Auch in dieser Folge mangelt es nicht an heftigen Überraschungen, mit denen man so nicht gerechnet hat.
Keine Atempause
Ein neuer Polizeichef wird ernannt und als allererstes bestätigt er, dass er direkt mit dem Ratsmitglied Tarrlok (Dee Bradley Baker) zusammenarbeitet, sehr zum Missfallen von Korra (Janet Varney) und Tenzin (J. K. Simmons). Die beiden konfrontieren ihn, doch er zeigt sich davon nicht beeindruckt. Im Gegenteil: Er beleidigt sogar Korra, als er sie einen unfertigen Avatar bezeichnet. Womit er einen wunden Punkt trifft.
Denn insgeheim leidet sie darunter, dass sie immer noch kein Luftbändigen beherrscht. Doch zu ihrem Glück kommen ihre Freunde, um sie aufzumuntern. Sie bilden ein neues Team Avatar, das beschließt, auf eigene Faust zu handeln. Sehr zum Missfallen von Tarrlok, der gerade dabei ist, die Stadt unter seine Kontrolle zu bringen und auf die Opposition der jungen Leute verzichten kann. Weshalb diese am Ende auch eingebuchtet werden.
Man sollte meinen, dass die Avatar-Serie es ruhig angehen lässt. Dass sie, nach den neusten Enthüllungen und Plottwists, eine Atempause einbaut. Doch Wenn Extreme aufeinander treffen geht es nicht ruhig an. Im Gegenteil: Am Ende der Folge hat man wieder einige überraschende Entwicklungen erhalten, mit denen man so nicht gerechnet haben dürfte.
Ein Opportunist erhält die Macht
Dabei baut diese Folge wieder etwas mehr Humor ein, als nämlich Korras Freunde auf die Insel der Luftbändiger ziehen. Und einige von Tenzins Kinder gleich erneut exzentrisch auffallen. Derweil Korras Spirit-Animal Naga sich mit Bollins Feuerfrettchen anfreundet. Es kommt zu einigen komischen Momenten, als etwa Korra vermeint, Ikki anzuschnauzen, wobei es am Ende nur Tenzin ist. Der das erstaunlich relativ gelassen aufnimmt.
Doch dann wird es wieder ernst. Und es bestätigt sich das, was man bereits in den letzten Folgen geahnt hat. Dass nämlich Tarrlok ein skrupelloser Opportunist ist, der jetzt immer mehr und mehr auf dem Höhepunkt seiner Macht ankommt.
Und das führt auch dazu, dass er sich immer rücksichtsloser aufführt. Jetzt, wo er so kurz vor der endgültigen Macht steht, muss er auf nichts und niemanden mehr Rücksicht nehmen. Was Tenzin und Korra am eigenen Leib erfahren, als er ihre Einwände beiseitewischt und Korra dann auch noch beleidigt.
Ins Mark getroffen
Ihre Reaktion darauf mag übertrieben wirken. Doch wenn man sich näher damit beschäftigt, dann wird hier im Grunde einmal mehr bestätigt, wie sehr Korra sich über ihren Status als Avatar definiert. Es ist von Kindheitsbeinen an das definierende Element, dass ihr Leben bestimmt. Und angesichts der Tatsache, dass sie bereits drei Elemente beherrscht, verwundert es nicht, dass es an ihr nagt, dass sie die Luft bis jetzt noch nicht gelernt hat. Ebenso, wie der Fakt, dass es ihr nicht gelungen ist, mit ihren früheren ichs Kontakt aufzunehmen. Kein Wunder also, das Tarrloks Anmerkungen sie so sehr ins Mark trifft.
Und doch führt dies zu einem wunderbaren Moment, auf den man im Grunde schon lange gewartet hat. Ein neues Team Avatar entsteht, bestehend aus Korra, Mako, Bollin und Asami. Und schnell zeigt sich, dass die drei bereits jetzt super zusammenarbeiten, als sie Equalisten festnehmen.
Doch Tarrlok scheint darüber nicht sehr erfreut zu sein. Stattdessen visiert er nicht die Nicht-Bendiger an und lässt sie einkesseln. Das wirkt wie eine übertriebene Reaktion. Ungefähr so, wie die Tat der Amerikaner, als sie während des Zweiten Weltkriegs prophylaktisch alle Asiaten in Lager einsperrten, weil die Japaner das Land angegriffen hatten.
Ein überraschendes Ende
Aber klar ist, dass dieses Ende, dieser Plottwist einen erstaunt. Weil man wieder mit allem gerechnet hat, jedoch nicht damit. Und so langsam muss die Reihe Klarheit bringen. Man hat es hier mit verschiedenen Puzzleteilen zu tun, die noch nicht so Recht zueinander passen. Es wäre langsam wirklich nett, wenn die Serie sich hierum bemühen würde.
Was allerdings nur eine Anmerkung ist, keine Kritik. Denn für sich genommen ist diese Folge fantastisch.
Info
Regie: Joaquim Dos Santos, Ki Hyun Ryu
Drehbuch: Michael Dante DiMartino & Bryan Konietzko
Showrunner: Michael Dante DiMartino, Bryan Konietzko
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