Doctor Who
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Review: Doctor Who 049 – Das Einhorn und die Wespe

Lesezeit circa: 4 Minuten

Der Doctor und Donna ermitteln im Jahr 1926 zusammen mit Agatha Christie in einem Mordfall, in welchem nicht der Gärtner der Mörder ist.

Mord in Eddison Manor

Nachdem sich der Doctor (David Tennant) und Donna (Catherine Tate) von Martha verabschiedet haben, unternehmen die beiden einen Trip in die 20er Jahre. Auf einem englischen Anwesen laden die beiden sich selbst zu einer Gartenparty ein. Leider sieht man schon im Vorspann, mit welchem Wesen es die beiden zu tun bekommen werden. Die im Titel erwähnte Wespe ist mannshoch und erschlägt Professor Peach (Ian Barritt), einen der Gäste von Lady Eddison (Felicity Kendal), mit einem Heizungsrohr, kurz bevor die Party beginnt.

Das Einhorn und die Wespe

Der Doctor und Donna lernen die Gesellschaft kennen und erfahren, dass ein Juwelendieb, genannt das Einhorn, die Gegend unsicher macht, als noch eine weitere Gästin vorgestellt wird. Miss Agatha Christie (Fenella Woolgar). Es stellt sich heraus, dass sie an dem Tag angereist sind, an dem die berühmte Schriftstellerin  verschwand, um 10 Tage später ohne Gedächtnis wieder vor einem Hotel aufzutauchen. 

Spurensuche

Wie sollte es anders sein, findet die Haushälterin nach kurzer Zeit den ermordeten Professor Peach und der Doctor nutzt die Gelegenheit und sein gedankenmanipulierendes Papier, um sich als Chief Inspector Smith zu outen. Er findet morphische Rückstände, was auf eine außerirdische Lebensform schließen lässt, welche ihre Form ändern kann. Während Donna nach weiteren Spuren sucht, verhört der Doctor zusammen mit Agatha Christie die Partygäste, von denen keiner ein Alibi für den Tatzeitraum vorweisen kann. 

Das Einhorn und die Wespe

Donna entdeckt bei ihrer Untersuchung ein Zimmer, das seit der Erkrankung von Lady Eddison an Malaria vor 40 Jahren verschlossen ist. Aber nicht nur das, sie findet auch die gigantische Wespe, die sie angreift und kurz darauf den nächsten Mord begeht. Kurz vor ihrem Tod erwähnt das Opfer noch „ein armes kleines Kind“. 

Als der Doctor mit einem Drink vergiftet wird, zählt jede Sekunde. Er kann die Enzyme in seinem Körper, die durch Zyankali gehemmt sind, mit Proteinen stimulieren und stürzt in die Küche, um mit allerlei Hausmitteln sein Leben zu retten. Es beginnt eine chaotische, ein bisschen eklige Scharade um sein Leben. Beim Dinner gelingt es dem Doctor, die Wespe aus der Reserve zu locken, was das nächste Todesopfer fordert.

Agatha Christie klärt im Folgenden nicht nur das Geheimnis des Mörders, sondern auch die der anderen Gäste und ihrer Gastgeber. Lady Eddison brachte nicht Malaria aus Indien mit, sondern sehr viel mehr.

Fazit zu Das Einhorn und die Wespe

Ich empfand diese Episode immer als netten Lückenfüller, beim erneuten Schauen ist sie aber durchaus spannend und hat witzige Momente. Wie schon bei den früheren Folgen mit berühmten Persönlichkeiten, gibt es unzählige Anspielungen auf die Werke von Agatha Christie. Es gibt tatsächlich ein Buch von ihr, Tod in den Wolken, mit einer Wespe auf dem Deckblatt, welches der Doctor am Ende in der TARDIS hervor kramt. 

Das Einhorn und die Wespe

Zu den besten Szenen gehört die Befragung der Gäste, in welcher Rückblicke der Tatzeit eingespielt werden und gezeigt wird, dass jeder und jede etwas zu verbergen hat. Die Scharade um die Entgiftungsmittel ist doch arg übertrieben, wenngleich Donnas Kuss die Szene sehr aufwertet. Nicht wegen des Kusses, sondern auf Grund der Tatsache, dass es das Erste war, was ihr einfiel, um den Doctor zu schocken. 

Die Story um die Wespe ist gut durchdacht, die Auflösung ihrer Identität mehr oder weniger überraschend und das CGI-Design ist ganz ok. Etwas zu kompliziert ist die Erklärung, warum die Wespe im Stile von Agatha Christies Geschichten mordet. Da aber damit auch das Verschwinden der Schriftstellerin und ihr Gedächtnisverlust aufgeklärt wird, schließt sich der Kreis und somit ist alles gut. Die Story ihres Verschwindens beruht übrigens auf einer wahren Begebenheit. Es kam zu einer der größten Suchaktionen dieser Zeit und sie hat bis zu ihrem Tod nie darüber gesprochen, warum sie verschwand und wo sie sich die ganze Zeit befand. 

Warpskala

Warpskala
7 10 0 1
7/10
Total Score

Positiv

  • spannende Story in schönem Setting

Negativ

  • Slapstick Scharade zur Rettung des Doctors
Stefanie Maus

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