Der Umgang mit den gefangenen Kämpfern der Östlichen Allianz führt zu erneutem Zwist zwischen den militärischen und zivilen Parteien der Flotte.

Durch die Naivität des Zwölferrates kommt es mit Baltars Unterstützung fast zur Katastrophe.

Der Fluchtplan

Adama lässt sich auf einem Shuttle zum Gefängnisschiff bringen. Dort spricht er mit Kommandant Leiter und versucht, hinter die Beweggründe für den Krieg der östlichen und westlichen Kräfte zu kommen. Leiter erklärt ihm, dass es nur zwei Kategorien von Lebewesen im gesamten Universum gibt, die starken und die schwachen. Natürlich ist die Östliche Allianz auserkoren, über den Rest zu herrschen. Wer dieser Logik nicht folgt, muss vernichtet werden. Noch während des Gespräches trifft die Nachricht des Rates der Zwölf ein, dass Adama das Verhör sofort beenden und vor den Rat treten soll. Starbuck und Apollo können nicht verbergen, was sie von dieser Vorgehensweise halten. Das entgeht Baltar, der in der Nachbarzelle einsitzt, natürlich nicht.

Nachdem Adama, Apollo und Starbuck in Richtung Hangar verschwunden sind, ist Essenszeit und Baltar ist wieder für den Kantinendienst eingeteilt. Sobald er alle Mahlzeiten ausgeteilt hat, nimmt auch er sich etwas und geht zum Tisch der Nomen. Im Gegensatz zu anderen Gefangenen gestatten sie ihm dies. Richtig vermutet er, dass die Nomen sich bereits einen Ausbruchsplan überlegt haben, weiß aber auch von ihrem Problem, dass sie im Anschluss nirgendwohin können. Er hat da eine Idee, möchte aber mit ihnen gehen. Er kombiniert, dass die Gefangenen der Östlichen Allianz bald zur Galactica gebracht werden. Dieses Shuttle müssten sie kapern und könnten sich so letztendlich der Allianz anschließen.

Zivile Machtübernahme

Sire Domra eröffnet die Sitzung des Zwölferrates mit einer Lobeshymne auf Adama. Er soll die höchste Ehrung, den Stern von Kobol, erhalten. Starbuck und Apollo, die der Sitzung beiwohnen, klatschen zunächst, aber sowohl Apollo wie auch Adama selbst durchschauen den Plan des Rates sofort. Adama steht auf und bedankt sich höflich, lehnt den Orden jedoch ab. Die Flotte ist noch lange nicht sicher und etliche Gefahren liegen noch vor ihnen. Zudem kann man noch nicht sicher sein, dass es sich bei dem Planeten Terra wirklich um die sagenumwobene Erde handelt. Die Östliche Allianz könnte sogar gefährlicher für die einzelnen Schiffe sein als die Streitmacht der Zylonen.

Nun schaltet sich Siress Tinia ein. Der Rat ist der Meinung, dass die Allianz sich nur gewalttätig verhalten hat, weil die kolonialen Krieger sie mit Waffen bedroht hätten. Apollos Einwurf, dass dem nicht so war, wird kein Gehör geschenkt. Siress Tinia berichtet weiter, dass Sire Domra sich bereits selbst mit Kommandant Leiter unterhalten hat. Es wurde vereinbart, einen Friedensboten nach Lunar Sieben zu schicken, worauf Adama zynisch reagiert. Diese Sitzung wurde wohl nur einberufen, um ihn in den Ruhestand zu schicken. Siress Tinia gibt nun bekannt, dass das Kriegsrecht aufgehoben wurde, und die Flotte wieder unter die Kontrolle des Rates gestellt wird. Natürlich kann Adama das Kommando über die Galactica behalten. Allerdings wird ihm ein Ratsmitglied zur Seite gestellt. Das ist niemand anderes als Siress Tinia. Die Kämpfer der Östlichen Allianz sollen zur Galactica geflogen werden, wo der gesamte Rat sie zu Gesprächen empfangen wird.

Nach der Mahlzeit werden die Gefangenen zurück in ihre Zellen gebracht. Die Wärter erhalten den Befehl, die Mitglieder der Östlichen Allianz zum Hangar zu bringen, wo ein Shuttle sie abholen und zur Galactica bringen wird. Das ist das Zeichen. Als die Nomen an der Reihe sind, bricht einer nach dem anderen leblos zusammen. Ein Wärter überprüft ihren Puls und kann nichts fühlen. Als er sich umdreht, um mit seinen Kollegen zu sprechen und Hilfe zu holen, springen die Nomen auf und überwältigen die Wärter. Sie befreien Baltar und übernehmen das Kommando des Gefängnisschiffes. Gemeinsam mit den Kämpfern der Östlichen Allianz warten sie auf das Shuttle der Galactica.

Auf der Brücke der Galactica angekommen, sorgt Siress Tinia sofort dafür, dass anstelle einer Eskorte von Kriegern lediglich ein Shuttle losfliegt, um die Kämpfer der Östlichen Allianz abzuholen. Nur Boomer, Sheba und zwei Wachen des Rates befinden sich an Bord. Bei Ankunft werden sie natürlich sofort überwältigt und zum Rückflug gezwungen. Tigh ist beunruhigt, da niemand auf dem Gefängnisschiff auf das Rufen der Galactica reagiert. Als Boomer jedoch um Landeerlaubnis bittet, schiebt Siress Tinia alle Bedenken zur Seite und untersagt sogar, dass eine Truppe Krieger zum Hangar geschickt wird, um den Rat abzusichern. Daraufhin verlässt Tigh die Brücke, da sein Dienst sowieso vorbei ist. Auf direktem Weg geht er in die Offiziersmesse und setzt sich an einen Tisch mit Starbuck und Apollo. Die beiden sind mehr als verwundert, als Tigh sich einen doppelten Drink bestellt. Wie nebenbei erzählt er ihnen von den Vorkommnissen auf der Brücke, was Apollo und Starbuck veranlasst, die Messe zu verlassen und sich auf dem Weg zum Hangar zu machen. Genau das hat Tigh auch beabsichtigt.

Zähe Verhandlungen

Adama schickt eine Staffel nach draußen, um zumindest den Luftraum zu sichern. Das Shuttle landet und die anwesenden Ratsmitglieder werden sofort überwältigt und an Bord des Shuttles gebracht. Baltar und die Nomen wollen sich direkt auf den Weg zur Brücke machen, Apollo und Starbuck blockieren jedoch den Weg und verwickeln sie in ein Feuergefecht. Schließlich können sie sie zurückdrängen und den Hangar absichern. Daraufhin kehren die beiden Kolonialkrieger zurück zur Brücke und erstatten Bericht.

Anstatt die Brücke der Galactica zu übernehmen, muss Baltar nun Forderungen stellen, um sein Ziel zu erreichen. Er verlangt seine Zylonenjäger zusammen mit den beiden Piloten sowie den Zerstörer der Östlichen Allianz. Er plant, mit den Schiffen und dem Shuttle mit dem Zwölferrat nach Lunar Sieben zu fliegen. Das Shuttle wurde mit Sprengladungen versehen. Sollte ihnen eine Viper folgen oder das Shuttle vorzeitig umkehren, wird es mit dem gesamten Rat an Bord gesprengt. Er droht, eine Geisel nach der anderen zu töten, sollten die Forderungen nicht binnen kürzester Zeit erfüllt werden.

Das könnte allerdings schwierig werden, da Dr. Wilker beide Zylonen komplett zerlegt hat, um ihre Funktionsweise zu studieren. Sie wieder zusammenzusetzen, ist in der kurzen Zeit leider unmöglich. Siress Tinia überrascht alle, da sie ein militärisches Vorgehen vorschlägt. Sie regt an, die Landebucht zu stürmen, kurz bevor Baltar die Sprengladungen zünden kann. An Bord des Shuttles verspricht Baltar den Mitgliedern des Rates in der Zwischenzeit, dass er sie sicherlich auf Lunar Sieben freilassen wird. Weder die Ratsmitglieder noch Boomer oder Sheba glauben ihm ein Wort. Als Adama erfährt, dass die zylonischen Krieger in Einzelteile zerlegt worden sind und Dr. Wilker mehr Zeit braucht, schlägt er Baltar vor, sich im Gegenzug für mehr Zeit selbst als Geisel anzubieten. Das lässt sich Baltar natürlich nicht entgehen. Siress Tinia begleitet Adama, da sie sich für die Gesamtsituation verantwortlich fühlt. Der Plan lautet, dass, sobald sich die Gruppen getrennt haben und zu ihren jeweiligen Raumschiffen gehen, der Angriff erfolgen soll. Adama wird Tigh dann vom Shuttle aus benachrichtigen.

Die List

Wilker hat die Zenturien erfolgreich wieder zusammengesetzt. Apollo ist zunächst erfreut, als Wilker den Zenturio jedoch anweist, ein Gerät einzuschalten, sieht Apollo das Problem. Anstelle den Befehl auszuführen, schlägt dieser alles kurz und klein. Das bringt Apollo auf eine Idee. Er informiert den nervösen Tigh über die Situation und bittet ihn, den Angriff wieder abzublasen. Adama und Tinia werden gemeinsam an Bord des Shuttles gebracht. Nach kurzer Zeit hat der Rat erneut abgestimmt und entschieden, den Ausnahmezustand wiedereinzusetzen. Sie haben ihren Fehler eingesehen.

Einer der Nomen berichtet, dass die Schiffe gemeinsam mit den Zenturien eingetroffen sind. Die Soldaten der Allianz nehmen die Nomen mit an Bord ihres Zerstörers, während Baltar seinen Platz im Jäger einnimmt. Als Adama Tigh anweist, den Angriff zu starten, erklärt ihm Tigh die Planänderung und weist ihn an, mit dem Shuttle abzuheben. Nach dem Shuttle startet der Zerstörer der Östlichen Allianz. Als Baltar seinen Piloten befiehlt, ebenfalls abzuheben, beginnen diese, das Innere des Schiffes zu zerstören. Apollo und Starbuck entern das Schiff und entwenden Baltar den Fernzünder. Der Zerstörer der Allianz kann jedoch entkommen.

Später treffen Boomer, Sheba, Starbuck und Apollo sich im Offiziersclub. Auf Shebas Frage, warum Adama den Zerstörer entkommen ließ, antwortet Apollo, dass das Schiff über das Langstreckenradar verfolgt wird und so die Position von Lunar Sieben ermittelt werden kann. Tigh gesellt sich zu ihnen, lehnt den angebotenen Drink jedoch ab. Er ist nur froh, nie wieder etwas mit Siress Tinia zu tun zu haben. Erschrocken stellt er jedoch fest, dass Adama gemeinsam mit Tinia die Messe betritt und sich vergnügt mit ihr an einen Tisch sagt. Nun braucht Tigh doch einen Drink.

Fazit

Zum zweiten Mal versucht der Rat den Trick mit dem Orden. Am Anfang der Staffel bekommen Apollo, Starbuck und Boomer die Auszeichnung, um vom Plan, das Kriegsrecht zu beenden, abzulenken. Hier ist es nun Adama. Sinkende Einschaltquoten setzen die Produktion immer mehr unter Druck. Um Kosten zu sparen, werden Sets und sogar Szenen wiederverwendet. Das sieht man der Folge auch an. Nichtsdestotrotz unterhält diese Episode. Leider erfahren wir nie, was mit den Geflüchteten passiert. Dieser Handlungsstrang verläuft im Nichts.

 

Warpskala

Warpskala
7 10 0 1
7/10
Total Score

Positiv

  • Es gibt unterhaltsame Wendungen.
  • Tolle Performance von John Colicos.

Negativ

  • Man sieht der Folge die Sparmaßnahmen an.
  • Nicht nur Requisiten und Sets, auch Handlungsstränge werden wiederverwendet.
Melanie Frankl

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