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Ich habe einen Plan verheißt nichts Gutes.

Prall gefüllt!

Saint German (Bill Nighy) erhält Zugang zu dem Kloster und findet nichts Gutes vor. Trevor (Richard Armitage) und Sypha (Alejandra Reynoso) versuchen die Umgebung des Klosters auszukundschaften und treffen auf Mönche, die definitiv nicht gottesfürchtig handeln. Isaac (Adetokumboh M’Cormack) landet in Genoa an und beginnt, die Bevölkerung zu massakrieren.

Striga (Ivana Miličević) und Morana (Yasmine Al Massri) reden über Carmillas Pläne und finden, dass sie umsetzbar sind. Lenore (Jessica Brown Findlay) erhält von Hector (Theo James) im Gegenzug zu Kleidung und Nahrung Infos über seine Beziehung zu Dracula. Und Taka (Toru Uchikado) und Sumi (Rila Fukushima) enthüllen Alucard (James Callis), was sie unter ihrer Herrin, der Vampirin Cho, erlitten haben.

Bereits Ermittler war eine Folge, die vollgefüllt mit Handlung war. Doch Ich habe einen Plan setzt dem Ganzen noch eins drauf. Nicht weniger als sechs verschiedene Plots gibt es in dieser Episode zu sehen. Und das bei einer Laufzeit von rund einer halben Stunde.

Ein sehr langsamer Gesamthandlungsfortschritt

Das ist jede Menge Material, und so langsam entsteht beim Zuschauer die Befürchtung, dass Warren Ellis Gefahr läuft, sich zu verzetteln. Denn der Gesamthandlungsfortschritt ist in dieser Folge wieder eher gering. Zwar tritt die Episode nicht auf der Stelle. Aber so langsam muss Bewegung reinkommen, da die aktuelle Staffel mit der nächsten Folge den Mittelpunkt erreicht. Und wenn dann immer noch Sachen vorbereitet werden, muss man sich ernsthaft Sorgen machen, ob das Ende nicht übers Knie gebrochen wird.

Es gibt immerhin interessante Aspekte an Ich habe einen Plan. Beispielsweise, was Saint German in dem Kloster entdeckt. Es sind alles Hinweise darauf, dass die Mönche verrückt sind. Was das Gespräch mit dem Prior nur noch bestätigt, da dieser Wörter von sich gibt, die eindeutig darauf verweisen, dass er nicht mehr bei klaren Verstand ist. Ebenso, wie auch deutlich gemacht wird, dass die Mönche nunmehr die Hölle verehren und nicht den Himmel, wobei dies teilweise mit dem Holzhammer rübergebracht wird.

Dass bei den Mönchen nicht alles mit rechten Dingen vorgeht, erfahren dann auch Sypha und Trevor, als sie die Umgebung erkunden und auf bewaffnete Mönche stoßen. Ein wenig wird dieser Plot als Comedy Relief dargebracht, wenn sie etwa Trevor bei der Vorstellung beleidigt und der nichts dagegen machen kann. Aber insgesamt dient diese Handlung nur zur Bestätigung von dem, was man auch im Saint-German-Plot erfahren hat.

Ein interessantes Gespräch

Interessant sind derweil die Ereignisse in Styria, der Heimat von Carmilla und ihren Schwestern. Man erfährt dabei in Ich habe einen Plan ein paar Kleinigkeiten. Wie beispielsweise, dass Morgana und Striga ein Liebespaar sind, die sich einerseits über Carmillas Pläne amüsieren aber andererseits auch die Möglichkeiten darin sehen. Im Prinzip wird damit nur die Reaktion auf die Idee der Vampirin gezeigt und dass wohl ernsthaft überlegt wird, wie der Plan umgesetzt werden kann.

Doch deutlich wichtiger ist das Gespräch zwischen Lenore und Hector. Es ist interessant, wie die Vampirin den Schmiedemeister mit wenigen Fragen zu der Erkenntnis bringt, dass sein Plan, Dracula zu helfen, nicht so ganz durchdacht war. Dass er da etwas naiv war. Im Gegenzug sind jedoch ihre Aussagen wichtig, dass sie und ihre Schwestern Hector richtig bezahlen, anders als Dracula. Allerdings wird nicht wirklich klar, in welcher Form diese Bezahlung erfolgen soll.

Auch das Gespräch zwischen Taka, Sumi und Alucard ist in Ich habe einen Plan interessant. Es ist zwar „nur“ eine extensive Rückblende, in der man sieht, wie ihre Herrin Cho einen Samurai langsam umbringt. Aber immerhin wird hiermit verdeutlicht, dass die beiden Japaner einen Grund haben, bei Alucard um Hilfe und Unterweisung bei der Vampirjagd zu fragen. Die er ihnen auch, nachdem er ihre Story gehört hat, zukommen lässt. Mal schauen, was dabei noch geschehen wird.

Enttäuschend

Welcher Plot in dieser Folge enttäuscht, ist die Handlung um Isaac. Der Schmiedemeister legt in Genua an und, nachdem die Wachen ihn nicht in die Stadt lassen wollen, beginnt wieder Menschen nur als Material für seine Armee der Schattenkreaturen zu benutzen. Womit das Gespräch mit dem Schiffskapitän ad absurdum geführt wurde.

Hier wäre die Reaktion von eben diesem interessant gewesen. Doch man sieht nur, wie er abreist und danach nicht wieder auftaucht. Und das ist schade.

Ich habe einen Plan enttäuscht am Ende. Und die Menge an Plots erzeugt die Befürchtung, dass Warren Ellis sich hier verzetteln könnte. Hoffentlich nicht.

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Götz Piesbergen

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