist, besteht aus einem Streit, der aus verknöcherten moralischen Vorstellungen hervorgeht. Prinzipiell ist dies kein allzu schlechter Stoff. Die Umsetzung jedoch hat mir einfach nicht gefallen. Es waren die üblichen Klischees, so dass kein Überraschungseffekt auftrat, gleichzeitig erschien mir alles so trivial.
Ein wenig versöhnte mich die Geschichte mit Datas eigenwilligen Versuchen, herauszufinden, was Humor ist. Dennoch gehört diese Episode zu denen, die ich nicht unbedingt noch einmal sehen muss.

Die Tops und Flops von Marco

Top: „The Measure of a Man“: Ich habe diese Folge nicht umsonst für mein erstes Review gewählt. „Wem gehört Data?“ ist eines der ersten Highlights der Serie und dringt tief in das Herz von Star Trek vor. Eindrucksvoll und ohne großes Effektgewitter widmet man sich der Frage, was denn eigentlich Leben ist. Und besonders gelungen finde ich dann am Ende die Lösung – können wir auch noch nicht mit Bestimmtheit im 24ten Jahrhundert sagen.

Flop: „Sub Rosa“: Die siebte Staffel von TNG ist nicht unbedingt auf einem Level mit den vorherigen zwei bis drei, aber es ging auch immer noch einen Gang tiefer. Man könnte den Plot in „Dr. Crusher schmeißt alles hin um mit Caspar zu leben.“ zusammenfassen. Klingt merkwürdig? So fühlt sich die Folge auch an. Der Plot ist dröge und die schauspielerischen Leistungen sind maximal mittelprächtig. Der Höhepunkt kommt, wenn die tote Oma von Ronin wieder zum Leben erweckt wird. Einziger Lichtblick: Grabsteine mit den Namen „Vader“ und „McFly“.

Die Tops und Flops von Sascha

Top: „Der Kampf um das Klingonische Reich“: Ich betrachte diese Doppelfolge am Ende der vierten und am Anfang der fünften Staffel hier als Einheit. Dabei gebe ich auch zu, dass ich ein riesiger Fan der Klingonen bin. Und hier erfahren wir einfach mal sehr viel über die Klingonische Politik und Kultur. Wobei die Kultur der Klingonen ja schon durch Worf immer wieder mal thematisiert worden ist. Die gesamte Handlung über den Kampf um die Nachfolge wurde ja schon in einigen früheren Folgen angedeutet und findet mit dieser Doppelfolge wie ich finde einen großartigen Abschluss.

Flop: „Gefährliche Spielsucht“: Für mich gibt es so viele Gründe diese Episode nicht zu mögen. Der wichtigste ist dass ich die Figur des Wesley Crusher einfach nicht mag. Und wie so oft ist er hier mal wieder derjenige der die Enterprise am Ende rettet. Und dazu kommt dass hier einfach jeder dieses unbekannte Gerät ausprobiert und nicht eine Person mal auf die Idee kommt dass man sich eine solche unbekannte Technologie mal näher anschauen sollte. Das ergibt bei einem Schiff wie der Enterprise mit einer doch beachtlichen Besatzung aus Wissenschaftlern einfach keinen Sinn.

Die Tops und Flops von Götz

Top: »Zeitsprung mit Q«: Ach ja, erneut eine Episode, wo der Deutsche Titel absoluter Schwachsinn ist. Denn es folgt kein Sprung durch die Zeit, sondern einer durch den Raum. Aber okay, die Übersetzungen hierzulande sind ein Thema für sich.

Ich mag diese Folge deshalb so besonders, weil hier die Borg ihren ersten Auftritt haben. Und anders als die vorherigen Feinde der Föderation sind diese kein Gegner, mit dem sich reden lässt. Die Crew der Enterprise hat es mit Wesen zu tun, die (zumindest zu diesem Zeitpunkt) keinen Individualismus kennen und Fremdes komplett assimilieren wollen, so dass diese Teil ihres Kollektivs werden.

Hinzu kam ebenso die extreme Anpassungsfähigkeit der Borg. Zu sehen, wie sie ohne zu zögern den Tod oder die Verwundung einzelner Drohnen nutzen, um gegen den nächsten Angriff die perfekte Gegenmaßnahme zu haben, ist gruselig.

Jeder einzelne Aspekt der Episode stimmt. Jeder Charakter, darunter auch Q und Guinan, kommen zur Geltung. Und die Borg sollten sich schnell als Gegner herausstellen, auf die im Laufe zukünftiger Serien oft und gerne zurückgegriffen wurde. Leider zu oft!

Flop: »Der Wächter«: Die erste Staffel von »The Next Generation« war noch weit davon entfernt, die Qualität zu erreichen, die die Serie später haben sollte. Man merkte ihr an, dass sie am experimentieren waren, am herausfinden, was sie bald ausmachen würde. Was dann zu solch Episoden wie »Der Wächter« führte.

Im Prinzip müsste man sie als Paradebeispiel für das Bemühen der Föderation anführen, Konflikte ohne Einsatz von Waffen zu lösen. Wäre da nicht die Tatsache, dass hier die Ferengi ihren Erstauftritt hatten, der einfach nur Murks war. Was die Spezies später auszeichnete, ihr extrem überzeichnter Hang zum Kapitalismus, war in diesem Fall nicht vorhanden. Stattdessen wirkten sie wie Affen, die auf und ab hüpften und kreischten. Es wirkte unfreiwillig komisch und trug nicht dazu bei, dass man diese Spezies als ernsthafte Bedrohung wahrnehmen konnte.

Immerhin änderte sich das im Laufe der Zeit, wofür vor allem DS9 sorgte, die viele gute Episoden über diese Wesen lieferte. »Der Wächter« hingegen war lahm, langweilig und ein wahrer Flop!

Die Tops und Flops von Sabine

Top: „Eine hoffnungslose Romanze“: Vielleicht nicht unbedingt die Lieblingsfolge der männlichen Trekkies (abgesehen von Famke Jansen als Kamala), aber ein guter Start, wenn Eure Frauen/Freundinnen noch nicht ganz von Star Trek überzeugt sind. Die Episode zeigt Picard einmal von seiner nahbaren Seite, als er Gefühle für den weiblichen Metamorph Kamala entwickelt. Eigentlich ist sie aber das Friedensgeschenk, um einen seit Jahrhunderten andauernden Krieg zu beenden. Ungewöhnliche Handlung für eine Next-Generation-Folge, dennoch mit Tiefgang und Humor.

Flop: „Die schwarze Seele“: Tasha Yar konnte man nun mögen oder nicht – irgendwie fand ich ihren Tod in dieser Folge unnötig und unwürdig. Natürlich waren die technischen Möglichkeiten in Staffel 1 noch nicht sehr ausgeprägt, aber diese schwarze Pfütze war optisch und verbal einfach nur nervtötend.

Redaktion

Gemeinsame Artikel der Redaktion.

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