Review: The Falcon and the Winter Soldier 03 – Power Broker

Lesezeit circa: 6 Minuten

Sam und Bucky holen sich ungewöhnliche Hilfe und kommen dem Power Broker näher.

Was geht ab?

Bucky (Sebastian Stan) holt Zemo aus dem Gefängnis. John Walker ist derzeit selbst auf der Suche nach Spuren, hat aber nicht besonders viel Erfolg dabei.

Power Broker

Der neue “Captain America”

Ich habe es diesmal bewusst in Anführungszeichen gesetzt. John Walker (Wyatt Russell) zeigt hier nämlich den großen Unterschied zu seinem Vorgänger, Steve Rogers, den er auch schon in den Comics zeigte. Er ist härter und meint, das Kostüm und der Name allein geben ihm Autorität. Steve hingegen war der Meinung, dass der Name eher eine Art Pflicht ist. Er versuchte immer dem Titel gerecht zu werden, während Walker meint, er wäre bereits durch den Schild würdig. Ich bin mir aber sehr sicher: Er kann Mjölnir nicht heben.

Außerhalb der USA wird Captain America nicht als der Superduperheld angesehen, erst recht nicht bei Kriminellen. Damit ist meiner Meinung nach bereits der erste Grundstein gelegt für den Wechsel zu US Agent, die Identität die Walker in den Comics annimmt, nachdem er nicht mehr Captain America ist.

Power Broker

Undercover

Sam (Anthony Mackie) ist natürlich kein Stück erfreut darüber, dass der Winter Soldier den Mann aus dem Gefängnis befreit, der die Avengers fast vernichtet hätte. Und auch Ayo (Florence Kasumba) ist nicht gut auf  ihn zu sprechen, immerhin war er es, der den Vater von T’Challa getötet hatte. Zemo (Daniel Brühl) erweist sich zwar als hinterlistig, aber auch als verlässlich. Er beschafft die Infos, die die Gruppe braucht, erschießt aber auch den Wissenschaftler, der das Supersoldatenserum reproduzieren konnte. Er hatte sowas aber auch vorher angedeutet, als er meinte, dass er schon einmal das Winter-Soldier-Programm beendet hat. Sehr nett ist, dass er hier nun offiziell zu Baron Zemo ernannt wurde, wie auch sein Name in den Comics ist, sein Outfit wurde ebenso an die Comics angepasst. 

Die Gruppe geht in Madripoor in einen Nachtclub. Dieser hört auf den Namen Princess Bar und hat einige Bedeutung in den Comics. Wolverine betrieb diesen eine Zeitlang, allerdings glaube ich nicht daran, dass er hier auftreten wird und auch nicht daran, dass diese Bar mehr als ein Easter Egg ist. Sam benötigt dafür allerdings eine Verkleidung und diese ist Smiling Tiger. Dieser ist natürlich auch in den Comics zu finden. Interessant an genau dieser Tarnidentität ist seine Zugehörigkeit.

Conrad Mack war in den Comics ein Mitglied der Thunderbolts. Diese wurden ursprünglich von Baron Zemo gegründet als Team von Superschurken, welche sich aber als Helden verkaufen. Später werden sie allerdings zu echten Helden, die ein wenig härter zuhauen und im Namen der Regierung unterwegs sind. Zu den weiteren Mitgliedern gehören auch John Walker, Bucky und diverse andere, die eine gemeinsame Geschichte mit Captain America haben. Die Gerüchte, dass die Thunderbolts in dieser Serie ihren Einstand ins MCU feiern werden, dürften damit wieder einmal aufkochen.

Natürlich geht der Plan schief, weil Sam einen ziemlichen Anfängerfehler macht. Er schaltet sein Handy nicht aus. Hätte ihm natürlich mal jemand sagen können. Hilfe bekommen sie dann von Sharon Carter (Emily VanCamp), die seit den Ereignissen in Captain America: Civil War in Madripoor lebt. Von hier wird man nicht ausgeliefert und sie ist in den USA straffällig geworden. Keine große Wahl. Allerdings möchte ich anmerken, dass ein Detail bei ihrer Darstellung mich ein wenig stutzig gemacht hat. Sie hilft Bucky und Sam bei einem Feuergefecht und geht dann nur ein paar Meter zu ihrem Wagen, wo ihre Fahrerin auf sie wartet. Kann ein Logikloch sein, aber auch ein Hinweis darauf, dass das Gefecht gestellt war. Für wen arbeitet sie also? Doch für sich alleine, wie sie sagt, oder vielleicht für den Power Broker? Oder ist sie doch noch bei S.H.I.E.L.D. ?

Power broker

Global Repatriation Council

Irgendwie ruft diese Organisation laut “BÖSE” in meine Richtung. Klar, irgendwas war nötig, um die nach dem Blip plötzlich wieder aufgetauchten Menschen zu organisieren. Damit hat schließlich keiner gerechnet und die Welt hat sich in den fünf Jahren weiterentwickelt. Ich finde es gut, dass man in den Serien zum MCU auch die vielen negativen Auswirkungen sieht, die Thanos Taten nach sich zogen. Aber GRC hat in meinen Augen zu viel Macht. Und wenn man sieht, wie z. B. die Rückkehrer, die hier als Flüchtlinge bezeichnet werden, behandelt werden, dann entwickelt man tatsächlich sowas wie Sympathie für die Flag Smashers. Sie wirken jetzt mehr wie eine moderne Art von Robin Hood.

Do you know who I am?
-John Walker

Fazit zu Power Broker

Für mich entspricht die Serie nach wie vor meinen Erwartungen. Gute Unterhaltung, nette Easter Eggs, eine hohe Produktionsqualität. Wie ich schon sagte, wäre WandaVision nicht zuerst gelaufen, wie eigentlich geplant, wäre diese Serie sicherlich höher anzusehen, aber hier wird das Fantheorien-Herz eben nicht so stark bedient. Es fehlt ein wenig Tiefgang und Symbolik. Ein Aspekt macht mir seit dieser Folge aber sehr viel Spaß: John Walker. Seine Darstellung des Captain America ist schroffer, härter und arroganter. Gefällt mir echt.

Und einen weiteren Pluspunkt bekommt die Serie insgesamt für das Behandeln von echten Problemen unserer Welt. Das ist mutig, aber passt auch wunderbar zum Serienkonzept des MCU, wo jede Serie eigen sein soll.


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Marco Golüke

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