Es gibt Menschen, deren Tod viel zu früh geschieht. So zum Beispiel Anton Yelchin, der heute, am 11. März 30 Jahre alt geworden wäre. Leider verstarb er tragischerweise am 19. Juni 2016.

Viel zu früh

Geboren wurde er als Anton Viktorovich Yelchin 1989 in Leningrad, dem heutigen Sankt Petersburg. Seine Eltern waren Irina Korina und Viktor Yelchin, berühmte Eispaartänzer, die jedoch gleichzeitig auch Juden waren und sich deshalb religiöser und politischer Unterdrückung ausgesetzt sahen. Die Familie floh in die USA, als Anton sechs Monate alt war. Dort wurden sie schnell als Flüchtlinge anerkannt und arbeiteten weiterhin im Eistanzumfeld.

Das Debüt

Anton wurde mit Mukoviszidose geboren, was allerdings erst nach seinem Tod bekannt wurde. Er ging auf das Sherman Oaks Center for Enriched Studies in Tarzana, Kalifornien und schrieb sich im Herbst 2007 an der University of Southern California ein, um Film zu studieren.

Sein Debüt als Schauspieler feierte er in der Komödie »A Man is Mostly Water« aus dem Jahr 2000. Es folgten weitere Rollen in Film und Fernsehen. Für seine Darstellung als Bobby Garfield in »Hearts in Atlantis« erhielt er 2002 den Young Artist Award in der Kategorie »Best Performance in a Feature Film – Leading Young Actor«. Es folgten Auftritte in TV-Serien wie »Huff«, »Law & Order: Criminal Intent« oder »Criminal Minds«.

Star Trek

2006 spielte er Zack Mazursky in dem Film »Alpha Dog: Tödliche Freundschaften«, wofür er von den Kritikern hoch gelobt wurde. 2007 kam der Film »Fierce People: Jede Familie hat ihre Geheimnisse« in die Kinos und kurz darauf das Comedy-Drama »Charlie Bartlett«.

Es war 2009, als er eine Nebenrolle in einem Science Fiction-Film übernahm. Jener hieß »Star Trek«, war ein Reboot des bekannten Franchises und Yelchin stellte die Figur des jungen Navigators Pavel Chekov dar. Die Neuauflage war ein voller Erfolg und machte ihn und seine Kollegen weltbekannt. In demselben Jahr war er auch an »Terminator: Salvation« beteiligt, wo er den jungen Kyle Reese darstellte.

Schlümpfe, Vampire und ein Raumschiff

Es sollten vier Jahre vergehen, ehe er wieder Chekov darstellen würde. In dieser Zeit übernahm Yelchin die Rolle von Charlie Brewster in der 2011er Neuverfilmung »Fright Night«, war Clumsy Schlumpf in »Die Schlümpfe« (2011) und »Die Schlümpfe 2« (2013) und sprach Shun in dem Ghibli-Film »Der Mohnblumenberg« (2011).

2013 war es soweit. »Star Trek into Darkness« kam in die Kinos, und einmal mehr stellte Anton Yelchin Pavel Chekov dar. In demselben Jahr übernahm er die Hauptrolle in dem Film »Odd Thomas« und war ein Jahr später einer der Stars der Horrorkomödie »Weg mit der Ex«. 2015 schauspielerte er in dem Indie-Horrorfilm »The Green Room«

Anton Yelchin

Ein tragischer Tod

2016 schlüpfte er erneut in die Rolle des Pavel Chekovs. Das war in »Star Trek Beyond«. Doch kurz, bevor der Film in die Kinos kam, verstarb er auf eine tragische Weise.

Am 19. Juni wurde Yelchin eingequetscht zwischen seinem Jeep Grand Cherokee, einer Ziegelsteinsäule und einem Sicherheitszaun vor seinem Haus in Studio City, Kalifornien, gefunden. Allem Anschein nach war der Wagen ins Rollen geraten, als Yelchin gerade ausstieg, da das Auto auf einer Schräge stand und die Gangschaltung versagte. Er verstarb bereits kurze Zeit später an den Folgen dieses Unfalls.

Abschied nehmen

Nach seinem vorzeitigen Tod beschlossen die Produzenten von »Star Trek«, die Rolle des Pavel Chekov nicht mehr neu zu besetzen. »Beyond« wurde ihm und dem ebenfalls verstorbenen Leonard Nimoy gewidmet. Auch »Die Schlümpfe: Das verlorene Dorf« enthielt eine Widmung für ihn, da er zuvor der Sprecher von Clumsy Schlumpf war. Viele weitere Filme und Serien, in denen er vor seinem frühzeitigen Ableben involviert war, schlossen sich an. Und während der 89. Oscar-Verleihung wurde er in der »In Memoria«-Sektion aufgeführt.

Yelchin liegt im Hollywood Forever Friedhof begraben. Im Oktober 2017 wurde auf seinem Grab eine Bronzestatue errichtet, zu dessen Enthüllung viele seiner »Star Trek«-Kollegen anwesend waren. Zoe Saldan͂a hielt dabei auch eine Rede.

In Gedenken an…

Kurz vor seinem Tod wirkte Anton Yelchin an diversen Independent-Produktionen mit, die alle posthum in die Kinos kamen und noch kommen. Eine Dokumentation über ihn mit dem Titel »Love, Antosha« feierte am 28. Januar 2019 seine Premiere im Rahmen des »Sundance«-Festivals. Der Film wurde von seinen Eltern mitproduziert.

Der Tod von Yelchin war vor allem auch deshalb so unglücklich, weil hier ein junger Mann in der Blüte seines Lebens verstarb.

I have an aversion to remakes, which is ironic because I’m in two of them right now. When I went back and watched T3 recently, I thought we need to make a better movie. I can’t say I’m a fan.

Anton Yelchin im Web

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Götz Piesbergen

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