Kathryn Janeway hat ihre Memoiren niedergeschrieben und erinnert sich an ihr Leben.

Aus dem Leben von Kathryn Janeway
Kathryn Janeway wurde in eine Familie geboren, die sowohl prominente Künstler, als auch bekannte Sternenflottenoffiziere hervorgebracht hat. Sie selbst entschied sich schon früh dafür, in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten. Sie schrieb sich früh an die Sternenflottenakademie ein und schien für eine Karriere auf der Überholspur prädestiniert.
Später erhielt sie das Kommando über die U.S.S. Voyager und wurde mitsamt ihrer Crew dann in den Delta-Quadranten verschlagen. Wo sie es schaffte, nicht nur das Schiff mitsamt seiner Besatzung wieder nach Hause zu bringen, sondern gleichzeitig auch die Ideale der Föderation und Sternenflotte aufrecht zu erhalten. Weshalb sie jetzt zurück auf ihr Leben blickt.
Die Autobiografie von Kathryn Janeway ist der zweite Autobiografie-Band, der bei Cross Cult erscheint. Der erste war Die Autobiografie von Jean-Luc Picard. In den USA war es hingegen der dritte von aktuell vier Büchern. Der letzte war The Autobiography of Benjamin Sisko, der im November 2023 erschienen ist. Aktuell ist noch unklar, ob die Reihe weiter fortgesetzt wird. Dabei besteht an interessanten Star Trek-Charakteren kein Mangel.
Eine zielstrebige Person
Als Autorin konnte wieder Una McCormack gewonnen werden, die bereits die hierzulande nie erschienene The Autobiography of Spock geschrieben hat. Sie ist eine Star Trek-Veteranin, die auch im Litverse zahlreiche Romane verfasst hat. Ihr Kennzeichen ist, dass sie immer wieder die Cardassianer in ihre Geschichten einbaut.
So auch in der Autobiografie von Kathryn Janeway. Denn es ist ein Konflikt mit dieser Spezies, der das Leben ihres Vaters forderte. Und zunächst ist sie gegenüber diesen voller Abneigung, ändert allerdings später ihre Einstellung.
Was auch irgendwie typisch für ihr Leben ist. Man lernt zunächst ein Mädchen kennen, das in einem behüteten Haus aufwuchs. Das sich schon bald für die Sternenflotte als Zukunft entschied und dieses Ziel mit einer Zielstrebigkeit und Vehemenz verfolgte.
Fokus auf die Zeit vor der Voyager
Sie ist ein Überflieger, die ihren Schulabschluss vorzeitig macht, und die das Leben an der Sternenflottenakademie genießt. Nicht, dass dort für sie alles glatt läuft. Denn wiederholt zeigt sich eine andere Seite an ihr. Dass es mitunter vorkommen kann, dass sie wegen einer Kleinigkeit beleidigt ist, und erst später einsieht, dass sie falsch liegt.
Una McCormack fokussiert sich hauptsächlich auf das Leben von Janeway, ehe sie das Kommando über die Voyager antrat. Sie schildert die erste Begegnung mit Tuvok, die für sie nicht sonderlich positiv verlief. Ebenso beschreibt sie das Liebesleben von Janeway, das mitunter nicht besonders glücklich war. Und sie betont gleichzeitig, wie wichtig für den späteren Kapitän die Familie war.
Fallstricke vermieden
Durch den Fokus auf das frühe Leben von Janeway vermeidet die Autorin die Fallstricke der meisten anderen Autobiografien. Denn die lasen sich irgendwann wie das Abarbeiten einer Checkliste, wo der Fokus mehr auf Ereignisse lag, die man schon aus den Serien her kannte. Das ist hier nicht der Fall. Die Autorin fokussiert sich mehr auf die Persönlichkeit Janeways. Das Ergebnis liest sich rund und hervorragend.
Es ist die beste der Autobiografien, die bislang herausgekommen sind. Schade nur, dass Cross Cult anscheinend die von Benjamin Sisko nicht herausbringt.
Informationen
Autor: Una McCormack
Originaltitel: The Autobiography of Kathryn Janeway
Übersetzer: Roswitha Giesen
Verlag: Cross Cult
Erschienen: 10/2022
Einband: Gebunden
Seiten: 360
ISBN: 978-3-96658-948-2
Sonstige Informationen: Produktseite
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