[Heliosphere 2265 022] Heimkehr

Lesezeit circa: 5 Minuten

Der Mannschaft der HYPERION erfährt eine Heimkehr voller Überraschungen.

Zu Hause wartet die Arbeit

Captain Jayden Cross und seine Crew haben es geschafft. Sie sind aus der Zukunft zurück in ihrer Gegenwart angekommen. Und nach anfänglichem Misstrauen werden sie freudig begrüßt. Jetzt gilt es all das aufzuarbeiten, was in ihrer Abwesenheit geschehen ist, sowie das Verarbeiten der Infos, die sie mitbrachten.

Doch allzulange können sie sich nicht ausruhen. Die Zeit drängt. Zum einen müssen die Kybernetiker auf die Seite der Rebellen gebracht werden. Und zum anderen gilt es etwas zu riskieren. Denn um ein vollständiges Bild über die Genschlüsselträger zu erhalten, muss eine Zusammenarbeit mit Imperator Sjöberg versucht werden.

Und wieder ist es so weit. Erneut neigt sich ein Zyklus der Heliosphere 2265-Reihe seinem Ende entgegen. Dabei schafft Andreas Suchanek mit Heimkehr eine einerseits ruhige Story zu schreiben, in denen viele Plots und Ereignisse aufgearbeitet werden. Aber andererseits baut er bereits Handlungen für die kommenden Ausgaben auf und beweist am Ende des Romans eindrucksvoll, dass sein Björn Sjöberg ein Schurke ist.

Allerlei Überraschungen

Dies ist auch das perfekte Stichwort. Denn diese Ausgabe wirft vor allem zu Beginn einen Blick auf einige der Gegenspieler von Heliosphere 2265. Wohl gemerkt, einige, nicht alle! Wer auf ein Lebenszeichen der Zukunftsrebellen hofft, die ja schon seit vielen Romanen nicht mehr aufgetaucht sind, wird enttäuscht sein. Hoffentlich kommt da bald noch was, denn es ist für die Serie eher ungewöhnlich, dass eine solche Fraktion eingeführt wird, ohne dann wieder berücksichtigt zu werden.

Doch vor allem bei einem Gegenspieler wird deutlich gemacht, dass die Rückkehr der HYPERION ihm exakt in die Karten spielt. Eine gelungene Enthüllung, mit der gleich von vornherein festgelegt wird, dass der Autor es seinen Helden so schwer wie möglich machen möchte. Auf diese Weise erzeugt er eine enorme Spannung auf die zukünftigen Romane.

Hauptsächlich fokussiert sich Andreas Suchanek in Heimkehr allerdings auf die Besatzung der HYPERION, allen voran Jayden Cross. Der muss mit allerlei Überraschungen fertig werden, darunter auch, dass seine Freundin und Geliebte jetzt Kapitän eines eigenen Raumschiffes ist. Es gelingt dem Autoren dabei auf eine gelungene Art und Weise darzustellen, wie der Schiffskommandant mit all den Enthüllungen versucht fertig zu werden.

Blauäugig zu sein, ist nicht klug

Es sind solche Momente, in denen die düstere Stimmung der letzten Ausgaben aufgehellt wird. Wenn man liest, wie die verschiedenen Besatzungsmitglieder mit den Veränderungen fertig werden. Beziehungsweise wie die jeweiligen Verantwortlichen von Staat und Militär auf die Enthüllungen reagieren, die sie erfahren. Hier spürt man so etwas wie Hoffnung darauf, dass die Dinge besser werden mögen.

Doch diese wird dann im letzten Teil von Heimkehr empfindlich beschädigt. Einerseits ist es einleuchtend, wieso Andreas Suchanek die Ereignisse so schreibt wie sie geschehen. Denn es muss klar gemacht werden, dass trotz all dem, was Imperator Sjöberg in den letzten Romane sympathisch machte, er immer noch ein skrupelloser Diktator ist.

Doch gefühlt geht dies auf Kosten der Protagonisten, der „Helden“. Zwar erlebt man mit, dass Captain Jayden Cross Sicherheitsmaßnahmen durchführt, aber schon allein der Grundgedanke auf eine Zusammenarbeit mit dem Diktator wirkt verrückt. Der Autor begründet dies mit der Entschlüsselung der Gendaten, die in dem Marsfolianten enthalten sind. Aber es wirkt, wenn man genauer überlegt, blauäugig, dass man sich überhaupt eine Kooperation eingelassen hat. Denn schließlich sind genügend Beweise vorhanden gewesen, die klar machten, dass Sjöberg ein skrupelloser und eiskalter Machtmensch ist, der jeden Vorteil für sich ausnutzt.

Es ist ausgerechnet jenes Ende, welches den Gesamteindruck des Romans etwas hinunterzieht. Das ist schade, denn ansonsten ist Heimkehr eine gute Geschichte, der die Vorfreude auf das Zyklusfinale erhöht.

Heliosphere 2265 22 Heimkehr
Cover © Greenlight Press

Bewertung 12/15

Autor: Andreas Suchanek
Titel: Heliosphere 2265 22: Heimkehr
Teil/Band der Reihe: Heliosphere 2265 22
Verlag: Greenlight Press
Erschienen: 09/2014
Einband: eBook
Seiten: 114
ISBN: 978-3-958340-20-6
Sonstige Informationen:
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Götz Piesbergen
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