Ein Brandanschlag auf einen Riesenbagger führt Sascha in die Außenbezirke von Berlin.

Eine gute Nachricht
Auf einen Riesenbagger wird ein Brandanschlag verübt. Der einzige Zeuge ist ein drogensüchtiger Junge, der daraufhin das Weite sucht. Ansonsten gibt es keine Hinweise darauf, wer dafür verantwortlich ist.
Der Bagger gehört Metropolia. Die Firma beauftragt schließlich Sascha damit, herauszufinden, wer der Schuldige ist. Für den Privatdetektiven wird dies eine Reise in die Vergangenheit. Denn er wurde einst über die Außenbezirke nach Berlin reingeschmuggelt, wobei er nicht weiß, wer seine Eltern waren und was mit denen geschehen ist.
Ich war bei meiner Rezension des ersten Metropolia-Bandes unsicher, ob dieser ein Onshot oder der Auftakt zu einer Reihe war. Umso erfreut war ich, als Die Aussenbezirke herauskam. Weil dies ein Zeichen dafür war, dass ich es hier mit einer Serie zu tun hatte. Wo ich es kaum erwarten kann, dass endlich Teil 3 irgendwann herauskommen würde.
Wieder sehr spannend
Teil 2 steht in Sachen Spannung dem ersten Band in nichts nach. Im Vergleich ist er sogar vergleichsweise düsterer. Derweil es einige Überraschungen gibt.
Interessant ist, was man über Berlin erfährt. So hat die Stadt sich im Prinzip mit Mauern und Grenzposten abgeschottet, wobei es immer noch Lücken gibt, durch die man in die Metropole reinkommt. Derweil die titelgebenden Außenbezirke ein rechtsfreier Raum ist, in dem das Recht des Stärkeren gilt. So erfährt man, dass hier teilweise regelrecht Jagd auf Immigranten gemacht wird. Und an einer anderen Stelle stolpern die Protagonisten über ein wahres Massengrab.
Spannend ist auch, dass man mehr über Saschas Vergangenheit erfährt und wieso seine Geliebte wegziehen musste. Es ist einmal mehr ein Einblick in eine Zeit, in der vieles anders ist als gewohnt. In der die Menschen stellenweise keine andere Möglichkeit bleibt, als sich wie Spielfiguren über den Planeten bewegen zu lassen, weil die Alternative der Bankrott gewesen wäre.
Wiedersehen macht Freude
Es gibt natürlich ein Wiedersehen mit vielen bekannten Figuren. Nicht nur die Polizisten Horst und Wanda, auch die Fahrradkurierin Martha Müller taucht wieder auf. Wobei es hier gleich zu Beginn eine faustdicke Überraschung gibt, als sich herausstellt, dass sie in Wahrheit nicht aus Berlin kommt und außerdem nicht Martha Müller heißt. Für wen sie wirklich arbeitet, bleibt überwiegend unklar. Aber es dürfte noch interessante Entwicklungen sorgen.
Der Fall an sich entwickelt sich äußerst spannend und unvorhersehbar. Stets baut das Kreativteam einen neuen Plottwist ein, derweil es das Universum von Metropolia weiter ausbaut. Dabei arbeitet Sascha mit seinem üblichen Charme und Chuzpe, was ihn mehr als einmal aus brenzlichen Situationen rettet.
Denn der Fall entwickelt sich wirklich immer dramatischer. Zwar gelingt es dem Privatdetektiven, schon bald den Zeugen ausfindig zu machen. Aber dann schaltet die Gegenseite Personen ein, die äußerst skrupellos vorgehen. Weshalb es zu einer Jagd durch eben die titelgebenden Außenbezirke kommt.
Eine Ausgabe, die wieder begeistert
Und dann ist da das Ende des Albums, mit dem so nicht gerechnet hat. Einerseits wird der Fall abgeschlossen. Aber das geschieht auf eine Art und Weise, mit der man so nicht gerechnet hat. Es ist kein Wohlfühlfinale. Denn man hat das Gefühl, dass die dicken Fische davon kommen.
Doch unterm Strich ist man von dieser Ausgabe einmal mehr begeistert. Weshalb das Warten auf das dritte Album einem umso schwerer fällt.
Info
Szenario: Fred Duvall
Zeichnungen: Ingo Römling
Farben: Christophe Bouchard
Verlag: Splitter
Sonstige Informationen: Produktseite
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