Review: Kampfstern Galactica 10 – Riskanter Handel

Lesezeit circa: 6 Minuten

Durch einen zylonischen Angriff gerät nicht nur der Kampfstern Galactica, sondern die Nahrungsmittelversorgung der gesamten Flotte in Gefahr. So muss Adama alte Bekanntschaften wiederaufleben lassen und seine diplomatischen Fähigkeiten auf einer unbekannten Welt unter Beweis stellen.

Eine gefragte Energiequelle

Wieder gelingt es der blauen Staffel, eine Angriffswelle der Zylonen abzuwehren, allerdings schaffen es wenige Jäger, die Verteidigungslinien zu durchbrechen. Jolly und Greenbean versuchen zwar alles, diese Ausbrecher zu stellen und zu vernichten, trotzdem werden zwei Agrarschiffe zerstört und das dritte und letzte stark beschädigt. Als Tigh den Schaden persönlich begutachtet, ist das Ergebnis ernüchternd. Die Zylonen haben es geschafft, die Nahrungsmittelversorgung der ganzen Flotte zu gefährden. Ohne zusätzliches Saatgut steht den Flüchtlingen der langsame Hungertod bevor.

Tigh berät sich mit Adama. Da die Flotte erst kürzlich einen von Menschen besiedelten Planeten passiert hat, auf dem eine landwirtschaftliche Siedlung geortet worden war, ordnet Adama an, dort zu versuchen, Saatgut gegen einen Energieverstärker einzutauschen. Allerdings muss es ein Gerät ohne koloniale Kennzeichnung sein, um keine unnötigen Spuren zu hinterlassen.

Eine Anfrage nach geeigneten Geräten läuft bereits durch die ganze Flotte. Apollo betritt den Raum und informiert die Offiziere, dass ein geeignetes Gerät gemeldet wurde. Es gehört Siress Belloby, einer alten Bekannten von Adama. Diese verlang allerdings nach Adamas persönlichem Einsatz. Gemeinsam mit Apollo fliegt Adama daraufhin zur Gemini, wo Siress Belloby auf ihren alten Verehrer wartet.

Eine zivile Mission

Zurück auf der Galactica werden die Details der Mission festgelegt. Adama besteht darauf, Apollo, Starbuck, Jolly und Boomer zu begleiten, und befiehlt, das Shuttle mit Proviant für sechs Personen auszustatten. Das veranlasst Apollo, konkret nachzufragen. Wer ist der fünfte Passagier? Nun muss Adama zugeben, dass er als Bedingung für den Energieverstärker, Belloby den Hof machen muss und diese auch auf den Planeten mitreisen wird.

Als Apollo sich in seinem Quartier vorbereitet, beschwert sich Boxey, dass er wieder allein gelassen wird. Apollos schlechtes Gewissen veranlasst ihn, Boxey mitzunehmen, denn wenn Siress Belloby mitkommt, was spricht dann gegen Boxey?

Auf dem Planeten betrachten die Bewohner nervös den Vollmond. Im Casino werden alle Anwesenden vor einem erneuten Angriff der Borays gewarnt und die Türen verrammelt. Borays sind humanoide Herdenwesen, die immer zu Vollmond die Vorräte der Siedler plündern. Der neue Constable Farnes ist sichtlich nervös. Bogan, der Anführer der Siedlung, erinnert ihn an seine Pflichten. So stellt sich Farnes bewaffnet den Borays entgegen. Dies überlebt er jedoch nicht. Für diesen Posten findet sich natürlich kein Freiwilliger, so hoffen alle Siedler wieder auf einen unbedarften Fremden, der zufällig des Weges kommt.

Außerhalb der Niederlassung ist inzwischen das Shuttle gelandet und die Vorbereitungen für den Tauschhandel laufen. Anders als geplant bleibt Apollo bei Belloby, Adama und Boxey, damit sie mal wieder gemeinsame Zeit als Familie verbringen können. In Wahrheit möchte Adama nur nicht mit Belloby alleine sein.

Der Handel scheitert

Als Starbuck und Boomer mit dem Energieverstärker in die Siedlung kommen, liegt diese verlassen vor ihnen. Nur im Casino herrscht Betrieb. Die beiden geben vor, von auswärts zu kommen und Saatgut erwerben zu wollen. Da ein neuer Constable benötigt wird, versucht Bogan, ihnen das Saatgut gegen Arbeit anzubieten, und lehnt den Energieverstärker ab. Darauf gehen Starbuck und Boomer allerdings nicht ein und ziehen unverrichteter Dinge wieder ab.

Bogan möchte sowohl an die Arbeitskraft wie auch den Energieverstärker und ordnet daher an, die beiden auf dem Weg zu überfallen. Da sie nur zu zweit sind, haben Starbuck und Boomer keine Chance und verlieren das Fahrzeug mit dem Energieverstärker. Boomer kehrt zurück zum Shuttle, Starbuck hingegen möchte alles versuchen, den Energieverstärker zu finden bzw. an Saatgut zu kommen. Als Starbuck nach dem Gesetzeshüter verlangt, erfährt er, dass dieser die Stadt verlassen hat. Natürlich streitet Bogan jegliche Beteiligung am Überfall ab und bietet Starbuck an, das Saatgut regulär zu erwerben. Jedoch reichen seine Mittel dafür nicht aus. Da im Casino auch Kartenspiele laufen, plant Starbuck, auf diese Weise an genügend Geld zu kommen.

Ein neuer Constable

Boomer informiert in der Zwischenzeit Adama und die anderen. Jolly bleibt mit Boxey im Lager zurück während Adama, Apollo, Boomer und Siress Belloby sich zur Siedlung aufmachen.

Im Casino gewinnt Starbuck ein Spiel nach dem anderen, was selbst ihm komisch vorkommt. Bogan interveniert rechtzeitig, bevor Starbuck anfängt, die richtigen Fragen zu stellen. Starbucks Gewinn reicht immer noch nicht, um das Saatgut zu bezahlen, aber auch Bogan hat nicht genügend Mittel, um gegen ihn anzutreten, deshalb legt er die Anstecknadel des Constables auf den Tisch, die ebenfalls aus Gold besteht. In der Zwischenzeit bereiten sich die Borays auf einen neuen Angriff vor.

Die anderen suchen den Ort nach Spuren des Landefahrzeugs mit dem Energieverstärker ab. Siress Belloby flirtet mit Adama und bietet ihm einen Kuss dafür an, dass sie ihm verrät, wo das beladene Fahrzeug zu finden ist. So kann Adama den Energieverstärker schließlich auslösen. Als Boomer und Apollo Starbuck im Casino finden, trägt dieser schon die Anstecknadel des Constables. Mittlerweile hat Bogan ihm die Situation geschildert und weist Starbuck darauf hin, dass unmittelbar ein neuer Überfall bevorsteht.

Schnell verbarrikadieren sich die Anwohner. Adama ist wütend auf Starbuck, kann die Situation aber nicht mehr ändern. Er weist Siress Belloby an, sich zu verstecken, und geht mit den anderen in Position. Natürlich hört Belloby nicht auf ihn, schnappt sich ebenfalls eine Waffe und stürmt hinaus. Allerdings können sie nichts gegen die Borays ausrichten. Die Situation wird dadurch noch verschärft, dass ein Reiter Belloby packt und verschleppt.

Bogan ist sehr beeindruckt vom Mut der Fremden und erkennt, dass es sich nur um Kolonialkrieger handeln kann.

Ein Sieg der Diplomatie

Früher waren die Borays durchaus friedliebend und haben selbst Ackerbau betrieben. Aber der neue Anführer Nogow ist faul und gierig. Daher bauen sie selbst nichts mehr an, sondern plündern die Vorräte der Menschen.

Die kolonialen Kämpfer machen sich auf den Weg ins Boray-Lager. Apollo, Boomer und Starbuck halten die Wesen durch Warnschüsse auf Abstand während Adama auf diplomatischem Weg versucht, Belloby zu retten. Allerdings bleibt dieser Versuch erfolglos. Starbuck bittet Adama darum, selbst mit Nogow sprechen zu dürfen, denn beim Beobachten der Situation im Boray-Lager ist ihm eine Idee gekommen.

Zurück im Casino kann Adama gemeinsam mit Belloby und den anderen schließlich den Energieverstärker gegen das Saatgut tauschen. Natürlich wollen alle wissen, wie er es geschafft hat, Nogow zu überzeugen So erzählt er von dem Abkommen. Nogow ist wie gesagt faul und möchte, dass man ihn mit Essen und Trinken versorgt, ohne dass er selbst dafür hart arbeiten muss. So hat er ihm die Constable-Anstecknadel weitergegeben. Nogow wird von den Menschen versorgt, da er nun ihr Gesetzeshüter ist. Als Gegenleistung sorgt er dafür, dass die Borays wieder selbst anbauen und es keine weiteren Überfälle mehr geben wird.

Fazit

Die Stadt wird auch dieses Mal – ähnlich wie in den anderen Folgen, die auf Planetenoberflächen spielen – wieder nur nachts gezeigt. Zudem sind sich die Städte sehr ähnlich, offensichtlich wurde immer die gleiche Kulisse verwendet. Außerdem ist das nach Der verschwundene Krieger die zweite Folge mit Western-Touch.

Die Serie sollte wohl nicht allzu düster werden, daher wurde mit dieser Folge eine kleine Auflockerung in die Dramaturgie eingestreut. Ob das wirklich sinnvoll und notwendig war, wurde in den Foren schon heiß diskutiert.

Melanie Frankl

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