Ein neuer Fall wartet auf Crissi. Der hat erhebliche Nebenwirkungen auf ihr Privatleben.
Endlich ein neuer Fall
Es sind Sommerferien, die Crissi jedoch alleine verbringen muss. Ihre beiden Freundinnen sind nicht da und sie selbst muss die Ferien zu Hause bleiben.
Doch dann taucht ein neues Rätsel auf: Eine alte Frau geht regelmäßig in die Bibliothek. Sie leiht sich dasselbe Buch aus und nimmt denselben Bus zurück. Wieso sie das macht, das bleibt unklar. Für Crissi ist dies jedoch ein gefundenes Fressen. Endlich hat sie ein neues Geheimnis, das sie beschäftigen wird. Wobei sie dieses Mal beim Ermitteln übers Ziel hinausschießt.
Grandiose Illustrationen
Crissis Tagebücher geht weiter. Bereits der erste Teil war ein wunderbares Album, das mit einer charmanten Protagonistin und einem interessanten Fall aufwarten konnte. Umso gespannter war ich auf den zweiten Fall, Hektors Buch.
Von Beginn an wird man dabei in den Bann der Erzählung gezogen. Hier zeigt sich einmal mehr die Vielfalt, mit der Aurélie Neyret die Story illustratorisch erzählt. Denn die ersten paar Seiten sind Auszüge aus dem titelgebenden Tagebuch von Crissi, in dem sie erzählt, was sie alles erlebt, ehe dann schließlich mit den eigentlichen Zeichnungen die richtige Story losgeht.
Dabei wird von Anfang ein wunderbares Mysterium aufgebaut. Wer ist diese alte Frau, und wieso leiht sie immer wieder dasselbe Buch aus und nimmt denselben Bus? Man kann also verstehen, wieso Crissi sich so angesprochen fühlt, wieso sie so darauf anspringt, wie ein Verdurstender aufs Wasser.
Die Zeit bleibt für niemanden stehen
Und doch ist dieses Album nicht einfach dieselbe Geschichte, nur etwas variiert. Von Anfang wird geschickt gezeigt, dass seit dem letzten Mal etwas Zeit vergangen ist. Dass die Figuren sich weiterentwickelt haben und Crissis Angewohnheiten Konsequenzen haben.
Denn ihre beiden besten Freundinnen zeigen von Anfang wenig Interesse daran, Crissi bei den Ermittlungen zu helfen. Zu gegenwärtig sind noch ihre Lügen vom ersten Fall. Vor allem Erica ist darauf nicht gut zu sprechen.
Daran zeigt sich, dass die Zeit in der Reihe nicht stehen bleibt, sondern weitergeht. Was im Prinzip alle realisieren, nur Crissi nicht. Denn sie will weiterhin wie gewohnt agieren. Sie lügt also, um weiterzukommen, und nutzt ihre Freundinnen und Bekannte als Werkzeug für ihre Aktionen.
Allerdings geschieht das nicht mit böser Absicht. Man erlebt in diesem Album einmal mehr, dass Crissi, wenn es um ein Mysterium geht, nicht lockerlassen kann. Dass sie, trotz allen Gegenwindes, den sie kriegt, sich noch mehr in den Fall verbeißt und ihre schlimmsten Angewohnheiten noch mehr hervortreten.
Überall Veränderungen
Und doch kann man ihr deswegen nicht böse sein. Denn es geschieht ja nicht aus schlechten Absichten. Sondern weil sie so sehr das Mysterium lösen möchte. Weil sie wissen möchte, wieso diese alte Dame sich so verhält.
Und auch hier zeigt sich das, was Crissis Tagebücher so ausmacht. Denn der Fall entwickelt sich nicht so, wie man es erwartet. Ohne zu viel zu verraten, aber die Geschichte, die dahinter steckt, ist anrührend und großartig.
Am Ende haben sich alle Figuren verändert. Und man ist gespannt, was Crissi als nächstes erleben wird. Denn auch dieser Fall ist wieder grandios, spannend geschrieben und super illustriert!
Info
Story: Joris Chamblain
Zeichnungen: Aurélie Neyret
Verlag: Splitter
Sonstige Informationen: Produktseite
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