Das Finale der ersten Staffel schafft es nicht ganz, die Erwartungen zu erfüllen.
Zu kurz gesprungen
Auf Terminus erklärt Hari Seldon (Jared Harris), dass er eine digitale Kopie des Originals ist, die den Planeten noch vor den Siedlern erreichte. Er schlägt ihnen vor, dass sich alle Anwesenden zusammenschließen sollen und wie sie dem Imperium vorgaukeln können, dass die Kolonie zerstört worden ist. Bei einem privaten Gespräch mit Salvor (Leah Harvey)erzählt er ihr, dass ihre Visionen nicht von ihm kommen. Und zieht sich danach wieder in seinen Sarg zurück.
Auf Trantor lässt Bruder Tag (Lee Pace) Azura (Amy Tyger) frei. Sie gehen gemeinsam in den imperialen Garten. Wo er ihr enthüllt, dass ihre gesamte Familie, alle, die irgendwie mit ihr verwandt sind, auf sein Zeichen hin getötet wurden. Sie selbst verurteilt er zu lebenslangen Sinnesentzug. Und als er dann später über Bruder Morgen (Cassian Bilton) urteilen soll, trifft er ein überraschendes Urteil. Eines, das nicht unbedingt auf Gegenliebe stößt.
Der Titel der letzten Episode der ersten Staffel, Der Sprung hätte besser nicht passen können. Weil die Folge am Ende zu kurz springt. Sie schafft es nicht komplett, den Zuschauer zu begeistern. Stellenweise hat man das Gefühl, dass den Machern ein wenig das Budget ausgegangen ist, weshalb dann manche Szenen nicht die Wirkkraft entfalten können, die sie vermutlich ursprünglich haben sollten.
Das große Bild im Blick
Dabei sind die diversen Plots durchaus interessant. Und es gibt am Ende eine Enthüllung, die alles, was man zuvor gesehen hat, komplett durcheinanderwirbelt.
Auch die Ereignisse auf Terminus sind interessant. Weil Hari Seldon, bzw. seine digitale Kopie, sich wieder ein Mal als jemand entpuppt, der auf das große Bild achtet. Und im Prinzip alle anderen wie Spielfiguren manipuliert und bewegt. Und doch fällt es schwer, ihn deswegen zu verabscheuen. Weil er eben dieses gewisse Charisma hat, das in diesem Fall dafür sorgt, dass man seine Argumente besser akzeptieren kann. Auch wenn die Art und Weise, wie er diese vorträgt, dann doch stellenweise die Grenzen zum Unerträglichen streift.
Keine Grandazza vorhanden
Immerhin wird der Entschluss von Salvor Hardin, sich auf die Suche nach ihrer Mutter zu begeben, gut herbeigeführt. Zum einen erfährt man, woher sie diese Visionen hat. Man sieht, dass sie die Enthüllung beschäftigt. Und anschließend, wie sie darauf basierend, den Entschluss fasst, die Frau zu suchen, aus derem Ei sie gezeugt wurde. Es ist ein schönes Ende dieses Plots.
Die Geschehnisse auf Trantor wirken zunächst wieder großartig. Man sieht, wie Bruder Tag das Urteil über Azura spricht. Und erfährt dabei, dass er Bruder Morgen nicht nur wie einen Bruder sieht, sondern ebenso wie einen Sohn. Was eine interessante Enthüllung ist.
Allgemein spielt Lee Pace in dieser Folge sehr zurückhaltend. Wo er früher mit großer Grandezza agiert hat, wenn er als Imperialer Urteil gesprochen hat, schauspielt er dieses Mal sehr zurückhaltend, schon fast gebremst. Das wirkt irritierend, ehe man dann später den Grund dafür erfährt. Der zwar einerseits einleuchtend ist. Aber andererseits auch zu einem äußerst lächerlichen Moment führt. Der wiederum dafür sorgt, dass die Wirkung einer schockierenden Handlung unterminiert wird.
Eine Schulhofschlägerei
Auch ist es schade, dass hier zwei spektakuläre Momente nur erzählt, aber nicht gezeigt werden. Die Erzeugung eines großen Flairs, um den scheinbaren Untergang der Kolonie zu erklären, hätte visuell schon etwas. Ebenso wie der Moment, wo Bruder Morgen die ganze Familie von Azura töten lässt und sie zum Sinnesentzug verurteilt. Es hätte den Hass, den man auf diesen Cleo verspürt hätte, nur noch gesteigert. Doch so muss man sein Wort für bare Münze nehmen.
Am Ende ist dies zwar ein gutes Staffelfinale. Aber es bleibt ebenfalls der Eindruck, dass diese Episode zu kurz gesprungen ist.
Informationen
Regie: David S. Goyer
Drehbuch: David S. Goyer
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Warpskala
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