[TOS 018] Ganz neue Dimensionen

Lesezeit circa: 4 Minuten

In „Ganz neue Dimensionen“ hassen Angehörige eines mächtigen Volkes kriegerische Auseinandersetzungen und greifen kurzerhand mitten in einen Konflikt ein.

Staffel 1, Folge 18 – Sternzeit 3045,6 – 3046,2
„Ganz neue Dimensionen“ – „Arena“

Ganz neue DimensionenDie Handlung von „Ganz neue Dimensionen“

Auf Einladung von Commodore Travers, nimmt Captain Kirk Kurs auf Cestus III. Vor Ort findet das Außenteam jedoch nur eine zerstörte Kolonie vor und wird von einem unbekannten Gegner angegriffen. Auch das Schiff im Orbit wird attackiert.

Das Landeteam beamt an Bord und Kirk lässt die Verfolgung des fremden Schiffes aufnehmen. Plötzlich sind beide Raumschiffe manövrierunfähig und ein Angehöriger der sogenannten Metronen gibt sich zu erkennen. Da die Metronen Konflikte solcher Art konsequent ablehnen, wollen sie ein Exempel statuieren.

Sie setzen sowohl Captain Kirk, als auch den Kommandanten des gegnenerischen Schiffes auf einem Planeten in der Nähe ab. Dort sollen beide bis zum Tod kämpfen. Dabei erweist sich der Gegner, ein Echsenwesen aus dem Volk der Gorn, als körperlich überlegen. Dennoch schafft Kirk es, den Gorn mit einer selbstgebauten primitiven Waffe zu verletzen. Allerdings weigert er sich, seinen Gegner zu töten.

Die Metronen nehmen dies überrascht zur Kenntnis und geben beide Kontrahenten frei.

Ganz neue DimensionenKritik

„Ganz neue Dimensionen“ ist eine Geschichte mit moralischem Hintergrund. Die echsenähnlichen Gorn greifen, ohne zu zögern, einen Außenposten der Föderation an. Im Nachhinein stellt sich heraus, dass dadurch eine vermeintlichen Invasion verhindert werden sollte. Selbst wenn die Handlung der Gorn nachvollziehbar ist. Es hätte zumindest der Versuch einer Kontaktaufnahme drin sein können.

Vielleicht ist es dies, was den Metronen nicht gefallen hat. Sie lehnen Konflikte solcher Art ab, wie sie unumwunden mitteilen. Dennoch sollte man nicht vergessen, dass man hier keine menschlichen Maßstäbe anlegen darf. Was für einen Menschen moralisch ist, ist für andere Völker des Universums vielleicht das Gegenteil.

Die Metronen messen mit einem eigenen Maß, welches sie jedoch nicht erklären. Möglich ist, dass ihnen die Kampfhandlungen auf Cestus III wie eine kindische Auseinandersetzung vorkommen. Um zu vermeiden, dass dies wieder vorkommt, entscheiden sie sich für ein Exempel.

Insgesamt kann ich der Geschichte jedoch nicht viel abgewinnen. Welchen Sinn hat es denn nun für die Metronen? Sie versprechen dem Gewinner freien Abzug. Das Schiff des Verlierers soll mitsamt der Besatzung zerstört werden. Was für eine Moral ist das? Und was hätte daraus werden können? Den Konflikt zwischen Föderation und Gorn hätte das jedenfalls nicht unterbunden. Es hätte vielmehr erst recht zu weiteren kriegerischen Handlungen kommen können.

Ganz neue Dimensionen22Der erste Angriff beruht bereits auf einem Missverständnis. Die Föderation hat mit Sicherheit nicht vorgehabt, eine Invasion im Raum der Gorn durchzuführen. Da die Gorn direkt angegriffen haben, müssen die Föderierten theoretisch davon ausgehen, dass eine Invasion stattfindet. Am Ende entsteht ein Krieg, der allein auf Missverständnissen und Vorurteilen basiert. Hier wäre der perfekte Ansatzpunkt der Metronen gewesen. Statt einen Kampf ausfechten zu lassen, wäre Vermittlung das bessere Mittel der Wahl gewesen. Es ist erstaunlich, dass die Metronen nicht auf diesen Gedanken gekommen sind.

Der Kampf zwischen Kirk und dem Gorn zieht sich meiner Meinung nach zu sehr. Ich habe das Gefühl, dass die Story zu dünn geraten war und man die Zeit irgendwie füllen musste.

Fazit: Trotz guter Effekte und einem gelungenen, wenngleich auch etwas schwerfälligen Gorn, hat mich diese Episode nicht überzeugt. Aus der Geschichte hätte mehr werden können.

Funfacts:
  • Der Gorn wurde aufgrund des schweren Kostüms von einem Stuntman, Gary Cooms, gespielt. Regisseur Joseph Pevney wollte keinen Schauspieler in diesen Anzug stecken, da er befürchtete, dass dieser unter dem Gewicht und der Hitze zusammenbrechen würde.
  • „Arena“ ist das erste von mehreren Drehbüchern aus der Feder von Gene L. Coone.
  • Die Story basiert auf einer Geschichte von Frederic Brown. Im Nachhinein erhielt er dafür das Copyright.
Der deutsche Titel

„Ganz neue Dimensionen“ eröffnen sich hier für jeden. Die Metronen sind erstaunt über Kirks moralische Vorstellung. Die Gorn verstehen, dass keine Invasion geplant war. Die Föderierten erkennen, dass die Gorn keine von vornherein kriegerische Rasse sind.

Der englische Originaltitel „Arena“ beschreibt den Vorgang des Zweikampfes. Wie in einer Arena stehen sich zwei Gegner gegenüber.

Kirsten Pevestorf

Kirsten ist Jahrgang 80 und ein totaler TOS-Fan, kein Wunder, dass sie sich bei und auch hauptsächlich darum kümmert. Wenn das nicht reicht, vertritt sie Marco in der Chefredaktion.
Kirsten Pevestorf

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