Review: Black Widow (2021) [Spoilerfrei]

Lesezeit circa: 6 Minuten

Lange mussten wir warten – aber mit Black Widow startet am 8.7.2021 die vierte Phase des MCU. Im Kino und auf Disney+ VIP.

Ein Blick in die Vergangenheit

Wir wussten schon länger, dass Black Widow die Zeit von Natasha Romanoff (Scarlett Johansson) zwischen Captain America: Civil War und Avengers: Infinity War behandeln würde, in dieser Zeit lebte sie im Untergrund, da sie gegen das Sokovia-Abkommen verstoßen hat. Wir gehen aber noch ein wenig weiter zurück und sehen eine Art Originstory. Tief bewegend sehen wir ihre Kindheit, die sie zumindest teilweise in den USA verbracht hat, bevor sie, wie bereits aus den Comics bekannt, als Agentin des KGB einer Gehirnwäsche unterzogen wurde.

Aus dem Trailer wissen wir bereits, dass Alexei Shostakov und Melina Vostokoff (Rachel Weisz), sowie Yelena Belova quasi die Familie unserer Agentin darstellen. Familie und Freundschaft wird hier in der Tat groß geschrieben, nicht nur auf Romanoffs Seite. Nach den Ereignissen von Civil War, hat die ehemalige Spionin niemanden mehr und lebt alleine in Norwegen, als sie von einer unbekannten Person attackiert wird.

Black Widow
©Marvel Studios 2021. All Rights Reserved.

Eine Schwarze Witwe kommt selten allein

Eigentlich ist der Titel irreführend, denn hier geht es zwar um Natasha, aber auch um einige andere Absolventen des Black-Widow-Programms. So erfahren wir wirklich viel über das Programm und damit natürlich auch über die berühmteste Absolventin. Auch Yelena (Florence Pugh) hat die Ausbildung durchlaufen, sie ist auch schon offiziell für die Serie Hawkeye angekündigt. Die Masse an Agentinnen steht dem Film gut, aber es gelingt wieder einmal nicht, ein Gleichgewicht an männlicher und weiblicher Stärke zu zeigen. Zwar ist es klar, dass bei diesem speziellen Programm die Damen deutlich in der Überzahl sein werden, aber man hätte die einzigen männlichen Figuren nicht so aktionslos zeigen müssen. Immerhin muss man dem Film aber auch anrechnen, dass hier Natasha nicht im Alleingang den Bösewicht Dreykov (Ray Winstone) und seine gesamte Armee auseinandernimmt. Das haben wir auch schon mal anders gesehen.

Black Widow
©Marvel Studios 2020. All Rights Reserved.

Marveltypische Action

Die Actionszenen, allen voran die Kampfszenen, sind auf üblichem Niveau für einen Film des MCU. Manchmal ein wenig oder viel Over the top, aber immer richtig schön anzusehen. Wer Filme mit Superhelden mag, sollte keinen großen Anspruch auf Realismus stellen, denn den kann man bei jedem Actionfilm mit der Lupe suchen. Wichtig ist, dass die Action zum Film und zur Stimmung passt und die Choreographie stimmt. Hier enttäuscht Black Widow nicht. Einzig David Harbour als Red Guardian ist nicht ganz so überzeugend, was aber an seinem Einsatz liegt – nur in wenigen Szenen darf der einzige sowjetische Supersoldat glänzen, die meiste Zeit ist er eher für ein paar Gags da. Als Fan des Anführers der Soviet Super Soldiers war mir das natürlich zu wenig. Aber immerhin gibt es noch einen Namedrop des Crimson Dynamo, eines sowjetischen Iron-Man.

Auch der Soundtrack ist voll in Ordnung. Ganz besonders hat mir eine sehr ruhige Version von Smells Like Teen Spirit gefallen, die im Intro lief. Als musikalische Untermalung zu Bildern aus der Ausbildung wirkte es schon fast verstörend. Hier wird auch viel mit Emotionen gespielt, was aber absolut klar war. In diesem Stil und auf diesem Niveau wünsche ich mir auch eine Serie zur Titelfigur, die die Zeit vor S.H.I.E.L.D. zeigt. Aber das wird wohl ein Wunsch bleiben.

Black Widow
©Marvel Studios 2021. All Rights Reserved.

Fazit

Direkt nach dem Film wurde ich gefragt, wie ich den Film fand. Ich vergab 8/10 Punkten, würde jetzt aber vielleicht eher zu 7 oder 7,5 tendieren, wobei die Abzüge eigentlich nur in den für meinen Geschmack doch etwas zu abgehobenen Actionszenen begründet liegen. Zur Aussage „Der perfekte Start in die Phase 4“ stehe ich aber. Fans haben sich gewundert, wie man Avengers: Endgame nun toppen will. Die Antwort ist einfach: Gar nicht. Es muss eben nicht immer alles höher, schneller, weiter sein. Ich denke zwar, dass die meisten Fans wissen wollen, wie es nun bei Wanda Maximoff und dem Multiversum weitergeht, aber es ist richtig gut, dass der neue Abschnitt im MCU mit einem Flashbackfilm anfängt.

Fans des MCU werden auch diesen Film mögen und die Zuschauer, die bisher mit dem MCU nichts anfangen konnten, werden sicherlich nicht umgestimmt. Man sollte diesen Film nicht mit den Top-Filmen des MCU vergleichen, sondern ihn als das betrachten, was er sein will: ein Start einer komplett neuen Phase. Und das gelingt dem Film ganz einfach gut.

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