Mit dieser Episode muss die Serie versuchen, einen Abschluss zu erreichen, der den Zuschauer zufriedenstellt.
Fragen werden beantwortet
Kurz nachdem John Stewart den Manhunter erledigt hatte, befreite Sheriff Kerry Hal Jordan aus den Trümmern des Motels. Der ehemalige Green Lantern landet dann wegen seiner Taten im Gefängnis, kommt aber bald wieder frei. Er beginnt eine Affäre mit dem Sheriff und versucht sich ein neues Leben aufzubauen. Doch die Taten seiner Vergangenheit sorgen im Jahr 2016 für jede Menge Hass, der sich auch in Anschlägen auf sein Leben ausdrückt.
In der Gegenwart findet John Stewart heraus, dass Sinestro auf dieser fremden Welt gefangen genommen wurde. Er versucht, aus dem Gefangenen herauszukriegen, was genau er hier macht. Doch dieser versucht stattdessen Holo-Hal zu überreden, ihn zu befreien. Doch am Ende kriegt John was er möchte und es wird ihm klar, dass er zurück zur Erde muss, um den wahren Mörder von Hal zu finden.
Eigentlich ist Bestimmung eine gute Folge. Sie ist ein würdiges Staffelfinale, beantwortet alle wichtigen Fragen, derweil auch die Grundlagen für die Zukunft gelegt werden. Und doch schafft die Episode es nicht, einen komplett zu überzeugen.
Wenn das inoffizielle Seasonfinale einfach besser ist
Das hat vor allem einen Grund: Im Vergleich mit Konsequenzen fällt diese Folge dann doch etwas ab. Es sind vor allem Kleinigkeiten, die dafür sorgen, dass der Gesamteindruck nicht so positiv ausfällt, wie er es eigentlich hätte sein sollen.
Dabei bietet diese Folge einiges. Die Rückblenden in die Vergangenheit zeigen einen Hal Jordan, der, auf Grund der Ereignissen der fünften Episode, sich wirklich bemüht, ein neues Blatt zu wenden. Er hat alles verloren, mit Ausnahme von Earl, seinem außerirdischen Haustier. Und so sieht man in dieser Episode, wie er vor den Trümmern seines bisherigen Lebens steht und dabei erkennt, dass er am Ende doch nur ein Opfer der Guardians war.
Hier sieht man wirklich, was dies mit ihm anrichtet. Wie er versucht, sich ein neues Leben aufzubauen. Aber gleichzeitig konnten die Bewohner von Rushville ihm nicht verzeihen. Was sogar so weit geht, dass sie einen Mordanschlag auf ihn verüben, was ihn beinahe das Leben kostet.
Eine grandiose Enthüllung
Was dann zu einer Enthüllung führt, mit der man so nicht gerechnet hat. Denn er wird von Noah gerettet, der sich als Manhunter entpuppt. Und das löst in Hal endgültig den Wunsch nach Veränderung aus, weil er dem Jungen glaubt, dass er nichts Böses will.
Es ist eine grandiose Enthüllung. Die einmal mehr alles auf den Kopf stellt, was man bislang über Noah und die Manhunter meinte zu wissen. Und es erklärt auch, wieso Hal John so arschig behandelt hat. Denn er wollte ihn so von der Wahrheit ablenken.
Allerdings ist dies nur ein Bruchteil von Bestimmung. Den Rest muss John tragen. Was auch überwiegend funktioniert. Man hätte sich zwar mehr von Sinestro gewünscht, vor allem wenn man bedenkt, was für ein Antagonist er in den Comics war. Davon ist in der Serie nichts zu spüren. Stattdessen wirkt er wie ein Plot Device, der wichtige Infos dropt und John durch ihn ein Objekt erhält, was später dann noch wichtig wird.
Eine flache Enthüllung
Dabei ist es interessant, dass Holo-Hal sich auf die Seite von John Stewart stellt. Dass er sich nicht über ihn lustig macht oder Ähnliches. Sondern stattdessen klar macht, wie wenig er von Sinestros Versuchen hält, ihn zum Überlaufen zu bringen. Das ist schon sehr stark.
Zurück auf der Erde geht es dann darum, endgültig aufzuklären, wer Hal Jordan umgebracht hat. Es werden viele falsche Fährten gelegt, ehe dann endlich klar wird, wer ihn genau auf dem Gewissen hat. Und das ist auch der zweite Schwachpunkt dieser Folge.
Denn die Enthüllung, wer für seinen Tod verantwortlich ist, fühlt sich flach und schwach an. Es wirkt ein wenig an den Haaren herbeigezogen und deshalb auch nicht sonderlich glaubwürdig. Bei einer Figur wie Hal hätte man ein besseres Ende erwartet, statt diesem flachen.
Und auf ein Mal ist alles Friede, Freude, Eierkuchen?
Immerhin gibt es ein halbes Wohlfühl-Ende. Wo John Stewart endlich eine Green Lantern wird, wenn auch zu seinen eigenen Bedingungen. Und am Ende wieder mit seiner Familie zusammen ist. Ungeachtet der Tatsache, dass sie sich vorher gestritten oder wie ihn seine Eltern behandelt haben. Das ist zwar alles nett, aber es mag, angesichts all dem, was zuvor geschehen ist, nicht so recht überzeugen.
Es ist schade, dass das Seasonfinale von Lanterns nicht so überzeugend geworden ist. Aber immerhin wird John Stewart im nächsten Superman-Film auftreten. Worauf man sich freuen darf.
Info
Regie: Alik Sakharov
Drehbuch: Chris Mundy, Damon Lindelof, Tom King
Showrunner: Chris Mundy
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