[TOS 038] Metamorphose

Lesezeit circa: 4 Minuten

Das berühmte Trio bekommt es mit einem Energiewesen zu tun. Die Geschichte nimmt jedoch einen ungewöhnlichen Verlauf.

Staffel 2, Folge 9 –  Sternzeit 3219,8
„Metamorphose“ – „Metamorphosis“

MetamorphoseDie Handlung

Kirk, Spock und McCoy haben den Auftrag, die Föderationskommissarin Nacy Hedford zu begleiten. Sie leidet an einer Virusinfektion und benötigt dringend medizinische Behandlung. Auf dem Weg zur Enterprise wird das Shuttle überraschend nach Gamma Canaris N umgelenkt.

Dort trifft die Shuttlebesatzung auf niemand geringeren als Zefram Cochrane, dem Erfinder des Warpantriebes. Cochrane lebt auf Gamma Canaris N ein unnatürlich verlängertes Leben. Diesen Effekt verdankt er einem Energiewesen, das er „Companion“ nennt. Dieses Wesen war es auch, welches das Shuttle umgelenkt hat. Cochrane fehlt sozialer Umgang und Gesellschaft.

Es stellt sich heraus, dass das Energiewesen von Cochrane emotional abhängig ist. Dieser zeigt sich entsetzt darüber, dass das Wesen in ihn verliebt sein soll.

In der Zwischenzeit verschlechtert sich Hedfords Zustand rapide. Bevor sie stirbt, verschmilzt das Energiewesen mit ihr. Auf diese Weise können Cochrane und der „Companion“ eine Beziehung eingehen. Sie entscheiden, auf Gamma Canaris N zu bleiben.

Rezension von „Metamorphose“

Die Folge ist eine Liebesgeschichte. Einmalig in TOS hat eine Episode das Thema „Liebe“ ganz im Mittelpunkt stehen, jedoch auf ungewöhnliche Art und Weise. Zwei völlig unterschiedliche Spezies sind beteiligt. Eine von ihnen ist nicht in der Lage, Emotionen, wie beispielsweise die Menschen sie kennen, nachzuvollziehen. Und doch fühlt es sich von Cochrane angezogen. Schlussendlich beginnt der „Companion“ zu verstehen, nachdem mit Hedford eine Verschmelzung stattgefunden hat.

Für die Liebe werden in den meisten Fällen Opfer gebracht. Hier gibt der Companion das eigentliche Dasein auf. Durch die Verschmelzung mit Hedford verliert das Wesen ebenso seine Langlebigkeit. Die Lebensspanne verkürzt sich immens. Dafür kann es nun die Liebe kennenlernen und erfahren. Auch Cochrane verliert dadurch seine Langlebigkeit. Ich persönlich halte dies für einen guten Tausch. Ein nahezu ewiges Leben erscheint verlockend. Alles zu bekommen, was man braucht, ebenso. Etwas Essenzielles fehlt jedoch und genau das bekommen beide durch die Metamorphose des Companions.

MetamorphoseCharaktere

Das Spiel zwischen den einzelnen Figuren ist wunderbar gelungen. Spock (Leonard Nimoy) beharrt als friedlicher, diplomatischer Wissenschaftler auf eine Verständigung mit dem „Companion“. Kirk hingegen will, wie es seine Art ist, zunächst mit dem Kopf durch die Wand. Notfalls mit Gewalt. McCoy fungiert hierbei als eine Art Gewissen, welches dem Captain Gründe für eine friedliche Lösung liefert.

Cochrane muss eine zutiefst einsame Person sein. 150 Jahre „Exil“ auf einem fremden Planeten verändern eine Person mit Sicherheit. Diese Einsamkeit mag auch die Erklärung dafür sein, dass dieser Cochrane und der aus dem achten Kinofilm (Star Trek – Der Erste Kontakt) so völlig unterschiedlich sind. Eins fällt auf: Chochrane stammt laut dieser Episode von Alpha Centauri. In Star Trek VIII ist er jedoch ein Erdenmensch. Auch bei Star Trek passt manches nicht so recht zusammen. So lange es keine haarsträubenden Fehler sind, kann man sie meines Erachtens ruhig mit einem Lächeln übersehen.

Darstellung

Das Erscheinungsbild des Companions ist wunderbar fremdartig. Eine durchscheinende Wolke, welche teilweise glitzert, umhüllt Chochrane. Auf diese Art und Weise wird die kommunikative Verbindung der beiden hergestellt.

Der Planet selbst ist zwar in seiner Farblichkeit recht hübsch, aber völlig karg. Alles was Cochrane braucht, bekommt er von dem fremden Wesen. Daher ist eine aufwendige Kulisse nicht notwendig.

Fazit

Diese Folge ist in ihrer Andersartigkeit einfach wunderbar. Es sind die leisen Töne, die die Geschichte ausmachen. Dabei zeigt sich, dass Raumschlachten, aggressive Aliens oder heftige physikalische Einwirkungen gar nicht nötig sind.

Fun Facts:

  • Das ZDF hatte „Metamorphose“ extrem gekürzt. Teilweise wurden dadurch die Dialoge völlig unverständlich. Die fehlenden Szenen hat man später mit teilweise abweichenden Synchronsprechern nachbearbeitet und wieder eingefügt.
  • Majel Barett (Christine Chapel) lieh dem Companion ihre Stimme.

Der deutsche Titel

Ausnahmsweise sind sowohl der englische als auch der deutsche Titel gleichlautend. Die „Metamorphose“ bezieht sich auf die Verwandlung des Companion. Das Energiewesen verschmilzt mit Hedford und bildet dadurch eine ganz neue Lebensform.

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Kirsten Pevestorf

Kirsten ist Jahrgang 80 und ein totaler TOS-Fan, kein Wunder, dass sie sich bei und auch hauptsächlich darum kümmert. Wenn das nicht reicht, vertritt sie Marco in der Chefredaktion.
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