Spotlight: Arthur C. Clarke

Lesezeit circa: 5 Minuten

Arthur C. Clarke ist einer der größten Sci-Fi-Autoren aller Zeiten!

Arthur C. Clarke
Quelle: IMDb

3 Inspirationsquellen

Geboren wurde der Schriftsteller am 16. Dezember 1917 in Minehead, Somerset, England. Aufwachsen tat er hingegen in Bishops Lydeard. Er ging auf die Huish Grammar School in Taunton.

Er selbst meinte, dass damals drei Sachen sein Interesse an Science-Fiction erweckten. Das Erste war die November 1928 Ausgabe des Magazins »Amazing Stories«, die er 1929 las. Olaf Stapledons »Die ersten und die letzten Menschen« 1930. Und 1931 David Lassers Sachbuch »The Conquest of Space«.

1936 zog er nach London, wo er eine Stelle als Pensions-Auditor beim Board of Education erhielt. Gleichzeitig lebte er mit vielen anderen Sci-Fi-Autoren in einer Wohnung. Dort erhielt er seinen Spitznamen »Ego«, weil Arthur C. Clarke großes Interesse an vielen verschiedenen Themen besaß und sich darüber auch informierte.

Schriftsteller und Wissenschaftler

Im Zweiten Weltkrieg trat er der Royal Air Force bei. Von 1941 bis 1946 diente er bei der Armee als Radarspezialist und war als solcher an dem Frühwarn-Radarsystem beteiligt, das wesentlich dazu beitrug, dass die RAF bei dem Battle of Briton 1940 erfolgreich war. Die meiste Zeit arbeitete er an einem bodengesteuerten Anflug-System, das allerdings erst nach Ende des Krieges, während der Berlinblockade 1948 bis 1949, erfolggekrönt eingesetzt wurde. Im Laufe seiner Dienstjahre stieg er in den Rängen auf und wurde schließlich als Flight Lieutenant demobilisiert.

1946 begann seine Karriere als Schriftsteller. Er verkaufte dem Magazin Astounding Science Fiction die Geschichte »Rescue Party«, die allerdings erst nach seiner zweiten Story »Loophole« herauskam. Ab 1951 wurde er Vollzeitschriftsteller.

Nach dem Krieg machte der Autor seinen First-Class Degree Abschluss in Mathematik und Physik am King‘s College London. Danach arbeitete er als Assistant Editor bei der wissenschaftlichen Zeitschrift Physics Abstract. In dieser Zeit leistete er auch seinen größten Beitrag zur Wissenschaft. Er legte nämlich fest, wie in einem geostationären Orbit ein ideales Telekommunikationsrelay aussehen würde. In Anerkennung zu seiner Erkenntnis wurde diese Laufbahn über den Äquator offiziell als Clarke-Orbit benannt.

Eine erfolgreiche Odyssey

1948 schrieb er für einen BBC-Wettbewerb die Kurzgeschichte »The Sentinel«. Diese bildete die Grundlage für »2001: Odyssey im Weltraum«. Interessanterweise kam zuerst der gleichnamige Kinofilm heraus und erst danach der Roman, der im Vergleich zur Vorlage deutlich erweitert wurde. Das Buch war die Basis für drei Fortsetzungen, die Arthur C. Clarke im Laufe seines Lebens vereinzelt verfasste. Nachdem der Film erfolgreich in den Kinos lief, stieg die Bedeutung des Autors als Kommentator zu neusten wissenschaftlichen und technologischen Entwicklungen. So kommentierte er zum Beispiel auch auf dem amerikanischen Sender CBS die Mondlandung.

Der Schriftsteller war ein passionierter Taucher und zog 1956 nach Sri Lanka, wo er bis zu seinem Tod 2008 lebte. Bei seinen Tauchgängen entdeckte er antike Ruinen, über die er später ein Buch verfasste. Des Weiteren eröffnete er eine eigene Tauchschule und einen kleinen Tauchladen. Er wurde in seiner neuen Heimat in hohen Ehren gehalten. Das zeigte sich unter anderem dadurch, dass, als Robert A. Heinlein zu einem Besuch kam, beide vom Militär einen Helikopter erhielten, mit dem sie frei herumfliegen durften.

In den frühen 1970ern unterzeichnete Clarke einen Vertrag über drei Bücher, was für Sci-Fi-Autoren damals ein Novum war. Der erste Roman war »Rendevouz mit Rama«, der gleich viele Preise gewann und diverse Sequels erhielt. 1986 wurde er Grand Master der Science Fiction Writers of America. 1988 wurde bei ihm das Post-Polio-Syndrom festgestellt, weshalb er danach auf einen Rollstuhl zur Fortbewegung angewiesen war.

(K)eine Ehe

1989 zu Queen‘s Birthdays Honours wurde er zum Commander of the Order of the Britsh Empire ernannt. Im selben Jahr wurde er außerdem Kanzler der International Space University, eine Position, die er bis 2004 innehatte. Er hatte zuvor schon Erfahrungen als ein solcher bei der Moratuwa Universität in Sri Lanka gesammelt, wo er bis 2002 war.

Arthur C. Clarke setzte sich außerdem auch noch für Umweltbelange ein. Er wurde unter anderem Patron des Dian Fossey Gorilla Fund International. Er setzte sich stark für die Belange der Menschenaffen ein.

1953 lernte der Autor Marylin Mayfield kennen. Die 22 Jahre alte geschiedene Frau, die einen Sohn hatte, hatte es ihm angetan. Und so heiratete er sie. Allerdings ging die Ehe bereits nach 6 Monaten in die Brüche, auch wenn sie erst 1964 endgültig geschieden war.

Männerfreundschaften

Es war nie klar, ob Arthur C. Clarke eventuell homosexuell war. Einige Leute wie Isaac Asimov meinten ja, andere meinten nein, der Schriftsteller selbst meinte nur, dass er schon mal sexuelle Erfahrungen mit Männern gehabt hatte.

Clarke, Heinlein und Asimov verband eine Freundschaft. Clarke und Heinlein schrieben sich gegenseitig Briefe, derweil Clarke und Asimov einen mündlichen Vertrag miteinander abschlossen. Laut dem würden die beiden auf die Frage, wer von ihnen der Bessere wäre, antworten, dass Clarke der bessere Science-Fiction-Autor sei, aber Asimov der bessere wissenschaftliche Schriftsteller.

Im Mai 2000 wurde der Autor zum Knight Bachelor ernannt. Ursprünglich sollte dies bereits zwei Jahre vorher stattfinden, doch die Investitur verzögert sich, da das Klatschmagazin Sunday Mirror behauptete, er sei ein Pädophiler. Diese Anschuldigungen erwiesen sich allerdings nach einer Untersuchung als haltlos und Clarke wurde schließlich zum Ritter geschlagen.

Der Autor starb am 19. März 2008 an einem Atemstillstand. Sein damaliger Helfer meinte, dass dies eine Folge des Post-Polio-Syndroms gewesen wäre, das bei ihm in den Jahren zuvor auch eine Sprachstörung verursacht hatte.

Arthur C. Clarke im Web

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Götz Piesbergen
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Götz Piesbergen

Götz ist Jahrgang 78 und unser Mann fürs literarische Star-Trek-Universum.

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