[Die zweite Erde 1] Absturz

Lesezeit circa: 3 Minuten

Die erste Ausgabe von Christian Humbergs neuer Reihe „Die Zweite Erde“ mit dem Namen „Absturz“ erschien am 28. Juni 2019.

Zweite Erde Absturz
© Lübbe

Erschienen: 28. Juni 2019
Autor: Christian Humberg

Der Inhalt

Der Auftakt ist ein klein wenig gewöhnungsbedürftig, da hier zwischen verschiedenen Zeitebenen gesprungen wird. Das kann man machen, es könnte für manchen Leser aber anstrengend werden, wenn die Rückblenden nicht chronologisch erfolgen. Als Ankerpunkt dient die Gegenwartshandlung. Diese findet an Bord eines Raumschiffs statt, welches Kolonisten transportiert. Das Schiff gerät mitsamt seiner im Kälteschlaf liegenden Besatzung in einen Meteoritenschauer. Es erinnert dann doch an den Beginn des Films „Pitch Black“. In den Zwischenrückblenden lernen wir einige der Personen an Bord des Schiffes kennen, ebenso die Motivation für den Flug und dergleichen mehr. Eine Pressekonferenz mit dem Präsidenten der USA des Jahres 2110 inklusive, welcher sich wie ein Donald Trump auf Koks gebärdet. Es kommt, wie es kommen muss. Die Genesis stürzt auf einem Planeten ab, der wie eine zweite Erde wirkt. Gute Voraussetzungen für einen Neustart.

Anmerkungen

Ein schönes Titelbild. Ein Problem des Romans eröffnet sich auch in den ersten Kapiteln. Zu viele Charaktere werden schlaglichtartig, chronologisch ungeordnet beleuchtet. Zwar ist diese nicht-lineare Erzählweise interessant, und man muss sich verbeugen vor dem Umstand, dass alle Rückblenden erst zusammen ein Gesamtbild formen. Dennoch ist diese zerstückelte Erzählweise zumindest für mich recht anstrengend. Handwerklich ist der Roman völlig gelungen. Da muss ich Christian Humberg gratulieren. Als primärer Perry Rhodan Leser vermisse ich jedoch etwas technische Substanz. Es gibt keinerlei Beschreibung des Raumschiffs bezüglich Größe oder Form. Die Technik wird angewendet, aber eben kaum beschrieben. Was den Erfolg von Perry und anderen Langzeitserien ausmachte, war oft das technische Grundgerüst, welches dem Leser mittels „Technobabble“ nahe gebracht wurde. Das wird vielleicht nur für mich ein kleiner Stolperstein sein. Andere Leser mögen da weit weniger kritisch sein. Ich bin da sicher sehr verwöhnt.

Fazit

Möchte ich den zweiten Band lesen, sobald er erscheint? Nein. Auf keinen Fall. Habe ich „Die Zweite Erde: Absturz“ wirklich genossen? Ja und nein. Zu viele Charaktere, zu unlinear, zu wenig technisches Grundgerüst. Ich vergebe sehr selten Sterne, aber würde ich es tun, wären es 4 von 10 mit klar erkennbarem Potential nach oben. Lust auf mehr macht das Heft mir leider nicht. Leider. Das nächste Heft erscheint am 31. Juli 2019.

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Mario Staas

Mario ist Jahrgang 1974 und seit Ewigkeiten Perry-Rhodan-Leser. Er liest die komplette Reihe gerade zum dritten Mal und lässt uns daran teilhaben.
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