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Im Kino des Schreckens gehen merkwürdige Dinge vor sich.

Was für Suko und Shao als entspannender Samstagabend beginnt, wird im Londoner Kino zu einem Albtraum: Das Tor in eine Welt des Schreckens öffnet sich! Hilflos muß Suko mit ansehen, wie seine Freundin von furchtbaren Gestalten entführt wird. Während Suko zusammen mit John alles versucht, um Shao zu befreien, muß diese in der Dimension des Entsetzens gegen abscheuliche Dämonen kämpfen – und dabei hat das Grauen für sie noch nicht einmal begonnen!

Kino des SchreckensHandlung

Ein offenbar geistig verwirrter Mann erzählt der Polizei, dass seine Freundin entführt wurde. Als er auch von einem schwarzen Skelett redet, ruft dies John Sinclair auf den Plan. Der wollte eigentlich mit Suko und Shao ins Kino, aber die Arbeit kam dazwischen. Das Paar geht alleine, nicht ahnend, dass die Freundin des Mannes in genau diesem Kino entführt wurde…

Rezension

Direkt zu Beginn möchte ich hier etwas hervorheben – Daniela Reidies war zum Zeitpunkt der Aufnahme 33. Sie spricht hier ein kleines Mädchen. Und das nimmt man ihr sofort ab. Vor dieser Leistung ziehe ich meinen imaginären Hut.

Jetzt aber zum Plot. Sukos neue Freundin Shao, die schon mal erwähnt worden war, bekommt hier ihren ersten Auftritt und gerät natürlich gleich in Bedrängnis. Aber am Ende ist nicht alles wieder gut. Shao wurde zum Zwerg und Caroline leidet an Amnesie. Aber es zeigt sich hier wieder einmal – erst die GK wären besser gewesen. Denn Belphégor wird hier ziemlich unspektakulär eingeführt und obendrein auch noch eine Verbindung zum Schwarzen Tod aufgebaut. Leser hatten ihn damals sicherlich schon wieder vergessen, deswegen war es für die in den Romanen wohl eine faustdicke Überraschung, für uns als Hörer bleibt da nichts, außer das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Schade, aber das wird ja noch behoben werden.

Ein Kino als Schauplatz ist auf jeden Fall eine gute Idee. Einziger Haken hier ist, dass das Kino nur sehr bedingt eingesetzt wird, als Tor zum Land der Verlorenen. Das wird allerdings dafür sehr eindrucksvoll beschrieben, vor dem geistigen Auge kann man richtig die Welt entstehen sehen. Sehr gut gemacht.

Was mir wirklich missfallen hat, ist die Beschreibung von Shao. Da hört man regelrecht die 70er raus. Treue zur Vorlage in allen Ehren, aber 2001 waren wir doch schon ein wenig weiter. Wirklich gut gefallen hat mir dafür der Horrorfilm – dieser ist nämlich ein Auszug aus einem Tonstudio Braun Hörspiel. Das ist mal richtig gut. Auch ein offenes Ende trägt zur Stimmung bei, denn offiziell ist dies kein Mehrteiler, in den Romanen liegen sogar noch mal zwei Ausgaben zwischen dieser Handlung und dem nächsten Hörspiel.

Fazit zu Kino des Schreckens

Mal wieder solide Kost auf bekannt hohem Niveau, dieses Mal sogar mit einem Easter Egg für die “Altfans”. Auch in der elften Episode wird das Niveau gehalten, was bemerkenswert ist.

Sprecher

John Sinclair: Frank Glaubrecht
Erzähler: Joachim Kerzel
Suko: Martin May
Shao: Silke Haupt
Ted: Boris Tessmann
Caroline: Daniela Reidies
Betty: Sibylle Kuhne
Potter: Matthias Haase
Polizist: Klaus Nierhoff
Arzt: Jörg Kernbach
Ansage: Fred Bogner

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Marco Golüke

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