[Perry Rhodan 323] Die Zeitpolizei

Lesezeit circa: 5 Minuten

Sie sind alte Freunde der Menschheit – Sie kehren zurück und trotzen der Macht des Schwingungswächters

Die Zeitpolizei
©Perry Rhodan KG

Titel: Die Zeitpolizei
Autor: William Voltz
Titelbild: Johnny Bruck
Erschienen: 1967

Die Handlung in kurz und bündig

Perry Rhodan reagiert mal wieder bei Roi Danton über und verfolgt den Freifahrer bis ins Modula-System. Dort findet er wie zu erwarten natürlich nichts Verwerfliches bei Roi Danton, trifft jedoch auf seine Tochter und Icho Tolot und Fancan Teik. Die Haluter berichten, dass sie eine Verbindung zur Zeitpolizei haben. Atlan enttarnt Roi Danton. Die Haluter greifen den Zeitpolizisten an und es kommt zu einem Patt. Am Ende muss man Tro Khon und seinen Dolan ziehen lassen.

Ein gutes Heft mit vielen kleinen Stolpersteinen

Okay. Es gibt Hefte, die sind gut und haben keine inhaltlichen Mängel. Und dann gibt es solche wie Die Zeitpolizei, die zwar echt gut sind, aber inhaltlich einfach zum Haare raufen. Himmel, was für… Gnargh. Doch der Reihe nach.

Roi gerät in Schwulitäten – netter Ausdruck. Übrigens leitet es sich von schwül oder schwulibus für (be)drückend ab, ist also keine despektierliche Bezeichnung für Homosexualität. Aber ich mag solche alten Ausdrücke.

Viele Führer verschiedener Völker… Grummel. Führer. Mag ich so gar nicht. Anführer wäre da weit unverfänglicher gewesen. Das will ich aber niemandem anlasten. Da schlägt nur meine persönliche Abneigung gegen diesen Begriff zu. Vielleicht muss ich da auch an mir selber ein wenig arbeiten.

Military-Käse um Pointdexter. Wieso und warum diese Person uns in Teilen durch die Handlung trägt, kein Plan. Ich bin wohl nicht genug Military-Fan, um dies zu verstehen. Will ich ergo auch nur erwähnen und in keiner Weise anlasten. Gefallen hat es mir persönlich leider nicht.

Unlogische Handlung?

Durch Unterlagen der Gurrads errechnet Nathan, weswegen die Zeitpolizei einschreitet, inklusive der Sache in QUINTO Center. Ah ja. Mag ich so nicht kaufen. Wieso? Weil es irgendwie nicht logisch erscheint, sondern völlig durchkonstruiert. “So, lieber Leser, hier hast du die Begründung für das Auftreten der Zeitpolizei – wie die Terraner davon erfahren ist ja unwichtig, akzeptier es einfach.” Das ist so typisch frühe Phase der Perrys. Man hat eine coole Idee und patzt dann bei den Details. Schade.

Rhodans überzogene Reaktion gegen Roi. Echt jetzt? Jedem dahergelaufenen ehemaligen Schurken oder Alien traut Rhodan nach wenigen Minuten voll, nur bei Roi Danton führt jede kleinste Aktion des Freifahrers zu nachgerade blindem Hass bei Perry. Dann handelt Rhodan unter Androhung vollster Waffengewalt und seine Mitarbeiter nicken alle nur. Keiner weist den Chef mal deutlich darauf hin, dass seine Aktionen jedwedes Maß überschreiten. Und es ist wie gesagt einfach nicht Perry Rhodan, wie wir ihn kennen, der dort handelt. Kopfschütteln meinerseits bleibt da nur als Reaktion.
Und als Krönung des Ganzen sieht Perry Rhodan, dass sich ein unbekanntes Schiff im System befindet. Dennoch ist ihm die Durchsuchung des Freifahrerschiffes wichtiger und er ignoriert es. Das ergibt sowas von Null Sinn. Leichtsinn war nie ein Merkmal unseres Titelhelden, hier jedoch… Ach, lassen wir das…

Kasom muss eine Tür aufstoßen? An Bord eines Raumschiffs?! Das ist irgendwie nicht das, was man bei hochmodernen Schiffen erwartet, wo sonst doch jede Tür aufgleitet und hydraulisch funktioniert. Erinnert mich etwas an den Erstling von William Voltz, wo es plötzlich Türknaufe an den Kabinen gibt. Ist jetzt nicht negativ, jedoch befremdlich.

Aussage in Die Zeitpolizei: Vor 70.000 Jahren wurden die Haluter von der ersten Schwingungsmacht verbannt, griffen dann vor 50.000 Jahren die Lemurer an und zogen sich 30.000 Jahre vor Jetztzeit nach Halut zurück. Zudem seien auch sie durch die Zeitpolizei bestraft worden. Die Bestrafung bei den Gurrads und Menschen soll die komplette Ausrottung sein, wieso dann nicht bei den Halutern?
Diese Angaben sind mehrfach widersprüchlich, siehe auch Perrypedia.

Fazit

Nein, Die Zeitpolizei war nicht schlecht, im Gegenteil. Dennoch haben mich die hier angemerkten Dinge mehrfach aus dem Lesefluss gerissen. Ich erwarte vielleicht einfach zu viel von Heftromanen oder bin durch die neueren Ausgaben verwöhnt.


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Mario Staas
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