Doom Patrol
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Review: Doom Patrol 02 – Donkey Patrol

Lesezeit circa: 4 Minuten

Eine Donkey Patrol bricht auf, um mysteriösen Ereignissen auf die Spur zu kommen.

Ein Held mit ungewöhnlichen Wurzeln

Nachdem der Esel einen Großteil der Stadt Cloverton mitsamt Einwohnern und Crazy Jane (Diane Guerrero) verschlingt, sind sich die übriggebliebenen Mitglieder der Doom Patrol uneins, wie sie weiter vorgehen sollen. Derweil Rita Farr (April Bowlby) und Larry Trainor (Matt Bomer (Stimme), Matthew Zuk (Körper)) von der Sache nichts mehr wissen wollen und sich zurückziehen, bzw. sogar abhauen wollen, gibt Cliff Steele (Brendan Fraser (Stimme), Riley Shanahan (Körper)) nicht auf. Er will Jane auf jeden Fall retten.

Unterstützung erhält er von unerwarteter Seite. Der Detroiter Superheld Victor Stone aka Cyborg (Joivan Wade) schaut vorbei, um herauszufinden, was genau geschehen ist. Und mit dessen Hilfe gelingt wirklich einiges an Fortschritt. Doch Mr. Nobody (Alan Tudyk), der hinter allem steckt, ist nicht bereit, klein beizugeben, und hat noch einige fiese Überraschungen in petto.

In Donkey Patrol wird ein Superheld eingeführt, den man jetzt als Comicfan nicht mit der Doom Patrol in Verbindung gebracht hätte. Denn Victor Stone, aka Cyborg, war und ist in den Comics ein Held, der aufgrund seiner Historie eher zu den Titans und sogar der Justice League gezählt werden kann. Mit letzterer Gruppe konnte man ihn sogar auf der großen Leinwand sehen, da jedoch von Ray Fisher dargestellt.

Perfekt eingefügt

Die Hinzufügung von Cyborg zur Serie macht allerdings auch mehr Sinn, als die eigentliche, aus den Comics her bekannte Figur Beast Boy. Mit ein Grund ist natürlich die Tatsache, dass Victor Stone ein Afroamerikaner ist, womit das Thema Repräsentanz abgehakt wäre. Doch der Charakter fügt sich perfekt in das Team ein, bzw. ergänzt es sogar wunderbar.

Denn Donkey Patrol charakterisiert ihn als jemanden, der genau wie die anderen ein „Freak“ ist, der aufgrund seines Äußeren kein normales Leben mehr haben kann. Doch anders als die anderen hadert er nicht mit seinem Schicksal, sondern akzeptiert es. Er nutzt es sogar aus, um eine Karriere als Superheld aufzubauen, mit dem langjährigen Ziel, wie er es selber sagt, bei der Justice League zu landen. Was natürlich ein schönes Easteregg ist.

In jedem Fall sorgt seine Präsenz dafür, dass die anderen – teilweise eher widerwillig – nach und nach aus ihren jeweiligen Schneckenhäusern wieder herauskommen. Wobei bei Larry Trainor noch hinzukommt, dass sein Energiewesen ihn aktiv daran hindert, dass er die Stadt verlassen kann. Was übrigens eine der lustigsten Szenen der Folge ist.

Geheimnisse werden enthüllt

Die Charakterisierungen von Donkey Patrol sind dabei großartig; vor allem die Interaktion zwischen Cliff Steele und Jane. Es gibt hierbei später eine sehr bezeichnende Szene, in der er sich daran erinnert, wie er seiner Tochter ein Butterbrot schmierte, derweil er dasselbe in der Gegenwart tut. Damit wird ein für alle Mal klar, dass er sie als eine Art Ersatztochter ansieht, was auch erklärt, wieso er sich so besonders um sie bemüht.

Es ist diese Beziehung, die Robotman, abgesehen von Cyborg, am menschlichsten wirken lässt. Es ist sein Verlangen, Crazy Jane sicher zu wissen, das ihn dazu treibt, alles Mögliche zu probieren, um ihr zu helfen. Auch wenn er am Ende dann auf ein Geheimnis stößt, das sie zu einer großen Gefahr für ihn und Vic Stone macht.

Es ist nicht das einzige Geheimnis, das in Donkey Patrol enthüllt oder mindestens angedeutet wird. Später findet man nämlich heraus, dass einige Mitglieder der Doom Patrol in ihrer Vergangenheit Sachen getan haben, die sie bislang verschwiegen haben. Vor allem bei Rita Farr wird es richtiggehend tragisch.

Die perfekte Mischung

Ein weiteres Highlight dieser an Highlights nicht gerade armen Folge ist jede Szene, in der Crazy Jane auftritt. Jetzt erhält man einen ersten Eindruck in die vielfältigen Persönlichkeiten, die sie besitzt. Einige sind kindlich, andere allerdings geradezu gefährlich. Es ist diese Unberechenbarkeit und wie all dies umgesetzt wird, sowie ihre Beziehung zu Cliff Steele, die sie so zu einer so großartigen Figur macht.

Donkey Patrol ist die perfekte Mischung aus Humor und Spannung. Man lacht, wenn Rita Farr in ihrer Blobform ins Maul des Esels reingelassen wird. Und leidet mit den Charakteren, wenn Mr. Nobody mit ihnen spielt. Und genießt die Anspielungen auf die Comics. Eine gelungene Episode.

Doom Patrol gibt es unter anderem bei Prime Video.

Wertung

Wertung
10 10 0 1
10/10
Total Score

Positiv

  • Einführung von Cyborg
  • Gelungene Mischung aus Humor und Spannung
  • Beziehung zwischen Robotman und Crazy Jane
Götz Piesbergen
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