Das Rad der Zeit
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Das Rad der Zeit 7 – Dunkelheit über den kurzen Wegen

Lesezeit circa: 6 Minuten

Moirane bringt die Jugendlichen über die kurzen Wege in die Nähe des dunklen Königs. Die Mission könnte jedoch für die meisten von ihnen tödlich enden.

Ein Blick zurück

Ein Schlachtfeld im Winter: Wir sehen eine junge Kriegerin, die einen Ritter nach dem anderen abwehrt und besiegt. Erst auf den zweiten Blick ist zu erkennen, dass sie schwanger ist. Durch die Anstrengungen setzen ihre Wehen ein, zudem wurde sie im Kampf verwundet. Mit einem Mal steht ein weiterer Ritter vor ihr, doch er tötet sie nicht, sondern hilft ihr, das Kind zur Welt zu bringen. Nach der Geburt erliegt sie jedoch ihren Verletzungen. Er nimmt das Baby an sich und geht. Man sieht, dass auf seinem Schwert ein Reiher abgebildet ist.

Auf den kurzen Wegen

Die Gruppe der jungen Leute stehen entsetzt vor dem sich schließenden Durchgang. Math hat sich nicht bewegt, er ist einfach stehen geblieben. Rand möchte zurück, doch Moirane drangt sie, weiter ins Innere zu gehen. Sie einigen sich darauf, Math später zu suchen, und folgen der Aes Sedai zögerlich.

Begleitet von Al’Lan und dem Ogier Loyal erklärt ihnen Moirane, dass es sehr gefährlich ist, auf den kurzen Wegen Magie zu wirken.

An einer Wegkreuzung entdecken sie, dass ein Wegweiserstein beschädigt wurde und kaum noch zu entziffern ist. Wer kann das getan haben? Loyal berichtet, dass es früher auf den kurzen Wegen nahezu idyllisch war, es war grün und Pflanzen wuchsen überall. Jetzt ist es nur noch dunkel und wer vom Weg abkommt, der stürzt in die Tiefe.

Moirane beschließt zu rasten und so Loyal die nötige Zeit zu geben, die Zeichen auf dem Stein doch noch zu entziffern. Die Freunde fallen in einen unruhigen Schlaf. Egwene schreckt hoch und sieht sich plötzlich einem Trolloc gegenüber. Sie verteidigt sich intuitiv, doch berührt sie dabei die eine Macht und der Trolloc stürzt in die Tiefe.

Nun überschlagen sich die Ereignisse. Ninaeve verlangt eine Erklärung für das Magieverbot. Es ist der dunkle Wind, der sie plötzlich umfängt. Moirane warnt sie vor dem, was er zu ihnen spricht. Sie dürfen es auf keinen Fall für bare Münze nehmen. Ninaeve kann es nicht länger ertragen und sie wirkt erneut eine kraftvolle Welle ihrer Magie, Moirane unterstützt sie und so können sie alle zum nächsten Tor fliehen und die kurzen Wege verlassen. Es ist nicht der gewünschte Ausgang, aber es bringt sie dem dunklen König ein Stück näher.

In den Grenzlanden

Sie kommen in der Stadt Fal Dara an, wo Moirane den Herrscher kennt. Seine Schwester hat einige Zeit auf der Weißen Burg verbracht, jedoch waren ihre magischen Fähigkeiten zu schwach, um eine Aes Sedai werden zu können. Der Anführer der Stadt ist zunächst aufgebracht, weil er die Anwesenheit von Moirane als Einmischung empfindet. Er hält sich und seine Männer für fähig, alleine den Pass zu verteidigen und den dunklen König fernzuhalten. Aber Moirane kann ihn beschwichtigen, die Nachricht, dass die Trollocs jetzt auch die kurzen Wege nutzen, war jedoch neu für ihn.

In einer Taverne arbeitet eine alte Bekannte Moiranes. Sie ist eine Seherin und Moirane bittet sie, unauffällig die jungen Freunde zu begutachten. Die Seherin kann erkennen, dass Perrin gelbe Augen hat und Blut von seinem Kinn tropft, Rand ein Baby im Arm hält, die Mädchen sind umringt von einer weißen Flamme, aber alle vier sind miteinander verbunden, etwas Vergleichbares ist der Seherin bislang nicht untergekommen. Doch alle sind sie wichtig für das Muster. Sie hat aber auch eine Vision für Moirane: Die Amyrlin wird eines Tages für Moiranes Niedergang verantwortlich sein.

Später eröffnet Moirane den jungen Leuten, dass die Seherin nicht erkennen konnte, wer von ihnen der wiedergeborene Drache ist. Sie müssen die Chance ergreifen, den dunklen König jetzt zu besiegen, solange er noch schwach ist. Aber überleben können wird nur derjenige, der wirklich der wiedergeborene Drache ist. Die Freunde erbitten sich eine Nacht Bedenkzeit.

Die Nacht der Entscheidung

Es kommt zum Streit und ein Wort folgt auf das andere. Rand wirft Egwene vor, noch nie etwas von Math gehalten zu haben, und Ninaeve wirft den Jungs vor, dass sie beide um Egwenes Zuneigung wetteifern. Sie trennen sich im Zwist. Rand versucht sich auf dem Trainingsfeld fürs Bogenschießen und trainiert seine Zielgenauigkeit. Egwene tritt zu ihm und die beiden versöhnen sich.

Moirane hat Al’Lan losgeschickt, um sich zu verabschieden. Als dieser durch die Straßen Fal Daras geht, folgt ihm Ninaeve. Sie beobachtet, wie er eine Familie besucht, und schließt daraus, dass er hier zu Hause ist. Natürlich hat er sie bemerkt und bittet sie herein. Sie verbringen den Abend gemeinsam und finden letztendlich doch zueinander. Von Al’Lan erfährt Ninaeve, dass er der Kronprinz von Malkier war und das Oberhaupt der Familie ein früheres Mitglied der Leibgarde seines Vaters. Nur dank dieses Mannes ist Al’Lan noch am Leben, während der Rest der königlichen Familie getötet wurde.

Rand lässt die schlafende Egwene zurück und übt weiter mit Pfeil und Bogen. Er muss immer wieder daran denken, was der dunkle Wind ihm auf den kurzen Wegen zugeflüstert hat: Du bist es, Du bist der wiedergeborene Drache. Schließlich kehrt er zurück zur Taverne und erwischt gerade noch die Seherin, die ihm nur bestätigen kann, was er schon weiß. Von ihr erfährt er jedoch, dass er auf einem Schlachtfeld geboren und von einem Mann großgezogen wurde, der einen Reiher auf seinem Schwert hat. Das war die erste Vision, die sie jemals hatte.

Die Fäule

Nach seinem Gespräch mit der Seherin geht Rand zu Moirane und eröffnet ihr, dass er der wiedergeborene Drache ist. Sie verschleiert erneut ihre Verbindung zu Al’Lan und zieht mit Rand Richtung Pass. Die zurückgebliebenen Freunde haben sich dafür entschieden, das Risiko einzugehen, nur um zu entdecken, dass Rand und Moirane bereits verschwunden sind.

Rand und sie haben bereits den Bergpass überquert und finden sich am Rand eines abgestorbenen Waldes, nur besteht dieser nicht aus Bäumen, sondern aus dichtem Gestrüpp, durch das kaum ein Vorankommen möglich ist. Die Fäule überwuchert das ganze Land und erstickt jegliches Leben. Moirane und Rand beginnen, sich hindurchzuwinden.

Fazit

Das war eine wichtige Folge für die Charakterentwicklung. Zwischendurch wird sogar versucht, sich dafür auch die nötige Zeit zu nehmen. Viele Dinge werden jedoch nur angerissen und ohne die Bücher zu kennen fühlt man sich wie in einem Labyrinth, in dem man sich einfach nicht zurechtfinden kann. Die Eröffnungsszene war wieder ein Rückblick, der zuerst Fragen aufwirft und während der Folge aufgelöst wird. Ein interessantes Stilmittel, das den Zugang zu den Backstories der Figuren erleichtert.

 

Warpskala

Warpskala
6 10 0 1
6/10
Total Score

Positiv

  • Versuchte Charakterentwicklung

Negativ

  • Unerklärte Hintergründe aus der Buchvorlage
Melanie Frankl
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