[Perry Rhodan 292] Der Bahnhof im Weltraum

Lesezeit circa: 3 Minuten

Sie entdeckten die uralte Raumstation – doch ihr Schiff verglüht in einer Atomwolke.

Der Bahnhof im Weltraum
© Pabel-Moewig Verlag KG

Titel: Der Bahnhof im Weltraum
Erschienen: 1967
Autor: William Voltz
Titelbild: Johnny Bruck

Zur Handlung

Don Redhorse und sein bewährtes Team mit Brazos Surfat und Kollegen sucht im Leerraum nach dem Ausweichbahnhof der Maahks. An Bord soll man die Koordinaten der anderen Stationen finden können. Redhorse missachtet alle Befehle. Natürlich endet dies in einer Katastrophe und sein leichter Kreuzer wird zerstört. Die wenigen Überlebenden sind auf dem Weltraumbahnhof Forril-Station gestrandet. Die ehemaligen Hilfstruppen der Maahks, die Forrils, leben dort unter unwürdigen Umständen. Und haben selbstredend alles von früher vergessen. Redhorse schafft es über den Umweg von Arenakämpfen, in die Station zu kommen. Heroisch hat sich Brazos Surfat für Redhorse geopfert.

Don Redhorse und der Bahnhof im Weltraum

Ähm. Ja. Nein. Don Redhorse hat WIEDER ein Schiff leichtsinnig zersemmelt und hundert und mehr Leute verloren. Weil er seine klaren Befehle missachtet und zudem noch weitere unnötige Risiken eingeht. Der Erfolg rechtfertigt vieles, aber für solche Aktionen wie hier gehört er vor ein Bordgericht. Erfolg hin oder her.

Einfach Forril Station finden hätte doch völlig ausgereicht. Nein, dort muss man natürlich laden, ohne der Flotte Bescheid zu geben. Ohne Schutzschilde am Schiff zu aktivieren. Bitte, was soll so was? Man kann sich seine Handlung doch einen Tick besser zurechtbiegen. Denn „Der Bahnhof im Weltraum“ an sich war ja nicht schlecht.

Seltsamer Humor und Helden

Die Forrils sind im Grunde wie Seelöwen geschildert. Raue Gesellen, aber nicht bösartig. Typischer Humor der 1960er-Jahre: Zur Ehrenbezeigung und zur Untermauerung wird gerülpst. Find ich nun nicht lustig. Aber gut, damals muss so was wohl lustig gewesen sein. Vermute ich mal. Fips Asmussen – Niveau halt. Nicht mein Geschmack. Aber der muss ja auch nicht immer getroffen werden.

Die Arenakämpfe waren dann schon ein solides Unterhaltungskaliber. Wobei die Siege von Don Redhorse eher doch übertrieben waren. Aber geht noch ok. Wer seinen Gegner unterschätzt, darf dies wohl erwarten. Brazos Surfat, der ewige faule Verlierer, opfert sich heldenhaft für Redhorse. Etwas dick aufgetragen, aber eben auch noch okay. Helden, auch solche wie Surfat, darf es durchaus geben.

Variable Technik?

Allgemein wundert mich eins beim durchlesen: Die Ortungsmöglichkeiten der Terraner. Man weiß, wo ungefähr sich der Bahnhof befinden muss. Und findet ihn nicht mit der Fernortung. Wir erinnern uns an die vielen Hefte zurück, wo man in der Milchstraße über weitere Entfernungen kleinere Objekte auch ohne Hyperstrahlungen im Gewirr der vielen Sonnen und Planeten finden konnte. Murmel. Grummel.

Das ärgert mich auch heute noch ab und an an der Serie. Die inkonsequenten Darstellungen der Technik.
Je nach Bedarf kann man mal ein Atom in der Milchstraße auf den Mikrometer genau orten, mal eine ganze Raumflotte direkt vor der eigenen Nase nicht. Mal kommt ein Strahlschuss eines Handstrahlers durch einen Individualschirm mit zwei oder drei Schüssen. Um dann wieder am gleichen Schirm selbst mit 10 Strahlern zu scheitern. Ärgerlich. Aber ich sehe ein, ohne solche Zurechtbiegereien wohl keine spannende Handlung.

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Mario Staas

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Mario Staas

Mario ist Jahrgang 1974 und seit Ewigkeiten Perry-Rhodan-Leser. Er liest die komplette Reihe gerade zum dritten Mal und lässt uns daran teilhaben.

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