[Perry Rhodan 285] Die dritte Waffe

Lesezeit circa: 3 Minuten

 

Die Herrscher der Welten versammeln sich – sie sollen über das Schicksal der Menschheit entscheiden.

Die dritte Waffe
© Pabel-Moewig Verlag KG

Titel: Die dritte Waffe
Autor: William Voltz
Titelbild: Johnny Bruck
Erschienen: 1967

Handlung

Die Meister der Insel haben zu Perrys Konferenz eine dritte Fragmentwaffe eingeschmuggelt. 32 Teile ergeben die Waffe. Wird sie ausgelöst, verbrennt sie sämtlichen Sauerstoff auf der Erde per Kernfusion binnen Sekunden.

Positives

Positiv muss ich hier die Handlung rund um den Matten-Willy erwähnen. Diese Wesen werden hier mal eben nebenbei als unfreiwillige Komiker, aber auch als hochempfindsame und sehr edle Wesen geschildert. Sicherlich kann man an der Art und Weise, in der Willy eingesetzt wurde, mäkeln, aber ich kann das nicht. Ist eben ein Alien mit einem sehr hohen Verständnis für Freundschaft und Zuneigung.

Frauen?

Uncool hingegen so einige Äußerungen über Frauen. Ja, es waren die späten 1960er-Jahre, Emanzipation noch kein großes Thema, alles gut. Ich werfe das auch keinesfalls den damaligen Autoren vor. Sie waren nun mal Kinder ihrer Zeit. Dennoch darf ich das Bild der Frau damals durchaus als hoch befremdlich empfinden. Hysterische und höchst unlogische Menschen sollten sie sein. Es gipfelte in dem Satz: „Naja, sie ist eben nur eine Frau.“

Gedanken und Kritik zu „Die dritte Waffe“

Die Fragmentwaffe an sich ringt mir wieder einige Fragezeichen ab. Die dritte Waffe wird im Körper einiger Administratoren eingeschmuggelt. Wie sind sie da hineingekommen? Perry vermutet eine überlegene Transmittertechnik. Ergo wohl einen Fiktivtransmitter. Wenn die Meister der Insel so einen hatten, wundert es mich doch, wieso man den „nur“ für solch seltsam verkomplizierte Pläne verwendete oder wir zumindest nur hier davon lesen durften.

Davon abgesehen, wieso so ein unheimlich komplizierter und verschachtelter Plan? Der Tefroder Boysen muss von einem Satelliten den Sprengimpuls senden. Das ist doch wieder so extrem anfällig für Konteraktionen durch die Terraner. Alles an einem seidenen Faden zu planen, erscheint mir sinnfrei. Zumindest hätte ich mehr als nur ein Duplo zur Impulssendung geschickt.

In der Betrachtung zu Heft 284 schrieb ich noch, dass die Meister der Insel wohl Skrupel hatten. Skrupel, ihre Urheimat, die Erde, vernichtend anzugreifen. Hier zumindest ist es nicht so. Eine Fusion des ganzen Sauerstoffs dürfte Terra wohl als ausgeglühte Schlackewelt zurücklassen.

Fazit

Irgendwie gefiel mir „Die dritte Waffe“ trotz allem hervorragend. Gerade das Gespann Matten-Willy und Alberto Aboyer hatte eine sehr spezielle Dynamik und seinen eigenen Reiz. Schade, dass man von den beiden nicht doch etwas mehr lesen und genießen durfte. Auch bei den Planetenromanen wurde ich leider nicht fündig.

Lust, unser Team zu unterstützen? Dann schaut doch mal auf unsere MITMACHEN Seite.

warpSHOP

Mario Staas

Mario ist Jahrgang 1974 und seit Ewigkeiten Perry-Rhodan-Leser. Er liest die komplette Reihe gerade zum dritten Mal und lässt uns daran teilhaben.
Mario Staas

Letzte Artikel von Mario Staas (Alle anzeigen)

Mario Staas

Mario ist Jahrgang 1974 und seit Ewigkeiten Perry-Rhodan-Leser. Er liest die komplette Reihe gerade zum dritten Mal und lässt uns daran teilhaben.

Kommentar verfassen